portrait_sascha_sonido_by_bjoern_jansen_4


„Man weiß nie genau, wo die Reise hingeht!“ Treffend formuliert Sascha Christl alias Sascha Sonido seinen eigenen Werdegang als Künstler. In seiner Jugend wurde er vom Sound auf Ibiza angesteckt, brachte daraufhin elektronische Musik nach Konstanz. Seitdem er 21 ist, steht er hinter den Plattenspielern, startete mit Freunden eigene Partys und ein Label namens Sickness Records. 2009 gab er auf diesem sein Debüt „El Contoneo“. Es folgten Platten auf Kling Klong, VIVa Music, Trapez Ltd., Circle Music, Supdub und vielen mehr. Nun steht mit Straight Ahead Music sein eigenes Label in den Startlöchern. Eine weitere Etappe auf seiner Reise.

Über die Beweggründe zu diesem Schritt sagt Sascha: „Im Grunde hatte ich mit einem Partner schon ein Record- und Eventlabel. Jedoch habe ich dieses vor wenigen Monaten verlassen. Nach acht Jahren wollte ich eine Veränderung, und so kam der Gedanke, mit Straight Ahead Music ein neues Label zu gründen, bei dem ich mich noch mehr verwirklichen kann. Bei dem ich die Erfahrungen der letzten Jahre – auch die schlechten – aufs Neue einbringen und viele Dinge besser machen möchte.“ Zu den Künstlern, die auf Straight Ahead Music releasen werden, zählen unter anderem Aldo Cadiz, Anek, Ilario Liburni, Marius Laurentiu und Andrea Bigi. Das erste Release stammt von Pele & Shawnecy, die unter anderem schon auf Heinz Music, Cocoon und Cécille ihre Werke verbreiteten. „Beide zählten zu den Wunschkünstlern, die ich an Bord haben wollte. Dass es jetzt gleich für die Debüt-EP geklappt hat, macht mich umso glücklicher, und es ist auch ein Wegweiser für das Label. Bei unserem ersten gemeinsamen Labelshowcase in Istanbul haben wir es kürzlich schon mächtig krachen lassen.“

Auch abseits der Labelarbeit konnte Sascha auf sich aufmerksam machen. 2011 und 2012 arbeitete er an zahlreichen Releases, letztes Jahr lies er es dafür ein wenig gelassener angehen. „Das Jahr 2013 war eher etwas ruhiger. Das waren zwei richtig starke Jahre mit ordentlichem Output. Dadurch sind viele Auslandsgigs und Remixanfragen reingekommen.“ Zu den Highlights des letzten Jahres zählt für ihn „Adult Disco“ auf Kling Klong, bei dem Release kam ein Remix von Zohki & Rozzle hinzu. Sascha selbst war als Remixer tätig für Pascal Feos, Wally Lopez und Ron Carroll. Er folgt bei seiner Auswahl einer sehr genauen Vorstellung von Musik: „Ich bin da recht breit gefächert in meinem Soundspektrum, ähnlich wie bei meinen Veröffentlichungen – von Deephouse bis Deeptechno. Tagsüber und draußen bei Festivals mag ich es sehr gern fluffig deepgroovigen Underground, etwas funky und tanzbar. Da halte ich gerne das Level konstant über ein längeres Set. Auf jeden Fall aber nicht zu minimal oder zu hart. In Clubs bevorzuge ich aber meist einen etwas treibenden, spuligen ‚Deep Tech‘-Sound gepaart mit groovigen, perkussiven Elementen.“ Auch bei seinem Label, an dem er einige Monate plante, hat Sascha diese Philosophie umgesetzt. „Auf Straight Ahead Music wird kein Track erscheinen, der mir persönlich nicht gefällt oder den ich nicht selbst spielen würde.“

 

Das könnte dich auch interessieren:
Animal Trainer – Die Erweiterung des Horizonts
Henrik Schwarz – Hochdekoriert und mit prall gefüllter Festplatte
Reboot – Tracks mit Rebooterkennungswert

www.facebook.com/saschassonido