
Bei einer Veranstaltung für Kinder und Jugendliche im brandenburgischen Falkenberg ist es am vergangenen Wochenende zu einem Vorfall mit rassistischen Gesängen gekommen. Mehrere Teilnehmer stimmten Parolen zur Melodie des Dance-Klassikers „L’Amour toujours“ von Gigi D’Agostino an. Ein Video des Geschehens verbreitete sich anschließend in sozialen Netzwerken und löste bundesweit Kritik aus.
Nach Angaben des Betreibers des Clubs „Blue Velvet“ nahmen an der Teenydisco rund 100 bis 150 Kinder und Jugendliche ab elf Jahren teil. Der Song lief im Laufe des Abends zweimal – zunächst über eine Playlist, später im Set eines eingesprungenen DJs. Die Reaktionen der Jugendlichen hätten den DJ überrascht, erklärte Betreiber Tino Veit. Er bedauere, „was aus dem Lied gemacht worden ist“, insbesondere im Rahmen einer Veranstaltung für Minderjährige. Künftig wolle man DJs gezielter auf solche Situationen vorbereiten.
Auch politische Vertreter reagierten mit deutlicher Kritik. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte sich in einem Statement „fassungslos“ und betonte, rassistische Vorfälle dürften nicht ignoriert werden.
Der Track „L’Amour toujours“, veröffentlicht im Jahr 1999, zählt zu den bekanntesten europäischen Dance-Hymnen und prägte die Club- und Rave-Kultur der frühen 2000er-Jahre nachhaltig. In den vergangenen Jahren wurde der Song jedoch wiederholt im Zusammenhang mit rechtsextremen Parolen missbraucht – unter anderem bei einem viel beachteten Vorfall auf Sylt im Jahr 2024.
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Quelle: Berliner Kurier
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