Popstar gesteht: „Habe Pillen genommen, um vor Avicii cool zu wirken“

Mike Posner, bekannt für seinen Welthit „I Took A Pill In Ibiza“, hat in einem emotionalen Instagram-Posting eine überraschend offene Beichte abgelegt.

Der Sänger und Songwriter gestand, dass er mit 26 Jahren Drogen nahm, nur um bei Star-DJ Avicii Eindruck zu schinden: „Ich nahm Pillen auf Ibiza, um Avicii zu zeigen, dass ich cool bin.“

Das Posting gibt tiefe Einblicke in seine einstige Selbstzweifel und den langen Weg zurück zu sich selbst. Der gleichnamige Song, den Posner zu seinem 26. Geburtstag schrieb, beschreibt genau jene Phase.

Er thematisiert in nachdenklichen Zeilen die Schattenseiten des Ruhms, Misserfolge und innere Leere. Die ironisch-melancholische Zeile „I took a pill in Ibiza to show Avicii I was cool“ wurde durch den Remix des norwegischen Duos SeeB zu einem internationalen Megahit und brachte Posner seine bislang größte Anerkennung: Platz 1 in Großbritannien, Platz 4 in den USA und eine Grammy-Nominierung.

Doch dieser Erfolg spiegelte eine tiefe Krise wider. Nach dem durchschlagenden Erfolg seiner Debütsingle „Cooler Than Me“ im Jahr 2010, die sich millionenfach verkaufte, blieb sein erstes Album hinter den Erwartungen zurück.

Die Angst, als „One Hit Wonder“ abgestempelt zu werden, nagte an ihm. Posner selbst sagte später, dass sich der Erfolg des Ibiza-Songs Jahre nach dessen Entstehung einstellte – ein Zeichen dafür, wie lang sein Weg zur inneren Heilung war.

In seinem Instagram-Post kontrastiert Posner seine damalige und heutige Persönlichkeit. „Ich bin ein komplett neuer Mensch geworden“, erklärt der heute 37-Jährige. Er spricht davon, wie sehr er sich selbst heute liebe und seinem Körper keinen „Mist“ mehr antue, nur um anderen zu gefallen.

Während er früher in Los Angeles lebte, Sportwagen fuhr und Millionen für Statussymbole wie seine Jordan-Schuhsammlung ausgab, spendete er diese mittlerweile – aus einer klaren Haltung heraus: „Ich muss mir nichts mehr beweisen.“

Die emotionale Reise führte ihn nicht nur weg von exzessivem Lebensstil, sondern hin zu echten Verbindungen. Heute hat er seine eigene Community mit engen Freunden aufgebaut, seine familiären Beziehungen intensiv gepflegt und auch körperlich Großes erreicht:

„Ich bin einmal durch Amerika gereist, habe den Everest bestiegen“, schreibt er. Was einst wie das Ende einer Karriere aussah, wurde so zum Start eines bewussteren Lebens. Mit seiner offenen Art will Posner anderen Mut machen, die in ähnlichen Krisen stecken.

Er schreibt: „Ich tue meinem Körper nichts mehr an, nur damit Menschen mich mögen.“ Der einstige Popstar, der glaubte, seine größte Chance verspielt zu haben, ist zum Sinnbild für Transformation geworden – nicht trotz, sondern wegen seiner Ehrlichkeit.

 

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