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Seine zweite Langspielreise startet der Frankfurter auf dem “roten Planeten“, sehr ambient, eine Vorschau auf die weiteren 10 Stücke gebend, die explorativ Elektronik in seinen vielfältigen Möglichkeiten darstellt. Das Titelstück beispielsweise schwelt mit düsteren Sounds und im Untergrund gärenden Perkussions immer leicht unter der Oberfläche, baut Spannung auf, hält den Hörer in einem nervösen Verlangen, dass das Thema gleich an die Oberfläche durchbrechen würde/möge. Doch den Gefallen tut er uns (noch) nicht, hält den Spannungsbogen somit aufrecht, leitet zu deepen Housestrukturen über („In Your Soul“, “Thunderstorm“), tastet sich mit verfremdeten Malevoices und einem satten Groove an den Club heran (“Dance With Me“), lässt minimal techy Elemente einfließen (“New Moon“), schickt Ravesignaturen durch die Boxen (“SQ8“) und findet sich in galaktischen Hemisphären mit entsprechender Soundausgestaltung wieder (“Phantom“). Die beiden trancig-melodiösen Stücke gegen Ende überzeugen dann nicht mehr so ganz. Mit einem perkussiven Downbeater (“Fuck That Dope Loop“) verabschiedet sich Sascha von seinem gelungen Longplayer, der nach meinem Geschmack durchaus etwas stringenter in Richtung Darkness hätte verlaufen dürfen. Ein Ansatz, den er bei nächsten Mal komplett verwirklichen sollte. 7/10 Cars10.Becker.