
Vor fast exakt einem Jahr erschütterte ein Misogynie-Skandal die deutsche Landschaft der Psytrance-Szene – bis heute scheint der Fall weder aufgearbeitet noch abgeschlossen zu sein.
Damals machte die Organisation „Keine Shows für Täter“ auf frauenverachtende Postings aufmerksam, ausgehend vom offiziellen Account eines deutschen Psytrance-Kollektivs. Unseren Bericht zu dem Fall könnt ihr HIER lesen.
Damals soll der beschuldigte DJ und Produzent sich abgesetzt haben, während das Kollektiv beteuerte, dass die eigenen Werte nicht mit dessen Aussagen einher gingen. Aber ist das wirklich so? Das Psyland Rheinland Kollektiv scheint das anders zu sehen.
In mehreren Instagram-Storys sprechen sie den Fall direkt an und prangern an, dass die Entschuldigungen nicht ernst gemeint seien. Man habe „versprochen Misogynie und diskriminierendes Verhalten nicht zu tolerieren“.
Doch nun wurde eben jener Artist gebucht, der bis heute – so das Psyland Rheinland Kollektiv – in Podcasts offen Transpersonen leugne und Frauen als „manipulative Strippenzieherinnen“ stilisiere.
Die damalige Entschuldigung des Psytrance-Kollektivs sei nichts weiter als ein „PR-Manöver“ gewesen. „Wer weiterhin von Awareness, Vielfalt und Consciousness redet, während er genau das Gegenteil ermöglicht, macht sich unglaubwürdig“, heißt es in einer der Storys.
„Rave-Kultur war nie neutral. Rave-Kultur war immer politisch. Wir sehen Raves und Clubkultur als einen Freiraum – und diesen gilt es zu verteidigen“, so das Psyland Rheinland Kollektiv weiter. „Keine Ausreden mehr“.
Quelle: Instagram
Das könnte dich auch interessieren:
Kölner Hardtechno-Reihe macht auf ansteigende Transfeindlichkeit aufmerksam