Platten des Monats – Juli 2025

Das sind sie, unsere Tonträger-Favoriten aus dem Juli-Heft unterteilt in Alben und Compilations, Singles und EPs sowie die jeweiligen Platten des Monats.

Singles & EPs – Platte des Monats

Lesterr
2 Jahre Dazwischen (Ornaments)

Mit seiner neuen EP „2 Jahre Dazwischen“ veröffentlicht Lesterr erstmals auf Ornaments. Fünf Tracks umfasst die EP, inkl. eines Remixes. Den Anfang macht „Verloren“, ein sehr deeper und sphärischer House-Track, der sich in der Abenddämmerung verliert. Hier kommt auch direkt der Remix ins Spiel, den Isolée abliefert und der nach minimalistischem Anfang mit subtilen Piano-Fragmenten und einem deepen Groove fortbewegt. „Schwingung“ ist ein gleißend-strahlender Ambient-Track, der zwischen Spiralnebel und Supernova gleitet, während „Zum Glück“ nach seinem Flächen-Start in gebrochenen Downbeats landet. „Vorhang des Lichts“ schwebt hypnotisch, getragen von Breakbeats und „Traum“ schließlich knistert, brummt, pulsiert und leuchtet nochmal mit voller Aufmerksamkeit. 10 Tech Guardiola

Singles & EPs – Top Ten

A.D.H.S.
In The Dark EP (EXHALE)

Der Berliner DJ und Produzent landet mit seiner neuen EP „In The Dark“ auf Amelie Lens‘ Label EXHALE. Los geht es auch mit dem Titeltrack, der präzise, druckvoll und Trance-infiziert durch den Techno-Kosmos sprintet, während „Maxed Out“ dark und deep wummert und dabei krasse Synth-Salven abfeuert. Es folgt noch ein Remix von „In The Dark“, den Aida Arko abliefert und der sehr atmosphärisch und hypnotisch durch die Nacht rollt. 9 Terence Trance D’Arby

Antoine Clamaran
Para Para (Adesso Music)

Altmeister Antoine Clamaran begeistert seit den 90ern die elektronische Musikszene und bringt uns mit seiner neuen Single, auf dem Label von Junior Jack, perkussiven House. Zu hören bekommen wir ein von Percussions getragenes, aber durchaus wuchtiges, Beatgerüst um das herum amtliche Vocals platziert, mit einer mächtigen Bassline aufgehübscht und von kurzen Synthiefetzen noch angefeuert werden. Das ist nicer, oldschooliger House mit viel Drive. 9 Rusty

DJ iDJa
Šuvva EP (DJ iDJa Recordings)

Für seine neue, sechs Tracks umfassende EP „Šuvva“ verabschiedet sich DJ iDJa von Clubbeats und taucht in weite Ambient-Landschaften ein. Dabei verwendet der aus der sámiischen Kulturraum Sápmi stammende Künstler Field Recordings, die er in abgelegenen Orten aufgenommen hat, wie z. B. den Wind, der durch die Bäume streicht, das Knacken von Kieferzapfen, wenn man auf dem Waldboden auf diese tritt oder auch Klänge aus traditionellen sámiischen Handwerksprozessen. „Ich sehe meine Musik nicht explizit als politisches Statement, aber allein das künstlerische Arbeiten aus einer sámiischen Perspektive heraus ist bereits ein Akt der Sichtbarmachung“, erklärt er. Die Themen Land, Verlust und Rückgewinnung ziehen sich wie ein leiser Subtext durch die EP, ohne plakativ zu sein. Diese Klänge werden dann digital transformiert und in Schichten aufgebaut. Und mit diesen Soundscapes kreiert er sehr atmosphärische Kompositionen, die zwischen fahlem Licht, Nebelschwaden, endlosem Horizont und deepen Drone-Texturen wandeln. Mal ganz ohne Beat im Untergrund wie bei „Gáissáide“ oder „Mearra“, mal mit einem aufblitzenden Breakbeat wie beim Titeltrack „Šuvva“ oder dann noch etwas treibender und hypnotischer wie bei „Skábma“. Eine runde EP mit einem schönen Spannungsbogen. 9 Tech Guardiola

Dr. Motte And Marc Van Linden
Our Future Is Now (Rave The Planet)

Nach Kollaborationen u.a. mit WestBam, Tom Wax oder Jam El Mar greift Love-Parade-Gründer Dr. Motte für die diesjährige Rave-The-Planet-Hymne auf das Talent des Berliner Produzenten Marc Van Linden zurück. Das Duo erschafft eine Mixtur aus zeitgenössischem Acid-Techno und euphorischem Trance; hoch energetisch, spannungsgeladen und rührend zugleich bei etwa 138 Grundschlägen pro Minute. Die Vocals kommen in Form von Spoken Words von Motte und seiner Kreativdirektorin Ellen selbst; wie eine Art Prediger wiederholt die Techno-Legende hier noch einmal sein Manifest, für das er und das Team einstehen, seine Vision von Frieden und Harmonie innerhalb der Techno-Familie – die Zukunft der Rave-Kultur. Ergänzt werden die beiden Versionen durch einen starken Remix von Nicole Moudaber sowie einer kommenden Remix EP. Alle Einnahmen fließen in die Durchführung der Parade am 12.07.2025 auf der Straße des 17. Juni. 10 Master J

Harry Romero
Call Me Later (Bambossa)

Warum in die Ferne reisen, wo es zu Hause doch am schönsten ist, dachte sich wohl auch Harry Romero und veröffentlicht seine neueste Expertise auf dem eigenen Bambossa-Label. Und was liefert er hier bitte schön für einen klassischen Housemusictrack ab: Fantastisch groovende Bassline, eine Saxline mit Wiederkennungswert gespielt von Future Joy und die narrativen Vocals machen „Call Me Later“ bereits jetzt zu einem Klassiker im Housebereich! Sein Buddy Olive F. added einen dopen Mix ein wenig mehr Dancefloor-ready und perkussiv treibend. Megascheibe für die nahende Ibiza Saison! 10 Cars10.Becker

Hidden Sequence
Isms & Schisms (Magistrate)

Paul Simmons und Stefano Ugliano alias Hidden Sequence markieren mit „Isms & Schisms“ den Startschuss für das Label Magistrate. Im Gepäck hat die Köln-London-Connection – bekannt für Releases auf MOSAIC oder OHM – eine limitierte 7“-Vinyl, die klassischen Jamaica-Dub aus den 70ern mit zeitgenössischen Twists kombiniert: Schwere, stampfende Bässe, verspielte Rhythmen, allerlei Raffinessen und die klassischen Reggae-Hörner laden auf der A-Side auf einen tiefenentspannten Trip in die Karibik ein, während „Magistrates Dub“ auf der B-Side die Rhythmik ein wenig straffer gestaltet und einen ansteckenden „Skank“ entfaltet. Wer genug von den tagtäglichen Nachrichten hat, der legt diese Platte auf und lässt die Seele baumeln. 10 Laenkford

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Italo Brutalo
Memory Sync – Defex Remix (Bungalo Records)

Ein Remix, der es schafft, die zwei Welten von Italo Brutalo und Defex gekonnt miteinander zu vereinen. Die von Italo Brutalo gern genutzten Elemente aus EBM, Italo Disco, Electro und Co. kommen hier zur Geltung und doch drückt Defex, alias Franz Hager, dem Ganzen hier seinen eindeutigen Stempel auf. Das Stück bewegt sich souverän mit seiner futuristischen Bassline und der sehr cleanen Kickdrum zwischen den genannten Italo-Brutalo-Stilen und modernem Deep House sowie Dark Techno, dank der dunklen Sphären und der immer wiederkehrenden Stop-Go-Momente. Groovig, melodisch, aber auch düster und dynamisch. Keine Frage, das Ding hier würde in Underground-Clubs ebenso überzeugen wie auf einer Ibiza-Party. 09/10 scharsigo

Niklas Paschburg
Mexican Alps (Niklas Paschburg)

Mit seiner neuen EP „Mexican Alps“ verabschiedet sich Niklas Paschburg temporär von seinem Signature-Instrument, dem Klavier – und öffnet damit die Tür zu neuen Klangwelten. Entstanden zwischen den farbenprächtigen Ritualen des Día de los Muertos in Oaxaca und der stillen Weite der Schweizer Alpen, entfaltet sich ein hybrider Sound aus elektronischen Texturen, atmosphärischen Samples und subtiler Improvisation. Paschburg lässt seine Synths sprechen, darunter ein OB-6, ein OP-1 und ein Moog Matriarch, die er mit akustischen Elementen wie seinem Hohner-Akkordeon kombiniert. Tracks wie „La Hormiga“ setzen auf rhythmische Spannung und Bewegung, während „Oaxaca de Juárez“ mit Tal Arditis Gitarrenarbeit eine fast festliche Energie entwickelt. Field Recordings und Ambientflächen treffen auf warme Klangräume, die in Dolby Atmos gemischt wurden – eine immersive Reise durch Landschaften, Erinnerungen und kulturelle Fragmente. „Mexican Alps“ ist damit nicht nur eine geographische Fusion, sondern auch eine persönliche Weiterentwicklung: mutiger, abstrakter, freier. Ein EP-Format, das mit emotionaler Tiefe überrascht und Lust auf mehr macht. Schön! 10 Fraenkish

Shizo van de Sunflower
The Beauty of Acid (Shizo van de Sunflower Musik)

„The Beauty of Acid“ ist genau das, was der Titel verspricht – eine Hommage an das säuregeschwängerte Klangwunder, das die TB-303 seit Jahrzehnten in die Clubs pumpt. Und dieser Track weiß, wie man damit umgeht: Kein Retro-Kitsch, sondern eine respektvolle, fesselnde Wiederbelebung. Die Bassline schraubt sich hypnotisch durchs Frequenzspektrum, begleitet von einem straffen, trockenen Beatgerüst und subtil modulierten Noise-Elementen. Es ist dieser klassische Acid-Drive, der sich langsam, aber unerbittlich ins Bewusstsein fräst – mit genau der richtigen Portion Dreck und Drama. Trotz seiner klaren Referenzpunkte wirkt „The Beauty of Acid“ nie altbacken. Im Gegenteil: Die Produktion ist präzise, der Flow ist organisch, und die kleinen Breaks sowie klanglichen Verfremdungen geben dem Ganzen eine moderne, fast cineastische Tiefe. 08/10 scharsigo

The Montini Experience
Astrosyn (Electric Ballroom / Deejay.de)

Und wieder kann EB zunächst optisch mit einem fantastischen Cover glänzen. Eine asiatische Schönheit entspannt ihr elfenbein-getaintes Gesicht nahezu komplett in Wasser eingetaucht. Klasse! Musikalisch punktet der Thomas Schumacher Remix von „Astrosyn“ mit dem ikonischen Vocalsample „My House Is Your House And Your House Is Mine“ in einem synthiegewitterten Raveformat – das prasselt mächtig. Zzino und sein Reshape Mix wählt eine funky Sprachform des Samples und die Synthies scheinen noch melodiöser ausgestaltet zu sein. Immer noch nicht zu toppen ist das zusätzlich verfügbare Original von 1998, das den Vibe dieser Zeit perfekt einfängt und Emmanuel Top nacheifert. 9 Cars10.Becker

Alben & Compilations – Platte des Monats

Cocoon Compilation V
(Cocoon Recordings)

Die Alphabet-Serie des geschichtsträchtigen Frankfurter Labels ist in ihrer 22. Ausgabe beim Buchstaben „V“ angelangt, was nicht etwa für verwässerte Veltins-Brause steht, sondern für eine handverlesene Sammlung von insgesamt zwölf Tracks, die eine Brücke schlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft der elektronischen Musik. Der Label-Sampler beginnt wunderbar gläsern, schimmernd, leicht melancholisch verhangen mit dem über zwölfminütigen „Place To Be“ – traumhaft. Das anschließende „Lucid“ von Superpitcher knüpft an diese vernebelten Vibes an und entführt uns in eine ätherisch-filmische Kulisse, irgendwo zwischen Melancholie und Magie. Patrice Bäumels „Nat“ zieht die Schrauben sodann etwas an, ehe der in Berlin ansässige Sawlin und der Brüsseler Kiosk Radio Resident DC Salas mit Bestimmung auf die Tanzfläche bitten. „Eyes“ von Tal Fussmann setzt ebenfalls auf einen knackigen Groove, überzeugt aber insbesondere durch seinen Dialog aus Klavier und Streichern. Ken Ishii & Yuada driften in der Folge etwas in binäre Glitch-Abenteuer ab – wild, verrückt, chaotisch. Als ausgeklügeltes Highlight geht das Stück „Kala“ durch, im besten Sinne verstörend! Joe Metzenmachers „Da Freak“ mischt die Tanzfläche mit seiner funkigen Bassline mächtig auf, während Matthias Schildgers „Distorter“ die Compilation in einem Mix aus verzerrten Kicks und zarten Pads im Kontrast wunderbar ausklingen lässt. Hier ist wirklich alles geboten. Absolute Kauf- und Spielempfehlung! 10 Master J

Alben & Compilations – Top Seven

Barry Can’t Swim
Loner (Ninja Tune)

Dieses kleine Juwel vereint gekonnt introspektive Tiefe und euphorische Club-Vibes. Besonders „Different“ hat es mir angetan: treibende Beats treffen hier auf emotionalen Tiefgang, was den Track zu einem echten Dancefloor-Moment mit Gänsehautgarantie macht. „About To Begin“ wiederum ist purer Festivalstoff – die Energie, die sich in den Crescendi entlädt, ist einfach elektrisierend. Was mich beeindruckt: Trotz des tanzbaren Sounds spürt man in jedem Track die persönliche Note von Joshua Mainnie. Die Mischung aus House, Jazz und UK-Electronica klingt ausgereift, lebendig und dabei überraschend verletzlich. melancholische Grundstimmung auf, die jedoch stets eine hoffnungsvolle Note behält. Die Produktion überzeugt mit subtilen elektronischen Wechseln und Live-Instrumentierung. Loner ist musikalische Selbsttherapie – und das hört man mit jedem Beat. 09/10 scharsigo

Déepalma Ibiza 2025
Compiled and Mixed by Yves Murasca & Rosario Galati (Déepalma Records)

Labelgründer Yves Murasca und sein langjähriger musikalischer Buddy liefern eine neue Ausgabe ihrer „Déepalma Ibiza“-Reihe und feiern damit das Lebensgefühl der Balearen. Mit ihren stilvollen und leidenschaftlichen Mixen aus Organic House, Deep House und Soul ziehen sie das Publikum in ihren Bann und präsentieren die Essenz und den Spirit in all seinen Facetten der sehr besonderen Partyinsel Ibiza. Mit dem ersten Mix „Sunset Moods“ kommen sie langsam in Schwung und feiern die goldene Stunde – harmonisch, deep und emotional. Die „Pool Party Grooves“ zünden schon den Partymodus, es wird im und am Pool ausgelassen gefeiert. Und schließlich geht es an die traumhaften Strände Ibizas mit „Beach Feelings“, hier pulsiert die Energie bei entspannter Atmosphäre. Mit dabei auf der Compilation sind Acts wie Purple Disco Machine, Sebb Junior, Rich Vom Dorf, CASSIMM, Dilby, COEO, Miguel Migs, Munk und natürlich Yves Murasca & Rosario Galati selbst. 9 Pop Guardiola

Johannes Albert
Private Dancer (Permanent Vacation)

Mit seinem neuen Album „Private Dancer“ – seinem ersten auf dem Münchner Imprint Permanent Vacation – taucht Johannes Albert in die weite Welt von House und gibt sich dabei keinen Trends hin, sondern geht es sehr klassisch an. Seine Beats sind deep, infektiös, voller Soul, voller Hingabe und meistern bravurös den Spagat zwischen klassischen Vibes und einem modernen Twist – ob als Solotrack oder in Collabs mit Helen Salvin, Iron Curtis und Biesmans. Anspieltipps sind der groovige Titeltrack „Private Dancer“ (feat. Iron Curtis), „Wide-Eyed“ mit den Vocals von Helen und einer leichten Boogie-Note, das vibrierend-rollende „Follow The Strings“ mit Pepe-Bradock-Hauch und das sehr lässige „Angel Anthem“. 9 Pop Guardiola

Michael Lauriola
Vestige® (Modularz)

Geboren in Venezuela, beheimatet in Argentinien – Der Name Michel Lauriola sorgt auch hierzulande für Aufregung und jede Menge Tumult auf dem Floor. Treibend und mystisch – unverkennbar! Mit seinem Album Vestige® kehrt er zurück auf Modularz und schickt den partytrunkenen Hörer auf eine düstere Treibjagd. “Anonimo“ dient hier als idealer Einstieg und presst mit enormem Schub nach vorne in Richtung A2, wo “Presente“ dem folgt und, reduziert auf das Mindeste, die Meute in Wallung bringt. Auf der B-Seite wird es nicht unbedingt ruhiger. Michel schafft es, seinen Tracks mit relativ wenig Einsatz, enorm viel Energie aufzubauen. Dies beweist auch “The Uncomfortable Truth“ und “Opposite Sides“, welche das Vinyl vorerst schließen. Vier weitere Tracks warten allerdings schon und haben mindestens genauso viel Wumms im Gepäck. “Depth Cross“ kommt mit etwas erhellenden Synth ziemlich krass und sorgt für eine paralysierende Stimmung. Ein klarer Favorit ist aber “Sharp“, welcher durch den aggressiven Synth gefühlt nochmal mehr anpeitscht. Auch “Vestige“ und “Sinomino“ sollten an dieser Stelle aber nicht unerwähnt bleiben und spiegeln wunderbar die Handschrift von Michel Lauriola wider. Ein unverkennbarer Sound aus und für den Underground und kompromissloser Techno. Erstklassig und ein absolutes Muss. 9 Michael S

Rival Consoles
Landscape From Memory (Erased Tapes)

Das neunte Studioalbum des Londoner Musikers hatte eine holprige Entstehungsgeschichte, denn Ryan Lee West erlebte ein Frustjahr ohne Studiobesuch, was für ihn der sonst regelmäßig im Produktionsmodus ist, sehr ungewöhnlich und schwierig zu handlen war. Aber letztlich gab es dann diesen einen Moment, der alles wieder ins Rollen brachte und der letztlich dann zu „Landscape From Memory“ führte. Es sind zum Teil alte Skizzen und Audioschnipsel, die sich Rival Consoles als Grundlage herangezogen hat. Es sind fragile Melodien, die hier auf schwebende Soundcollagen treffen, treibende Club-Beats durchqueren die Nacht, Breakbeats tippeln durch die Dämmerung, Synthies vibrieren und wabern geheimnisvoll. Ein Album voller intensiver Momente, melancholisch, hoffnungsvoll und treibend. 9 Tech Guardiola

Tangerine Dream
From Virgin To Quantum Years: Coventry Cathedral 22 (Kscope)

1974 gaben Tangerine Dream – damals bestehend aus Edgar Froese, Peter Baumann und Christopher Franke – ein mittlerweile legendäres Konzert vor der beeindruckenden Kulisse der Coventry Cathedral. Fast fünfzig Jahre später kehrt die aktuelle Besetzung der Band – Thorsten Quaeschning, Hoshiko Yamane und Paul Frick – 2022 an denselben heiligen Ort zurück. Für das Konzert „From Virgin to Quantum Years“! Kscope droppt diese außergewöhnliche Performance in drei atemberaubenden Editionen, samt umfassender Setlist, die an Virgin-Years-Klassiker wie „Stratosfear“, „Cloudburst Flight“ und „Love on a Real Train“ erinnert und gleichzeitig neuere Quantum-Songs wie „Raum“ und „Continuum“ aufgreift. Einige Stücke werden mit Special Guest Steve Rothery (Marillion) aufgeführt, dessen Gitarrenspiel sich in die elektronischen Texturen der Band einfügt und eine faszinierende neue Dimension schafft. 09/10 scharsigo

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Techno Club Vol. 75
(Zyx)

Wow, was für ein Legendentreffen! Zum fast runden Jubiläum der beliebten Techno-Club-Serie hat sich der ‚Techno Papst‘ Talla 2 XLC den Gründer der Love Parade – Dr Motte – eingeladen. Das passt natürlich hervorragend zu der in diesem Monat stattfindenden Ausgabe von Rave The Planet, weswegen ich mit dem Mix von Dr. Motte starten möchte. Nicht ganz überraschend ist sein Mix technoider angelegt als der Mix des Gastgebers. Nach dem starken Opener „We Are Here“ von Dr. Motte & Eric Sneo gibt es den Knaller „Rave The Planet“ von A*S*Y*S & Kai Tracid. Im weiteren Verlauf hören wir dann u.a. Stücke von Dr. Motte & Jam El Mar, Jon Connor & A Shan, Aluto, Alex Di Stefano, Saytek, Mijke und Advokate. Ein sehr gelungener Mix, der ohne alte Bekannte und durchgenudelte Hits auskommt. Im Mix von Talla 2XLC gibt es natürlich wieder das Neueste und Beste aktueller Trance-Releases auf die Ohren und einige Produktionen des Meisters selbst. Darunter eine Kollabo mit DJ Tandu, eine mit Roger Shah und eine mit Fragma. Weitere Highlights stammen von Stoneface & Terminal, Andy Jay Powell & DJ Fait, Alex M.o.r.p.h. & Cari, Dumonde, Richard Durand sowie John O’Callaghan. Als besonderes Fan-Schmankerl gibt es zu der Doppel-CD auch noch exklusive Fan-Geschenke: Zwei Silikonarmbänder (Talla 2XLC & Dr. Motte) und Rave The Planet & Dr. Motte-Sticker. Ein Muss in diesem Monat. 10 points trancer

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Aus dem FAZEmag 161/07.2025