Credits: Sebastian Wischmann


Das von Dr. Motte ins Leben gerufene Projekt “Rave The Planet” feiert sein einjähriges Bestehen. In Form einer offiziellen Pressemitteilung ziehen die Verantwortlichen nun ein erstes Fazit und blicken auf das Krisenjahr 2020 zurück. und Parallel werden fleißig Zukunftspläne geschmiedet.

Drei große Ziele präsentierte “Rave The Planet” zum Launch am 13. Januar 2020:

  1. “Die Kultur der elektronischen Tanzmusik in jeglicher Form zu schützen, zu fördern und weiterzuentwickeln . Dabei sowohl eigene, als auch andere gemeinnützige Projekte langfristig zu fördern.
  2. “Die elektronische Musik als Immaterielles Kulturerbe unter den Schutz der UNESCO zu stellen.”
  3. “Initiierung eines offiziellen Feiertags der elektronischen Tanzmusikkultur, mit einem jährlichen Festakt: Eine neue Parade, im Spirit der Berliner Loveparade, basierend auf deren ursprünglichen Werten, progressiv für das 21. Jahrhundert konzipiert.”

Nachdem man die Ziele anfangs noch mit voller Kraft vorantrieb, setzte aufgrund der Corona-Pandemie schnell Ernüchterung ein, die ein Umdenken erforderte: Fortan spezialisierte man sich bei “Rave The Planet” auf Online-Aktivitäten und insbesondere auf die Livestream-Kultur. “Instant Rave” wird jeden Freitag von 19 bis 22 Uhr ausgestrahlt und konnte bisher 114 Künstler*innen eine Plattform bieten, um sich und ihre Musik dem Online-Publikum zu präsentieren. Alle Sets könnt ihr euch auf dem offiziellen Soundcloud-Profil von “Rave The Planet” noch einmal anhören.

Parallel liefen die Spendenaktionen auf Hochtouren: 391.531,00 Euro konnte “Rave The Planet” generieren. 24.008 Menschen beteiligten sich und verhalfen der gemeinnützigen Gesellschaft somit, andere Projekte und Organisationen unterstützen zu können. So konnte etwa dem Zug der Liebe e.V. eine Summe von 15.000 Euro zugeführt werden und auch das GROOVE Magazin erhielt einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro – eine tolle Sache.

Während das Vorhaben, elektronische Musik als immaterielles Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO zu stellen, sich laut der Pressemitteilung nach wie vor als zähes Stück Arbeit erweise, liefen die Planungen für die neue Loveparade hingegen bereits auf Hochtouren: Am 10. Juli 2021 sollte es soweit sein. Doch Corona hatte ein gewaltiges Stück mitzureden: “Mit Beginn des ersten Lockdowns blieben die Spenden für Rave The Planet teilweise völlig aus und liefen danach nur sehr schleppend wieder an. Mögliche, für unseren Zweck akzeptable Sponsoren, sind durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise oftmals selbst in finanzielle Schieflage geraten und derzeit nicht zu Kultursponsorings in der Lage. Die fehlende Perspektive für Veranstaltungen, insbesondere für große Vorhaben wie eine Parade, führt auch dazu, dass viele erstmal abwarten”, so die Verantwortlichen in der offiziellen Pressemitteilung.

Da keine Planungssicherheit und Garantie für die Durchführung der Parade bestehe, habe man sich nun entschieden, die “Rave The Planet”-Parade auf den 9. Juli 2022 zu verschieben.

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