Philosophie-Stunde – die zehn Gebote des Jeff Mills

Jeff Mills ist ein wahres Urgestein in der Techno-Szene. Er gilt als Pionier des Detroit-Techno und seine Fähigkeiten am Plattenteller sind unverkennbar. Die Karriere des US-Amerikaners begann im Hip-Hop, doch nach und nach wendete er sich immer mehr der elektronischen Musik zu. Mills ist ein äußerst respektierter Musiker und wenn er sich in der Öffentlichkeit zu Wort meldet, dann haben seine Aussagen meist Hand und Fuß, die bei den Lesern und Zuschauern für gespitzte Ohren sorgen.

So auch vor kurzem auf Facebook, als er in einem längeren Beitrag über die Maximen und Grundlagen der elektronischen Musik philosophierte.

Mills räumt zunächst mit einigen Vorurteilen gegenüber dem Genre auf, wie beispielsweise, dass elektronische Musik kein langweiliges und monotones Feld sei, wie viele behaupten. Viele unterstellen ihr außerdem eine Abhängigkeit gegenüber der Technologie. Auch diese Aussage entkräftigt der 56-Jährige. Weiterhin macht er auf die vielen negativen Spannungen innerhalb der Musikindustrie aufmerksam, die sich oftmals in Form von harter Kritik gegenüber DJs und Produzenten auswirken. Für Betroffene hält Mills jedoch einige Tipps parat: „Werde besser in dem, was du tust. Wenn du Musiker bist, mach mehr Musik. Wenn du DJ bist, meistere die Kunst des Auflegens. Und wenn du nicht weißt, wie du das anstellen sollst, dann schau zu und lerne.“

In einer Liste mit zehn Punkten führt Mills seine Gedanken weiter aus und greift dabei die wichtigsten Aspekte der elektronischen Musik-Szene auf. Für euch haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

– Die moderne Musikindustrie ist noch keine 100 Jahre alt. Es sei deshalb nicht auszuschließen, dass sie sich in naher Zukunft signifikant verändert oder gar gänzlich verschwindet. Um das zu verhindern, müssen Maßnahmen getroffen werden.

– Die Meinung der Öffentlichkeit muss nicht zwingend korrekt sein. Lass dich davon nicht beeinflussen bilde dir deine eigene.

– Sprich über Musik. Nicht im Sinne von gut und schlecht, sondern in der Hinsicht, was der Künstler ausdrucken möchte. Falls du das nicht verstehst, frag ihn.

– Sei dir über den Unterschied zwischen der Musikindustrie und dem Künstlertum bewusst. Lerne die Facetten beider Seiten und versuche sie zu verstehen.

– Zweifelsohne gibt es Künstler, die es bestreben reich und berühmt zu werden. Dennoch haben sie sich entschieden, die Welt mit ihrer Musik zu bereichern. Sie mögen zwar vom Geld profitieren, aber wir profitieren auch von ihrer Arbeit.

Wir sind uns sicher, dass sein Gedankengut für viele Involvierte ein hilfreicher Impuls sein kann, um ihre Sichtweise und auch ihre Vorgehensweise zu verändern und anzupassen. Den kompletten Beitrag findet ihr hier oder direkt bei uns im Artikel.

 

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