Sexuelle Nötigung: Londoner DJ und Label-Gründer verurteilt

Der in London ansässige DJ und Labelgründer Miguel Estevez ist wegen sexueller Nötigung verurteilt worden.

Der heute 37-Jährige war über Jahre in der Dance-Musikszene aktiv und bekleidete zahlreiche Positionen als DJ, Promoter und Kurator. Die Verurteilung bezieht sich auf einen Vorfall aus dem Jahr 2019.

Laut Metropolitan Police ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden des 2. März 2019 in einem Taxi im Londoner Stadtteil Islington. Am 20. August 2024 wurde Anzeige erstattet, am 1. Dezember desselben Jahres erfolgte die Festnahme wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung.

Am 17. Juli 2025 wurden zwei Anklagen wegen sexueller Nötigung einer Frau ab 16 Jahren formell erhoben. Die Anhörung fand am 31. Oktober im Highbury Corner Magistrates Court statt, wo Estevez Puerto schuldig gesprochen wurde. Die Urteilsverkündung erfolgte am 9. Dezember.

Im Rahmen der Bewährungsauflagen trägt Estevez Puerto eine elektronische Fußfessel. Zudem wurde ihm für 120 Tage bis zum 8. April 2026 der Konsum von Alkohol untersagt. Er muss sich den Anweisungen eines Bewährungsbeamten unterziehen und an Rehabilitationsmaßnahmen teilnehmen.

Zusätzlich wurde eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet ca. 734 Euro verhängt. Die Auflagen beinhalten außerdem verpflichtende Aktivitäten von bis zu zehn Tagen Dauer, sofern diese angeordnet werden.

Die Maßnahmen sollen laut Behörden der Kontrolle und Resozialisierung dienen. Estevez Puerto war seit über einem Jahrzehnt Teil der Londoner Clubkultur. 2013 gründete er das Event Tuckshop Music sowie das Label Tuckshop Recordings und legte dort als Resident-DJ unter dem Namen Miguel E auf.

Zudem moderierte er Radiosendungen auf Balamii und Netil Radio. Darüber hinaus arbeitete er freiberuflich für mehrere bekannte Institutionen der Szene, darunter Rinse FM und FABRICLIVE im fabric Club.

Eine Stellungnahme von Rinse FM blieb aus. Fabric äußerte sich deutlich zur Verurteilung. Ein Sprecher erklärte: „Es ist unerlässlich, dass die Sicherheit aller Beteiligten in der Nachtclubszene höchste Priorität hat.“

Weiter hieß es: „Fabric verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Missbrauch und Belästigung und wir machen dies im gesamten Veranstaltungsort, gegenüber unserem Team und unserer Community deutlich.“

Quelle: Mixmag

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