
In Mailand ist der Veranstaltungsort DKR von der Polizei geschlossen worden. Die Maßnahme erfolgte wegen gemeldeter Lärmbelästigung sowie des Vorwurfs, der Betrieb habe ohne erforderliche Zertifizierung stattgefunden.
Die Behörden haben den Raum inzwischen unter präventive Beschlagnahme gestellt. Aus Sicht der Betreiber ist dieser Schritt nicht gerechtfertigt, sie widersprechen den Vorwürfen deutlich.
Der Veranstaltungsort Via Merano betont, dass „alle Vereinsaktivitäten in voller Übereinstimmung mit den staatlichen und kommunalen Vorschriften durchgeführt wurden“. Gleichzeitig weist das Team die Darstellung zurück, es handle sich um einen kommerziellen Club.
In einer Instagram-Stellungnahme heißt es, die Entscheidung sei „nicht richtig“ und man versuche lediglich, „etwas Nettes für die Stadt zu tun“. Zudem beschreibt sich das Projekt als „Kulturverein, der keine Genehmigung für öffentliche Aufführungen benötigt“.
DKR fungierte als basisorientierter Raum für elektronische Events, Yoga-Kurse und gemeinschaftliche Aktivitäten. Laut eigener Aussage wurde der Ort von ehrenamtlichen Mitgliedern betrieben und beschäftigte keine Angestellten.
Die Betreiber heben hervor: „DKR hat der Sicherheit seiner Mitglieder stets höchste Priorität eingeräumt und alle notwendigen Maßnahmen ergriffen“. Zudem habe man zur Entwicklung des NoLo-Viertels beigetragen und einen Treffpunkt für verschiedene Communities geschaffen.
Kritik kam unterdessen aus der Lokalpolitik. Ein Stadtrat verwies auf angebliche „Lärmbelästigung“ und erklärte, die Veranstaltungen könnten „am Nachmittag des Vortages beginnen und bis 11 Uhr am folgenden Morgen andauern“.
Als Reaktion auf die Schließung kündigte das Team Demonstrationen auf dem Mailänder Zentralplatz an. Ein genauer Termin steht bislang noch nicht fest. Eine Person aus dem Umfeld des Projekts erklärte:
„Diese Schließung hinterlässt eine große Lücke, aber wir werden sie bald füllen“. Weiter betont sie: „Wir sind bereit, wieder auf die Beine zu kommen und allen zu beweisen, dass wir trotz der Hürden, die dieses Land dieser Branche in den Weg legt, legal arbeiten“.
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Quelle: Mixmag
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