
Mit „Rave On“ schicken uns Niklas Chryssos und Viktor Jakovleski ab dem 31. Juli auf eine Rave-Odyssee im Kinosaal. Der Film, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk und ARTE, wird schon jetzt als starkes, experimentelles Deutsches Kino gefeiert und erzählt die Geschichte eines DJs, der versucht, seine gescheiterte Karriere zu retten. Die Konsequenz ist ein existenzieller Trip in die tiefsten Verzweigungen der Berliner Technokultur – voller unerwarteter Begegnungen, pulsierender Bässe und halluzinogener Erfahrungen. Den Soundtrack liefert Ed Davenport.
Filme, die sich mit Techno- und Clubkultur befassen, feiern in regelmäßigen Abständen ihr Revival. Ob 2017 mit „Magical Mystery“ nach dem gleichnamigen Roman von Sven Regener, 2014 mit dem französischen House-Epos „Eden“, 2001 mit dem Loveparade-Streifen „be.angeled“ (mit Mark Spoon) – oder natürlich „Berlin Calling“, der 2008 mit Paul Kalkbrenner als DJ Ickarus zur Szene-Ikone avancierte. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch „Rave On“ – ein fiktiver Clubfilm, der tief in den Berliner Technokosmos eintaucht und eine durchwachte Nacht zum vibrierenden Katalysator macht. Im Zentrum steht Kosmo, gespielt von Aaron Altaras („Unorthodox“, „Die Zweiflers“), einst ein gefeierter DJ und Producer. Doch just in der Nacht, die seine große werden sollte, kommt es zum Zerwürfnis mit seinem besten Freund – mit Folgen. Statt Ruhm folgt Rückzug, während eine neue DJ-Generation die Bühnen übernimmt. Kosmo? Verschwunden. Bis sich die Dinge drehen: Ein legendärer Techno-Veteran kündigt sich in einem Berliner Club an – und Kosmos inneres Feuer lodert wieder auf. Im Gepäck: eine frische Vinylproduktion, die er Troy Porter, so der fiktive Szene-Pionier, unbedingt persönlich überreichen will. Doch der geplante Comeback-Moment driftet bald ab – in eine fiebrige Clubnacht, die zur Grenzerfahrung wird. Zwischen schweißnassen Floors, surrealen Begegnungen und treibendem Bass begibt sich Kosmo auf einen emotionalen Trip durch die Nacht – und vielleicht auch zu sich selbst.

„Das Publikum erlebt den Rave hautnah mit“
„Rave On“ entführt in die ekstatische, psychedelische Welt des Technoclubs und macht ihn für die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebbar. „Was Kosmo sieht, hört und erlebt, erleben wir mit ihm und durch ihn: visuelle Verschiebungen, Spiegelungen, Halluzinationen, Farben, Zeitlupen – mal schön und kosmisch, mal albtraumhaft“, erklären Chryssos und Jakovleski im offiziellen Regiekommentar. Um ihrem Film so viel Authentizität wie möglich zu verleihen, haben sie teils auf selbst organisierten echten Technopartys gedreht. Ein wichtiges Dokument einer Zeit, in der eben jene Orte der Freiheit immer mehr zu verschwinden zu drohen.
„RAVE ON“ ist eine Produktion von Telos Pictures in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk, in Zusammenarbeit mit Arte und wurde gefördert durch Hessen Film und Medien, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien BKM sowie den Deutschen Filmförderfonds DFFF. Kinostart ist der 31. Juli 2025.
Text: M.T.
Credits: Telos Pictures
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