Im Hamburger Hafen ist dem Zoll ein großer Schlag gegen die Drogenschmuggler gelungen. Auf einem Schiff, das aus Montevideo in Uruguay kam, fanden die Beamten 211 Sporttaschen, die mit Kokain gefüllt waren. Die Ladung, die als Sojabohnen deklariert war, sollte eigentlich ins belgische Antwerpen ankommen, doch die Fahnder konnten den Schmugglern ein Schnippchen schlagen.

Nach einer Risikoanalyse eines verdächtigen Containers wurde die Drogenlieferung entdeckt. Insgesamt wogen die 4.200 Pakete knapp fünf Tonnen. Das ist ein Rekordfund im Hamburger Hafen und sogar in ganz Deutschland. Laut Schätzungen hätte das Kokain mehr als eine Milliarde Euro einbringen können.

Inzwischen sind die Drogen unter strenger Geheimhaltung und natürlich mit ausgiebigen Sicherheitsvorkehrungen vernichtet. Nicht so, wie ihr jetzt wahrscheinlich denkt. Da nur ein geringer Prozentsatz der unzähligen Container aus Übersee kontrolliert werden kann, ist das Verschiffen von Drogen eine beliebte Art der Drogenkartelle, um ihre Ware an den Mann oder die Frau zu bringen. Diese gigantische Menge ist jedoch selbst für den Hamburger Hafen außergewöhnlich.

Bereits jetzt haben die Behörden in diesem Jahr mehr Kokain beschlagnahmt, als je zuvor in einem Jahr beschlagnahmt wurde. Deutlich mehr als sieben Tonnen Kokain wurden bisher sichergestellt. Das toppt sogar das bisherige Rekordjahr 2017. Zum Vergleich: 2018 wurde in den Niederlanden, Belgien, Spanien und Frankreich rund 90 Tonnen Kokain aus dem Verkehr gezogen. Der größte Einzelfund wurde allerdings in Philadelphia gemacht. Dabei wurden rund 18 Tonnen Kokain sichergestellt, die auf dem Weg nach Rotterdam waren.

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