U60311: Einblick in den legendären Technotempel

Producer-Special – Techno-Fieldrecording


Was braucht man alles für einen guten Techno-Track? Die meisten Musiker würden ganz schnell folgendes antworten: Eine drückende Kickdrum, eine pulsierende Bassline und noch ein paar Lead-sowie Percussionsounds. Doch hört man mal in stilprägende Techno-Produktionen hinein fällt schnell auf, dass auch ein weiteres Element eine wichtige Rolle spielt: Oft hört man eher unauffällige Hintergrundatmosphären, die den darken, mystischen Techno-Sound ausmachen. Relikte aus analoger Hardware. Nur wie bekommt ihr diese wichtigen Hintergrundsounds in eurer modernen DAW hin? Fünf Tipps zum Nachmachen:

  1. Lauft mit einem Fieldrecorder in eurer Umgebung herum und fangt alle möglichen Sounds ein. Geeignet sind Natur-, Urban- oder Maschinensounds. Mein Tipp: Einfach mal gegen den Glascontainer schlagen und das Ergebnis mit viel Hall bearbeiten.
  2. Steckt ein Mikrofon in euer Interface, recordet einen „leeren“ Raum und boostet das Ergebnis.
  3. Routet euren Leadsound auf einen Sendkanal. Danach leitet ihr das Signal wieder in den Sendkanal zurück, um eine Feedbackschleife zu erzeugen. Aber immer aufpassen mit der Lautstärke!
  4. Nehmt Vinyl-Noise vom Plattenspiel eures Vertrauens auf. Dieses Sample wird dann stark mit einem Bitcrusher und einem Lowpass-Filter bearbeitet.
  5. Bearbeitet ein Vocalsample eurer Wahl mit einem sehr langen Decay und dreht den Dry/Wet-Regler auf 100%. Recordet das Ergebnis und benutzt Distortion sowie Bitcrusher, um den Sound darker zu gestalten. Abschließend lasst ihr das Vocal-Swirl mit Sidechain-Kompression treibender wirken.

 

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