In ihrer Heimat gehört Sama Abdulhadi zu den Pionieren ihrer Kunst. Sie gilt als erste Techno-DJ aus Palästina. Geboren im Jordan, fördert sie nach einigen Jahren in Beirut nun seit geraumer Zeit in Ramallah die Underground-Szene. Am 27. Dezember 2020 wurde Sama allerdings festgenommen und seitdem nicht mehr freigelassen. Auf sämtlichen sozialen Netzwerken rufen international bekannte Acts zu ihrer sofortigen Freilassung auf und bitten darum, eine Petition auf change.org zu unterzeichnen.

Im offiziellen Petitions-Text wird mitgeteilt, dass Sama am 27. Dezember einen Stream für eine Online-Veranstaltung aufgenommen hatte. Schauplatz für den Stream war allem Anschein nach das Basar-Gelände vor der Nabi Musa Moschee in Jericho und das ansässige palästinensische Ministerium für Tourismus hatte den Stream ausdrücklich in schriftlicher Form genehmigt. Die Aufnahmen wurden jedoch während den Dreharbeiten von einer Gruppe Jugendendlicher unterbrochen, die sämtliche Anwesenden bedrohten. Am heutigen Dienstag, 29. Dezember, entschied ein Richter, ihre Haft um 15 weitere Tage zu verlängern, weil „Techno-Musik nicht Teil des palästinensischen Erbes ist!“.

Mit ihrer Kunst schaffte sie es in ihrer Karriere bisweilen weit über die Landesgrenzen hinaus – sie studierte Audio Engineering an der SAE in London, produzierte daraufhin zwei Alben unter ihrem Alias Skywalker und arbeitete in Cairo mit verschiedenen Bands sowie am Sounddesign für zahlreiche Filme. In den vergangenen Jahren tourte Sama auf dem gesamten Erdball, bespielte dabei unter anderem das Fusion Festival, gastierte beim Boiler Room sowie im Harry Klein Club in München. Erst im Juli diesen Jahres fertigte sie einen Mix für die renommierte Essential Mix-Serie auf BBC Radio 1 an.

Hier geht es zur Petition, die wir ausdrücklich unterstützen.