Symbolbild by Dimitriy Protsenko via Flickr


Im schottischen Bathgate sind rund 200 Leute in eine verlassene Psychiatrie eingedrungen, um dort einen Rave zu veranstalten.

Medienberichten zufolge feierten die Beteiligten zunächst in der unmittelbaren landschaftlichen Umgebung, bevor sie sich schließlich gewaltsam Zugriff zu der seit 2004 geschlossenen Einrichtung verschafften. Was dann passierte, lässt sich wohl nur mit einem Kopfschütteln kommentieren: Nach Angaben der Anwohner zerstörten die Randalierer nicht nur das Interieur, die Fenster und die Kirche, sondern setzten es auch noch in Brand, so dass gegen 22:30 Uhr Ortszeit die Feuerwehr anrücken musste.

„Sie haben die gesamte Anlage zerstört. Jedes einzelne Fenster wurde zertrümmert; Möbel wurden aus den Fenstern geworfen; die Kirche wurde zerstört und es wurden Brände gelegt. Am Eingang gab es buchstäbliche Schlangen von Menschen, die in das Gebäude wollten“, so eine Bewohnerin von Bathgate gegenüber The Daily Record.

Das Bangour Hospital, so der Name der ehemaligen Einrichtung, scheint eine beliebte Anlaufstelle für illegale Partys zu sein. Bereits am Tag vor der Brandstiftung waren drei junge Männer wegen Vandalismus verhaftet worden. Das bestätigte auch ein anwesender Polizist, der sich dem Fall annahm: „Bei uns sind in letzter Zeit viele Berichte über Eindringlinge in das Bangour Hospital eingegangen […], das ist allein schon aufgrund der Baufälligkeit der Gebäude ein großes Problem – das ist sehr gefährlich.“

 

Das könnte dich auch interessieren:
Nach illegaler Party in Kanalisation: Kölner Techno-DJ vor Gericht

Schon wieder: 200 „Volltrottel“ feiern Chaos-Party im Naturreservat
„Rettet die Ravekultur“ – Demo lief aus dem Ruder

Quelle: The Daily Record, Mixmag

Beitragsbild: Dimitriy Protsenko via Flickr