Reisebericht: drei Tage im Pacha-Kosmos auf Ibiza

Am 12. September landen wir am frühen Nachmittag auf Ibiza. Die Hitze empfängt uns wie eine Wand, die Vorfreude steigt bereits beim Blick auf das Meer aus dem Flugzeugfenster. Der Transfer ist kurz, und wenige Minuten später stehen wir vor dem Pacha Hotel – modern, elegant und mit dem unverwechselbaren Kirschen-Logo, das längst zu einem Symbol der Insel geworden ist.

Der Check-in ist unkompliziert, zur Begrüßung gibt es ein Glas Champagner. Eine kleine Geste, die sofort klarmacht, wie hier Gastfreundschaft verstanden wird. Unser Zimmer ist hell, stilvoll eingerichtet, mit Balkon, auf dem Tisch liegt ein kleines Empfangsgeschenk. Das Hotel wirkt wie ein Ruhepol im Gegensatz zu dem, was uns in den kommenden Nächten erwartet: viel Komfort, stilvolle Details und ein Service, der professionell, aber angenehm zurückhaltend ist.

Nach einem sehr angenehmen und schmackhaften ersten Dinner im Restaurant des Pacha Hotels geht es in der Nacht in den Club. „Music On“ mit Marco Carola, dazu Solomun, Franky Rizardo und Ale De Tuglie – das sollte man sich eher nicht entgehen lassen. Der Club ist voll, die Stimmung aufgeladen, in der Paradiso Bar auf der Terrasse kann man sich ein wenig zurückziehen und leckere Drinks genießen. Drinnen hingegen: druckvolle Bässe und ein international gemischtes Publikum, das sofort bereit ist, sich auf den Takt einzulassen. Carola spielt seine typischen, endlos treibenden Grooves, Solomun setzt Kontraste mit melodischen Passagen. Es ist ein gelungener Auftakt – und für uns die perfekte Einstimmung auf das Highlight des Wochenendes. Wir bleiben dennoch artig, um am nächsten Tag halbwegs ausgeruht zu sein.

Der Samstag startet entspannt. Nach einem späten Frühstück im Hotel sammeln wir am wunderschönen Platja de ses Salines Kräfte für die Nacht. Um 23:00 Uhr wartet das Dinner im Pacha-Restaurant – eine kulinarische Station, die man nicht verpassen sollte. Die Küche überzeugt mit einer spannenden Mischung aus mediterranen und asiatischen Einflüssen. Wir probieren frischen Thunfisch, Sushi-Variationen und dazu Signature Cocktails. Hervorragend. Der Service ist aufmerksam, ohne je aufgesetzt zu wirken. Besonders praktisch: Von hier führt ein direkter Zugang in den Club – ein nahtloser Übergang von feinem Dining zur Tanzfläche.

Drinnen herrscht bereits ausgelassene Stimmung. „Pure Pacha” steht für zugänglichen, internationalen EDM- und House-Sound – und Robin Schulz liefert genau das. Eingängige Melodien, große Hooks, immer wieder Momente, in denen der gesamte Club mitsingt. An seiner Seite sorgen Alec Monopoly, Love Leya und Jodie Harsh für zusätzliche Akzente: visuell, stimmlich, performativ. Besonders stark bleibt der Eindruck, wie Sound und Visuals ineinandergreifen – ein Club, der technisch perfekt ausgestattet ist und damit auch Pop-Momente auf Festivalniveau inszenieren kann.

Die Tanzfläche ist dicht gefüllt, die Stimmung ausgelassen, aber nie chaotisch. Es sind genau jene Szenen, für die Ibiza bekannt ist: internationale Gäste, die sich für ein paar Stunden in einer gemeinsamen Ekstase verlieren. Gegen drei Uhr morgens erreicht die Nacht ihren Höhepunkt, als Robin Schulz einen seiner Klassiker anspielt und der gesamte Raum in einer Mischung aus Jubel und Gesang explodiert.

Das Schöne am Pacha-Kosmos: Der Heimweg ist kurz. Nach wenigen Schritten sind wir zurück im Hotelzimmer, während der Bass langsam im Hintergrund verklingt. Am nächsten Morgen wartet ein ausgewogenes Frühstück – mit zugegeben leichtem Kater -, das die Spuren der Nacht mildert und genug Energie gibt für den Rückflug.

Drei Tage, die zeigen, wie das Pacha seit Jahrzehnten seine Stellung behauptet: mit einem Gesamtpaket aus stilvollem Hotel, hochwertiger Gastronomie und Clubnächten, die vom Warm-up bis zum Closing durchinszeniert sind. „Pure Pacha“ mit Robin Schulz ist dabei weniger Underground als vielmehr ein massentaugliches, aber hochprofessionelles Erlebnis – perfekt für alle, die Ibiza nicht als Mythos, sondern als Realität erleben wollen.

Das „Pure Pacha“-Closing findet diesen Samstag, am 27. September statt. Infos und Tickets gibt es hier.

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