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Das ersehnte, richtige dritte Album von Shlohmo erscheint. Der in Los Angeles wohnende Künstler setzt mit „Dark Red“ dort an, wo er mit seinen letzten Releases aufgehört hat. Kraftvolle, ausdrucksstarke Melodien, die sich als Untermalung für Filme eignen würden, gebannt auf eine CD. Trotz de fehlenden Dimension, erzählen seine Songs bildhafte Geschichten. „Ich weiß jetzt eher, was ich sagen möchte“, gab er im Interview an. Die zusätzliche Erfahrung, die er seit „Bad Vibes“ vor vier Jahren sammeln konnte, merkt man in jedem Eck dieses umwerfenden Albums. Henry Laufer spielt mit Gefühlen, Stimmungen, Geschwindigkeiten – es ist ein beeindruckendes Werk. Immer mit einer Spur LoFi und Witz in den Songs, bringt „Dark Red“ selbst einem Breakbeat-Skeptiker wie mir ein Lächeln ins Gesicht. Wunderbar gespielte Percussion paart sich hier mit gewaltigen Wogen von Synthesizerflächen, immer tiefer zieht Shlohmo den Hörer in seine eigene Klangwelt. Inception-mäßig steigt man mit jedem Song eine Ebene tiefer, bis man am Ende nicht mehr weiß, was nun real ist und was nicht. Fest steht nur, dass man eine Stunde lang dem Werk eines ausgezeichneten jungen Musikers zugehört hat. 10/10, BRNK.