S&S COVER5
Kurz vor Jahresende sind Santé und Sidney Charles wohl noch immer im Sommer. Genauer genommen auf Ibiza, wo sie in diesem Jahr als waschechte Underdogs für Furore gesorgt haben. Ausgerechnet sonntags, einem der partytechnisch stärksten tage der Insel, haben sie sich gemeinsam mit Darius Syrossian und der Reihe „Do Not Sleep“ zu einer festen und oftmals ausverkauften Instanz durchgesetzt. Hinzu kommt die Tatsache, dass dies an keinem der üblich verdächtigen Schauplätze bzw. Publikumsmagnete passierte, sondern im zum Privilege angehörigen und recht unbekanntem Vista Club. Auch mit dem 2012 von Santé gegründeten label AVOTRE konnten sie dieses Jahr wieder erfolgreiche releases feiern. Gründe genug, die beiden zu sprechen und sie dazu auch noch den offiziellen FAZEmag Downloadmix erstellen zu lassen.


Jungs, wie war das Jahr 2015 für euch?

Santé: Das Jahr war phänomenal, das muss man nach diesem Sommer eindeutig so sagen …
Sidney: Besser als wir je erwartet hätten, würde ich behaupten. Wir haben uns mit Darius vom Sankeys, wo wir letztes Jahr residiert haben, verabschiedet und haben im Vista Club unsere eigene Nacht gestartet. Ibiza ist ein sehr hartes Pflaster, vor allem wenn man als eher unbekannte Künstler so wie wir sie sind, einige neue Sachen starten möchte. Gepaart mit der Tatsache, dass wir recht wenig Vorbereitungszeit hatten, war das Ergebnis absolut fantastisch.

Ihr hattet vor der Saison eine Tour namens „Road To Ibiza“. Wie entstand die Idee dazu?

Santé: Die Idee kam uns um die anstehenden Ibiza-Dates besser zu promoten. Wir wollten damit schon recht früh auf die Saison aufmerksam machen. Es war eine echte Oldschool Rock ‘n‘ Roll-Tour. Es ging in UK los, über Holland, Frankreich, runter nach Spanien mit Madrid und Barcelona um dann pünktlich zur IMS auf Ibiza anzukommen. Glücklicherweise durften wir dann auch das Opening vom Space spielen, was für mich eines der größten Sachen meiner Karriere bislang war. Seitdem ich das erste Mal auf dieser Insel war, habe ich davon geträumt, irgendwann mal genau das Opening zu spielen, und dann durften wir auch noch das Closing auf dem Mainfloor spielen – unvorstellbar.
Sidney: Besser hätte unsere Saison auf der Insel tatsächlich nicht starten können. Unsere Reihe ging dann von Juni bis zur ersten Woche im September. Natürlich gibt es Reihen, die wesentlich früher anfangen bzw. später Enden, aber das ganze ist in diesem Jahr als Versuchsobjekt gestartet und dementsprechend war das genau das richtige Timing. Auch die Tour vorher hat geholfen.

Die Insel wurde in den vergangenen Jahren immer mehr kommerzialisiert. Wie schwierig war es, dort gegen die ganz großen Acts zu bestehen?

Santé: Ibiza ist auf eine gewisse Art und Weise explodiert und kommerzialisiert worden in den letzten Jahren. An jeder Ecke gibt es Clubs, Open-Airs, Showacts und generell Superlative jeder Art. Aber das ist für mich nicht unbedingt nur negativ. Unsere Musik, die ja nach wie vor zum Underground gehört, wurde auch größer, professioneller und dementsprechend auch kommerzieller in den letzten Jahren. Wäre es nicht so, würde es keine gefühlt tausend Festivals im Sommer mit Headlinern unserer Sparte geben.
Sidney: Um uns zu behaupten hatten wir vor der eigentlichen Clubnacht im Vista zwei Pre-Partys. Wir hatten eine eigene Radioshow mit AVOTRE auf der Insel, sowie eine Radioshow für „Do Not Sleep“. Wir haben versucht so viel Rummel wie möglich zu machen. Unser Publikum bestand zu einem Großteil aus Italienern und Engländern, im Prinzip auch genau die zwei Nationen die auf Ibiza am stärksten vertreten sind. Zum großen Opening hatten wir Richy Ahmed zu Gast und waren mit knapp 2.500 Gästen ausverkauft. Ab da an ging es los und per Mundpropaganda verbreitete sich der Vibe, der sich über die gesamte Saison zog.

Wie verlief die Saison und wie wurde der Club angenommen?

Santé: Das Projekt hat sich wie eine Art Lauffeuer verbreitet, von Woche zu Woche wurde es immer besser. Auf Ibiza gilt das Gesetz, dass du automatisch eine gute Party hast, wenn du die Saison-Arbeiter bzw. die Ibizenkos selbst zu Gast hast. Und genau das war der Fall. Im Laufe der Saison hatten wir Dennis Ferrer, Breach alias Ben Westbeech, Richy Ahmed, WAFF, Dense & Pika und viele mehr zu Gast und jeder Act war super.
Sidney: Der Club an sich ist auch einfach genial. Man könnte ihn fast die „kleine Panorama Bar von Ibiza“ nennen. Hinter dem DJ geht irgendwann die Sonne auf und man genießt einen unglaublichen Blick auf Gebirge, Wald und weiter hinten auch Ibiza Stadt. Alles wird in Gold getränkt und die gesamte Stimmung wechselt sich, als hätte man zwei verschiedene Partys. Man spielt automatisch grooviger, atmosphärischer, mit Vocals und mit wesentlich mehr Gefühl, statt permanent Peaktime. Die meisten Leute kannten vor dieser Saison den Club noch nicht und auch die Lage ist nicht gerade so, dass man mal kurz für ein paar Minuten vorbeischaut. Aber es hat gut funktioniert.

Ihr habt die gesamte Saison über auf der Insel gelebt. Wie sah euer Alltag dort aus?

Santé: Wir hatten über die gesamte Saison ein Haus, welches Sidneys Mutter im vergangenen Jahr aufgetan hat. Es war in Talamanca genau an der Leuchtturmspitze und somit super zentral, aber dennoch ruhig gelegen. Wir hatten dort auch direkten Zugang zum Meer und haben das sehr genossen. Ansonsten haben wir unter der Woche ein paar DJs und Kollegen getroffen, ein paar andere Events besucht, tagsüber haben wir im Haus ein kleines Studio aufgebaut und den ein oder anderen Track zusammen gebastelt.
Sidney: Durch die Tatsache, dass es Montags selten einen Direktflug nach Berlin gab und ich die Situation schon aus dem letzten Jahr kannte, haben wir uns entschieden den gesamten Sommer über vor Ort zu sein und von dort zu unseren Gigs zu fliegen. Das war wesentlich entspannter, weil es dir auch nicht die gesamte Woche zerreißt, wenn man ewig unterwegs ist. Ich war eher der Langschläfer, während Philipp schon sehr früh wach war. Als ich wach wurde, hatte er schon seinen Sport gemacht und einen Shake vorbereitet. Direkt um die Ecke gab es ein super Café mit dem Namen Organic Farm, wo man super leckere Sachen bekommen hat. Ansonsten sind wir noch gerne ins Locals Only gegangen und natürlich zu Can Pilot in San Rafael, dem besten Grillrestaurant der Insel. Mit dem Auto haben wir sehr oft alles erkundet und sind zu Stränden gefahren. Ich glaube unser Lieblingsort war Cala Nova, weil wir dort an manchen Tagen Wellen hatten. Wir haben uns dann in einem Sportladen Surfbretter gekauft und sind dann permanent dorthin.

Wellen auf den Balearen?

Santé: Ich glaube, das lag an der vorgelagerten Sandbank, wo das Wasser etwas aufläuft und dann diese Wellen dabei entstehen. An einem Tag haben wir aber einen galanten Gang über den ‚Walk-of-shame‘ hin- gelegt, als wir nach ein paar Recherchen im Internet nach Aguas Blancas gefahren sind, zwei Kilometer diesen steilen Weg runtergelaufen sind um dann in voller Montur mit Brett unterm Arm wie die letzten Vollidioten dort inmitten hunderter Touristen zu stehen, weil absolut keine einzige Welle ging.
Sidney: Außerdem hatten wir auch ein paar Autounfälle. Auf Ibiza fährt ja generell jeder wie er Lust hat oder je nach Zustand wie er gerade kann. Irgendwann haben wir unseren Freund Philip Bader abgeholt und wollten ihn zu seinem Gig ins DC10 fahren. Als wir an einer Kreuzung standen, ist uns mit rund 40 km/h ein Jeep hinten rein gehämmert. Ich bin mit dem Kopf auf den Lenker geknallt, Santé ist ebenfalls durchs Auto geflogen und der einzige, der nichts hatte, war Philip Bader, der kurze Zeit später entspannt sein Set gespielt hat.
Santé: Ja, das war definitiv abgefahren und hat einige Tage an meinem Rücken bemerkbar gemacht. Wir haben die Wochen dort absolut genossen. Mit dem direkten Meerzugang konnten wir unglaublich gut abschalten. Viel Musik haben wir gemacht und auch gemerkt, wie entspannt man dort wird.

Wer an Ibiza denkt, denkt doch automatisch an wilde After-Hours …

Sidney: Das stimmt (lacht). Nach einer unserer Partys haben wir ein paar Leute mit in unser Haus genommen. Das Ganze ist ein wenig ausgeartet und würden wir so sicherlich nicht so schnell nochmal machen. Wir beide gehören eher zur Sorte, die ihr Zuhause sauber und aufgeräumt wiederfinden und zur Ruheoase nutzen möchten.

Seid ihr euch im Laufe des Sommers nicht auf die Nerven gegangen?

Sidney: Doch, definitiv. Aber da wir so super miteinander befreundet sind, ist das recht schnell wieder geklärt. Dafür kennen wir uns einfach auch zu gut. Ich finde am Philipp am geilsten, dass er manchmal einfach so schön asi sein kann und das auch noch raushängen lässt. Ein waschechter Prollo. Führt man das Ganze auf die Residency zurück, hat es mich wahrscheinlich aufgeregt, dass er zum hundertsten Mal den gleichen Track gespielt.
Santé: Ich finde es super an Sidney, dass er viele Dinge nüchtern und weise sieht, obwohl er nicht so alt ist. Er liest ja auch viel der Bub und da muss ich mir eingestehen, dass ich mir über den Sommer recht viel abgeguckt habe, was Entspannt sein angeht. Früher war ich unfassbar schnell aus dem Häuschen und jetzt gar nicht mehr. Herr Charles sieht viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel und das tut gut. Oft frage ich mich mittlerweile bei vielen Dingen „Wie würde Herr Charles das jetzt sehen?“ Wenn ich so recht überlege, geht mir aber genau das gleiche auf den Sack – das alles immer schön ist und so relaxt. Es ist nicht immer alles gut verdammt. Er müsste viel öfter mal sauer sein und ausrasten …

Kommen wir zurück zur Reihe „Do Not Sleep“, bei der Woche für Woche mehrere HunderR raver ausgerastet sind. Wie war das für euch, euer Gesicht plötzlich auf jeder Menge Billboards auf der ganzen Insel zu sehen?

Santé: Wenn man ehrlich ist, träumt jeder DJ einmal davon, sein Gesicht auf einem dieser Plakate auf Ibiza zu sehen. Das war ein unvorstellbares Gefühl, vom Flughafen auf die Schnellstraße zu fahren und in XXL-Größe die Billboards zu zieren. Damit verbunden war aber natürlich auch eine Menge Druck, der meist am Tag der Party eingesetzt hat. Da wir so gut wie immer von Beginn an auf dem Event waren, hatte man diese typische Veranstalter-Gefühle und hat einfach nur gehofft, dass endlich Leute durch die Tür kommen. Und von Gast zu Gast wurde man entspannter.
Sidney: Die Konkurrenz sonntags war auch einfach immens. Solomun im Pacha, Vagabundos im Space, Steve Lawler im Sankeys, Avicii im Ushuaïa. Wir können mehr als glücklich sein, so wie die Sachen verlaufen sind. In den ersten Tagen und Wochen war alles recht surreal. Man sieht sein Gesicht dort oben und hat das Gefühl, dass gerade etwas ganz ganz Großes passiert. Oder als hätte man einen riesigen Sprung gemacht und dabei ganze Level übergangen hat. Für mich als junger Künstler, der noch nicht so lange dabei ist, wie die meisten Main-Acts die auf der Insel den Ton angeben, war und ist das nach wie vor ein Highlight.

Ihr habt die Party gemeinsam mit Darius Syrossian gemacht und jede nacht b2b gespielt. Wie entstand der Kontakt zu ihm und das Konzept?

Santé: Darius habe ich kennengelernt, als er noch Resident bei Steve Lawler war. Sidney kennt ihn ebenfalls von dort. Da wir zu dieser Zeit den gleichen Manager hatten, waren die Wege kurz. Aber so wie es jetzt war, war es nie geplant. Wir wusste, dass wir ein gemeinsames Ding machen wollten. Aber dass wir permanent b2b spielen, war eher eine Idee, die sich im Laufe der Tour herauskristallisiert hat. Da wir meist all night long gespielt haben, war es unfair, wenn jemand von uns den Anfang bzw. den Schluss spielen musste. So haben wir recht schnell festgelegt, dass wir die gesamte Distanz gemeinsam bestreiten. So bleibt jeder die gleiche Zeit im Club und macht alle Facetten einer Nacht mit.
Sidney: Wir sind relativ naiv an dieses Projekt herangegangen und haben einfach versucht, unser eigenes Ding zu machen, ohne auf andere Leute hören zu müssen oder sich in fertiges Korsett pressen zu müssen. Vielleicht ist aus dieser Einfachheit, die wir an den Tag gelegt haben, viel Positives entstanden. Hätten wir uns um alles monatelang einen Kopf gemacht und alle Eventualitäten analysiert, hätte der gesunde Menschenverstand ja mit einem ‚Nein‘ antworten müssen.
Santé: Wir verstehen uns blind, man muss sich auf nichts einstellen oder sich verbiegen, um zu etwas beizutragen. Ich habe bei ihm das Gefühl, dass jeder so spielen kann, wie er gerade Lust hat und wir uns wundervoll ergänzen. Das klingt alles total schön und happy, aber es ist in der Tat sehr schwer jemanden zu finden, mit dem es so gut harmoniert.
Sidney: Darius hat noch diesen gewissen oldschooligen Touch mit eingebracht und das war ab und zu schon eine Herausforderung. Irgendwann haben wir dann zumindest eine Reihenfolge festgelegt, dass Santé immer auf Darius‘ Track mixt, weil das dramaturgisch meist besser gepasst hat. Durch die Dauer der Sets hatten wir auch die Freiheit, vieles auszuprobieren und die musikalische Reise in verschiedene Richtungen zu lenken. Ich merke jedenfalls an mir selbst, dass ich in dieser Konstellation anders spiele. Mit Philipp geht es eher in die technoide, düstere Ecke, während es bei Darius jackiger zugeht.

Gab es also Zickereien oder Streit unter euch?

Sidney: Ja, definitiv. Nach dem ersten Event wurden Rundmails verschickt in denen Dinge standen wie „Das war viel zu hart, wir stehen für einen anderen Sound“ und so weiter. Irgendwann hat man sich in der Mitte getroffen und einen Kompromiss gefunden. Man muss natürlich dazu sagen, dass Darius definitiv mehr Erfahrung auf der Insel und auch seine Fanbase dort hat, aber zu „Do Not Sleep“ hat jeder von uns seinen Teil beigetragen und dafür gesorgt, dass das erste Jahr zu so etwas einzigartigem geworden ist.
Santé: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. (lacht)

Wie sind eure Planungen für Ibiza 2016?

Santé: Wir werden auf jedem Fall weiter machen. Politisch passiert auf Ibiza ja quasi im Wochentakt etwas. Und aufgrund der neuen Bewegungen im Space, Amnesia, Pacha und Co. wird es im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich woanders für uns weitergehen. Die Würfel fallen auf der Insel in jedem Jahr neu und die wichtigen Entscheidungen fallen in der Regel erst wenige Wochen vorher. Mal sehen, was passieren wird.

Philipp, wie hat sich dein Label AVOTRE seit dem Start 2012 entwickelt?

Santé: Wir haben in den letzten Monaten sehr viele tolle Releases gehabt, darunter z.B. die „House Lessons“ von Sidney. Dieses Konzept ist so gut angenommen worden, dass wir dadurch eine Reihe machen und schon bald wird der nächste Teil davon kommen von Russ Yallop mit Remixes von Leuten wie wAFF, Jamie Jones, Kenny Glasgow. Diese Namen sprechen ja schon für sich und lassen erahnen, was da kommen wird. Dann werden neue Sachen von Dale Howard und Citizenn erscheinen. Aktuell ist unser guter Freund Onno aus Amsterdam, der uns in den letzten Jahren bestimmt fast 50 Tracks geschickt hat, mit einem Release am Start. Dieses Mal hat es endlich gepasst. Für 2016 ist natürlich auch eine EP von Sidney und mir geplant. Wer für diese extrem gute Entwicklung des Labels verantwortlich ist, ist zum großen Teil auch Sidney weil er seinen Job als A&R sensationell erledigt. Er bekommt die fettesten Demos zugeschickt und hat ein Händchen für gute, junge, talentierte Künstler. Wie Maximilian z.B., der demnächst auf einer Various Artists von uns vertreten sein wird. Während ich mich eher um vieles anderes wie Grafiken kümmere, kann ich mich was den Demo-Part angeht, blind und zu 100 Prozent auf Sidney verlassen.
Sidney: Wenn man so viel Zeit wie wir miteinander verbringen, kann man den anderen relativ gut einschätzen und musikalisch weiß ich ganz genau, was Philipp mag und was nicht. Ich würde unsere soundtechnische Entwicklung als recht urban bezeichnen. Wir sind mit der Zeit härter geworden. Am Anfang haben wir recht europäisch geklungen, mittlerweile sind wir kurz vor Katalognummer 26 und es ist ein großer Touch UK hinzugekommen. Eine Mischung aus jackin’ House mit strammen Beats, allerdings nicht so basslastig und auch nicht Garage-mäßig. Dazu haben Leute wie DJ W!LD, Chris Carrier, DJ Sneak, Agoria und Luca Agnelli beigetragen.

Ihr hattet anfangs das Prinzip ein Original plus einen Remix zu veröffentlichen. Davon seid ihr mittlerweile abgewichen, warum?

Santé: Das stimmt. Es war gut und wichtig, dass wir von unserem Ursprungskonzept weg sind. Wenn die Originale stark genug sind, wäre es unnötig an kreierten Credos bzw. Parameter festzuhalten. Da gehen wir mitt-erweile eher nach Gefühl, statt nach fixen Ideen. Und das tut unterm Strich allen gut. Wir können mittlerweile natürlich aus einem größeren Fundus schöpfen und so spiele ich während meiner Sets super viele AVOTRE-Releases. Einer der Meilensteine des Labels war ohne Zweifel „House Lessons“ von Sidney. Er hat die neue Marschroute festgelegt und steht für AVOTRE wie wohl kein anderer Track.

Was wird in den nächsten Wochen und Monaten passieren bei euch?

Sidney: Im Dezember werden wir gemeinsam in Argentinien auf Tour sein und dann geht es kurze Zeit später in die USA und Brasilien bzw. Mexiko zum BPM Festival. Ich werde im Dezember noch auf True Soul veröffentlichen, wo ich bereits etwas herausgebracht habe. Drei Tracks ohne Remixer und es geht in die Warehouse-Techhouse Richtung.

Santé: Neben der AVOTRE-Tour in Argentinien freue ich mich auch, dass wir über Ostern unsere erste Tour mit dem Label in Australien machen werden. Releasetechnisch kommt von mir im Dezember eine EP auf Saved. Sidney und ich haben noch einen Remix für Crosstown Rebels gemacht, der demnächst erscheint. Im Frühjahr wird dann auch eine Darius, Santé & Sidney-EP auf „Do Not Sleep“ erscheinen sowie im Februar eine EP von mir auf Objectivity. / Rafael Da Cruz

FAZEmag DJ-Set #46: Santé & Sidney Charles – ab sofort und exklusiv bei iTunes:
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Aus dem FAZEmag 046/12.2015