RAVEMORE BERLIN – Kleidung aus Berlin, für Berlin

RAVEMORE BERLIN – Kleidung aus Berlin, für Berlin / Foto: RAVEMORE BERLIN Team

Aus einer Stadt, die schon seit Jahren als Kultlocation für elektronische Musik bekannt ist, entwickelte sich eine Brand, die heute nicht nur lokal, sondern auch weltweit bekannt ist. Von einer Kollaboration mit der Berliner Stilikone, Artist und Fotograf Sven Marquardt bis hin zu Stars wie Machine Gun Kelly oder Jaden Smith, die ihre Kleidung tragen – das Label zeigt pro Drop, pro Piece, dass sie nicht nur für Kleidung stehen, sondern für eine energetische Identität, die Lebensgefühle tragbar macht. Ihre Beginne hatten sie in der Raverkultur Berlins, doch heute inspiriert sie nicht nur die pulsierende Szene, sondern auch andere Szenen, die Berlin zu der Stadt machen, für die sie viele lieben. So steht RAVEMORE für Kleidung, in der man sich wohlfühlen soll.

Ihre Anfänge hatte das Label 2021, als Dennis Mühlhauser und Michael Vollmuth-Allred RAVEMORE gründeten. Begonnen hat jedoch alles als ein Projekt unter Freunden, die sich auf ein Supplement für die Szene fokussieren wollten – Mode lag also zunächst gar nicht im Fokus. Aus dieser Idee entstand AGGREGAT(4), ein Projekt, das Raver:innen helfen sollte, die langen Clubnächte zu überstehen. Dieses Produkt entwickelte sich schnell zu einem Zeichen von Zugehörigkeit und Care. Parallel zu AGGREGAT(4) entwickelten beide eine Merch-Linie, die nicht nur gut ankam, sondern auch viel Hoffnung auf mehr weckte. Schnell merkten beide, dass mehr dahintersteckt, und so entwickelte sich schließlich RAVEMORE – das Label, das bis heute für großes Aufsehen sorgt und jeden Drop zu einem waschechten Erlebnis macht.

In Kreuzberg angefangen, startete somit RAVEMORE. Im Atelier in Berlin wird bemalt, distressed und auch die Stoffe werden dort bearbeitet. Zwar findet der Markt oftmals hauptsächlich online statt, doch der Laden in der Boppstraße 5 in Berlin-Kreuzberg ermöglicht ein physisches Vor-Ort-Erlebnis. Der Ort in Kreuzberg dient jedoch weit mehr als nur als Verkaufsfläche. Events, Pop-ups sowie Musikevents finden hier regelmäßig statt und beleben den Laden.

Ihre Inspiration ist Berlin – eine Stadt, die sowohl für eine rohe als auch für eine laute Atmosphäre bekannt ist. Mit diesem Widerspruch setzen sie sich auseinander und binden ihn in ihre Mode ein. So treffen zerstörte Oberflächen auf klassische Silhouetten. Der Distressed-Look ist ein Hauptteil ihrer kreativen Arbeit und kann bei vielen Pieces gesehen werden. Besonders ist, dass die Pieces alle individuell sind und somit jedes Kleidungsstück ein Einzelstück ist. Sie wollen keine Massenware, sondern ein Kunstwerk, über das sich Menschen freuen.

Bekannt ist RAVEMORE auch durch ihre Kollaboration mit Sven Marquardt. Diese Kollaboration verstärkte zudem die Hauptidee von RAVEMORE – eine Schnittstelle für Kunst, Clubkultur, Musik und Handwerk zu sein. Dennoch ist die Brand mehr als nur Rave. Zwar beinhaltet der Name das Wort, doch die Marke entwickelte sich weiter. Elektronische Musik wird immer Teil von RAVEMORE sein, doch durch weitere Kollaborationen, Projekte und Vielseitigkeit kann man die Marke mit der Stadt vergleichen. Sie hat eine Kernidentität und entwickelt sich dennoch weiter. So tauchen auch Einflüsse aus anderen Musikstilen auf.

Unter dem Motto „Home of the Brave.“ gestaltet das Label seine Werke und lebt danach. Die Gründer erklären das Label so: „Für uns bedeutet das, den Mut zu haben, eigenständig zu bleiben. Nicht Trends hinterherzulaufen, sondern eine eigene Welt aufzubauen. Sich nicht anzupassen – auch wenn es einfacher wäre.“ Berlin ist dafür die perfekte Stadt, die zeigt, dass ein Ort Menschen zu eigenständigen Individuen machen kann. Jeder, der in Berlin herumläuft, ist individuell. Genau deswegen entschied sich RAVEMORE, mit der Produktion von Kleidung weiterzumachen. Sie zeigen, welchen Einfluss und welche Inspiration Berlin für sie hat.

RAVEMORE ist also mehr als nur Mode – es ist ein Knotenpunkt in Berlin, der Menschen verbindet, Kunst wertschätzt und stets für großes Aufsehen sorgt. Jeder Drop wird von den treuen Supporter:innen gefeiert und unterstützt so ihren Drang nach Weiterentwicklung. Doch dies ist nur der Anfang. RAVEMORE hat noch eine lange Reise vor sich und wird weiter wachsen. Sie zeigen, dass ein kleines Projekt – eine Idee unter Freunden – etwas Großes werden kann. Etwas, das mittlerweile international gefeiert wird.

So ist es nur empfehlenswert, den Laden in der Boppstraße 5 in Berlin-Kreuzberg zu besuchen und sich selbst ein Bild von einem Modelabel zu machen, das die Atmosphäre von Berlin in Kleidung verwandelt.

Aus dem FAZEmag 170/04.2026
Text: Anil Mustafa
Fotos: Team
www.ravemoreberlin.com/