Rampen & Alien Music: Einstürzende Neubauten sind zurück

Rampen & Alien Music: Einstürzende Neubauten sind zurück

Seit ihrer Gründung am 1. April 1980 verschieben die Einstürzenden Neubauten die Parameter von Mainstream und Subkultur, um das Unhörbare hörbar zu machen. Und vielleicht auch das Unerhörte.

In ihrem 44. Jahr veröffentlichen die Berliner nun am 24. April ihr neues Album „Rampen – apm: alien pop music“. Schon seit Mitte der 1980er-Jahre experimentieren die Einstürzenden Neubauten auf der Bühne mit sogenannten Rampen, also öffentlichen Improvisationen mit offener Entwicklung und Ausgang.

Was schon im Zugabenteil der 2022er Tour „Alles in Allem“-Tour steckte, bekommt nun mit lärmgewaltigen Kracheruptionen und kryptischen, oftmals fragmentarischen Lyrics, ein komplett eigenes Gesicht.

„Populäre Musik für Aliens und Außenseiter. Aus Anti-Pop ist Alien Pop geworden. Fremdartig. Kokonhaft versponnen. Ungehört. Sonus inauditus“, heißt es im Promo-Text zum neuesten Werk, samt sehr reduziertem Coverartwork, das an das ikonische Layout des „Weißen Albums“ von den Beatles erinnert.

„Ausgehend von der Idee, dass die Einstürzenden Neubauten in einem anderen Sonnensystem ebenso berühmt sind wie die Beatles in unserer Welt“, so Blixa Bargeld über die Gratwanderung zwischen Avantgarde und Augenzwinkern, Provokation und popkultureller Diskontinuität.

Inhaltlich geht es vor allem um Veränderung, utopische Gedankenspiele und Vergänglichkeit. „Ich habe auf der Platte ein paar Lösungen gefunden und Dinge formuliert, wie ich sie vorher noch nicht formuliert habe, weil sie mir noch nicht so klar waren.“

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