Charles Webster und Swag? Freunde, lest nicht meine blöde Plattenkritik, sowas kann man doch wirklich blind kaufen. Webster geht seinen Mix des mir leider unbekannten Originals “Export” gewohnt lässig, deep und moody an und lässt bei den einsetzenden Vocals eine Ahnung aufkommen, wie damals Everything but the Girl hätten klingen können, wenn sie sich denn nur nicht so sehr am ekligen Radiopop-Genre festgehalten hätten. Ohne hier besonders pathetisch werden zu wollen, aber ich glaube, man darf Websters Version durchaus als ein musikalisches Juwel bezeichnen, nicht ganz so treibend aber in einer ähnlichen Güteklasse spielend wie beispielsweise die gewohnt hochrangigen Henrik Schwarz-Interpretationen. Bei “Lost” dürfen Swag, die ja auch eher durch Klasse statt Masse glänzen, einmal mehr ihre ungemein funky Beatprogrammier-Kenntnisse ausspielen und erinnern in ihrer zum Tanz zwingenden Abgedrehtheit an den DJ Harvey Dub von Super Colliders “Cold Way O´Lovin'”, den man an dieser Stelle übrigens auch mal wieder rauskramen sollte. Aber erst mal hier natürlich zuschlagen. (6/6) Sanomat