„Rave To Save“ geht in die zweite Runde. Die Kampagne unterstützt die teilnehmenden Clubs dabei, unter den aktuellen Corona-Restriktionen weiter bestehen zu können. Mithilfe von Livestreams und einer App, die die von den Zuschauer*innen beim Tanzen zurückgelegten Schritte zählt, werden Spenden gesammelt, um den Nachtclubs finanziell den Rücken zu stärken. Wir haben bereits hier darüber berichtet.

Im Kölner Club Reineke Fuchs spielten bereits Größen wie Butch, David August oder Nick Curly. Am 4. April findet dort die nächste „Rave To Save“-Veranstaltung statt. Wir haben im Vorfeld mit David Hasert, einem Verantwortlichen des Reineke Fuchs, über den Club, die aktuelle Lage und die Kampagne gesprochen:

 

Habt ihr ein spezielles Alleinstellungsmerkmal als Club in Deutschland?
Wir haben viele Alleinstellungsmerkmale, aber unser neustes ist ein Mini-Floor, der hinter ein paar Kühlschränken auf seine Einweihung wartet und Platz für ca. 20 Personen bietet. Ja, wir glauben an ein Clubleben nach Corona.

Was waren die größten Highlights für euch seit der Gründung?
Die letzten zwei Jahre waren die schönsten und besten unserer Clubgeschichte. Wir haben mit viel Arbeit und Herzblut den Club langfristig auf den richtigen Kurs gebracht und waren zufrieden. Es gab keinen speziellen Moment – es war eine gute Zeit.

Welche Maßnahmen habt ihr eingeleitet, um den Bestand des Clubs weitestgehend zu sichern?
Wir nutzen die Zeit intensiv, um aus der Misere nicht mit einem blauen Auge aufzustehen, sondern uns neu aufzustellen. Eine besondere Neuerung habe ich ja schon genannt, den Rest müssen die Gäste irgendwann selber entdecken.

Schonmal mit dem Gedanken gespielt, ähnlich wie das Watergate, Clubmarken o. Ä. zu verkaufen? 
Nein, an sowas denken wir Gott sei dank noch nicht.

Die Berghain-Macher haben eine Going-Concern-Klausel in ihrem letzten Jahresabschlussbericht eingefügt, die eine etwaige Prognose gibt, wie lange der Club unter den Restriktionen noch standhält. Wie sieht es bei euch aus, ist die Lage bei euch ebenfalls „bestandsgefährdend“?
Schwer zu sagen, aber irgendwann geht jedem die Puste aus.

Was wäre das Worst-Case-Szenario für euch hinsichtlich der Pandemie? 
Wenn uns diese Pandemie eins gelehrt hat, dann das dass Wort Worst-Case-Szenario ein dehnbarer Begriff ist, den es demnächst neu zu definieren gilt.

Wie seid ihr auf die „Rave To Save“-Aktion aufmerksam geworden und was erhofft ihr euch von der Kampagne?
„Rave To Save“ ist auf uns aufmerksam geworden und wir erhoffen uns, dass wir ein paar Menschen, die Samstags zuhause sitzen, ein bisschen Normalität in die Wohnzimmer senden können.

Wer wird auf eurem „Rave To Save“-Event spielen?
David Hasert & Franca.

Via https://www.facebook.com/ReinekeFuchsCologne/


 

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