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„In Hz“ ist der erste Langspieler des Walisen Robin Edwards. Auf dem Album präsentiert er eine abstrakte Mischung aus Ambient und Techno, gemischt mit rockartigen Elementen. Die Songs sind aktiv, bisweilen hektisch, unorganisiert und verworren. Eigenschaften, die alle Edwards Stimmungen der letzten Jahre beschreiben. Die Tracks sind abwechselnd freundlich und melancholisch. „Peripheral Thermal“ und „Constellation Drip“ symbolisieren mit heftigeren, düsteren Klängen die trübe Stimmung, „Mount Essa“ und „Cymantic Modes“ repräsentieren die hoffnungsvollere Seite des Langspielers. Insgesamt ist „In Hz“ jedoch ein in sich sehr geschlossenes Werk. Zugang erhält man nur mit einer ordentlichen Portion Empathie, nur wenn man sich auf die chaotische und teilweise gegenläufige Art des Albums einlässt, entsteht ein wirklich guter Hörgenuss. Es ist ein emotionales, sehr persönliches Werk. Ein bisschen Verworrenheit im eigenen Leben schadet daher nicht, um R.Seiliogs Album besser zu verstehen. Ohne diesen Kontext wirkt es vermutlich einfach nur unausgeglichen. Ist man aber erst einmal in der gleichen Sphäre wie der Musiker, bietet sich ein interessantes Release, das mit viel Charakter in den Bann zieht. 7/10, Bronkemøller.