Am 31. Mai fand in Berlin auf dem Landwehrkanal eine Demo zur Rettung der Ravekultur statt, zur der u. a. die Facebookseite „Rebellion der Träumer“ aufgerufen hatte, so z. B. auch am 29. Mai:
„Da ab Morgen endlich das Demonstrationsverbot in Berlin aufgehoben ist, können wir jetzt ganz offiziell zu unserer ‚Kultur Retten!‘ Wasserdemo am Sonntag auf dem Landwehrkanal mobilisieren!“
Es ging darum, eine Zeichen zu setzten für die am Bodenliegende Clubkultur.

Ab 12:30 Uhr sollte es im Tretpower haben losgehen. Was dann aber im Laufe des Nachmittages passierte, gibt das sehr schnell viral durch soziale Netzwerke. Eine große Ansammlung von Booten, vielfach ohne Abstand und kaum Menschen mit Masken. Die Reaktionen waren durchwachsen, die Demo bekam zwar auch Beifall, aber so wie sie eben (aus dem Ruder) lief, sorgte sie für sehr große Kritik, vor allem auch bei DJs und Kulturschaffenden aus dem Clubsektor, für die diese Demo eigentlich gedacht war.

„Nein, Leute!!!! Einfach nur nein!
Ihr protestiert nicht, um die Ravekultur zu retten! Mit eurem Verhalten werdet ihr nur das Gegenteil erreichen! Ihr haltet euch nicht an Abstandsregeln und schert euch um nichts anderes als um euch selbst.“ (Alex Niggemann)

Die Wasserschutzpolizei ließ die Demo schließlich abbrechen, die Veranstalter waren laut BZ vom Zulauf überrascht.

Für viel Kritik sorgte auch, das wohl viele Demoteilnehmer auf die Toiletten eines an der Demoroute gelegenen Krankenhauses gingen, siehe Statement The Clubmap weiter unten.

Das Statement von Rebellion der Träumer:

Statement von The Clubmap:

Weitere Reaktionen:

 

 

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Vorschaubild: Screenshot Twitteraccount SOS Landwehrkanal