
Ricardo Villalobos sorgt erneut für kontroverse Reaktionen innerhalb der Technoszene.
Ein im Netz kursierendes Video vom Sunwaves Festival zeigt den chilenisch-deutschen DJ während eines Auftritts, bei dem er offenbar abseits des eigentlichen Mixings gestikuliert, während die Musik weiterläuft.
Sowohl die Menschen vor als auch hinter dem DJ-Pult wirken in den Aufnahmen unsicher, wie sie auf die Situation reagieren sollen. Auch in sozialen Netzwerken löste der Auftritt zahlreiche Diskussionen und kritische Kommentare aus.
Ein Nutzer schrieb auf Instagram: „Eines der schlechtesten Sets, die ich je bei Sunwaves gehört habe. Das Mixing war ein einziges Chaos – die Tracks wurden völlig asynchron aneinandergereiht, ohne jeglichen Flow und ohne Rücksicht auf das Publikum“.
Der Kommentar führte weiter aus: „Ehrlich gesagt kam es mir eher wie ein Witz vor als wie ein richtiges Set. Und obendrein machte die Tatsache, dass trotz der Frustration aller – einschließlich Cezars – darauf bestanden wurde, ein B2B mit Cezar zu spielen, das Ganze noch schwerer mitanzusehen. Wirklich enttäuschend.“
Ein weiterer Kritiker schrieb: „Ich glaube Ricardo vergisst, dass dort Menschen Geld bezahlt haben, um Tech-Minimal-Music zu hören, nicht diesen Nonsens“. Villalobos selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Reaktionen.
Kontroverse Diskussionen rund um seine Auftritte begleiten den Produzenten seit Jahren. Der Minimal-Techno-Pionier gilt als eine der prägendsten Figuren des Genres, polarisiert mit seinen DJ-Sets jedoch immer wieder stark.
Besonders seine langen und experimentellen Performances mit ungewöhnlichen Track-Auswahlen spalten regelmäßig das Publikum. Seine Produktionen, darunter oft über 20 Minuten lange Tracks, werden einerseits als innovativ gefeiert, andererseits von Kritikern als schwer zugänglich beschrieben.
Bereits 2014 sorgte Villalobos beim Cocoon in the Park Festival für massive Kritik. Damals bezeichneten Besucher sein Set in sozialen Netzwerken unter anderem als „grottig“, begleitet von heftigen persönlichen Beleidigungen.
Auch Gerüchte über exzessiven Drogenkonsum und unzuverlässige Auftritte kursieren seit Jahren rund um den Künstler. Konkrete Skandale schadeten seiner Stellung innerhalb der Szene bislang jedoch nicht nachhaltig.
Villalobos unterstreicht damit einmal mehr seinen Status als unberechenbarer Paradiesvogel innerhalb der elektronischen Musikszene. Wie üblich hat der weltweit gebuchte DJ und Produzent keine öffentliche Stellungnahmen zur aktuellen Kritik verlauten lassen.
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