Schießerei vor Londoner Club: Teenager wegen Mordes verurteilt

Nach einer tödlichen Schießerei vor einem Club im Süden Londons wurde ein 19-Jähriger des Mordes für schuldig befunden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann im vergangenen März einen 30-Jährigen gezielt attackierte und aus nächster Nähe erschoss.

Das Urteil fällten die Geschworenen am 3. März im Old Bailey, die Verkündung des Strafmaßes steht noch aus. Laut der Anklage lauerte der Täter seinem Opfer etwa 20 Minuten vor dem Club Silks in Catford auf.

„Als er ankam, umkreiste er die Gegend, offenbar auf der Suche nach einem Ziel“, erklärte der Staatsanwalt. Dann habe er sich gegenüber dem Lokal in Stellung gebracht und gewartet. Als der 30-Jährige den Club verließ, sei der Angreifer mit einem Motorroller direkt auf ihn zugefahren, abgestiegen und habe ohne zu zögern geschossen.

Das Opfer hatte keine Chance. „Die Kugel drang durch den Hals in den Schädel ein und blieb dort stecken“, erläuterte der Staatsanwalt weiter. Der Mann brach zusammen und starb noch am Tatort.

Der Schütze sei daraufhin zurück zum Haus seiner Großmutter gefahren. Das Motiv der Tat bleibt unklar. Die Ermittler konnten den Angeklagten anhand mehrerer Beweise mit dem Mord in Verbindung bringen. Videoaufnahmen zeigen, dass er bereits Stunden vor der Tat eine „Scheinfahrt“ mit seinem Motorroller zum Tatort unternommen hatte.

Zudem wurde die Adresse, die er als Basis nutzte, von Überwachungskameras erfasst. Handy-Daten belegen, dass er zu relevanten Zeiten dort war. Die verwendete Waffe wurde zwar nicht gefunden, jedoch entsprachen Patronenhülse und Projektil einer Handfeuerwaffe, wie sie auf den Aufnahmen zu sehen ist.

Der Verurteilte bestritt die Tat und behauptete, ein Verwandter sei der wahre Täter. Er nannte ihn lediglich „X“ und gab an, dass dieser die gleiche Adresse in Peckham genutzt habe. Die Jury folgte dieser Darstellung nicht und sprach ihn des Mordes schuldig. Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 4. April angesetzt.

Quelle: BBC / Resident Advisor

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