SINEE
Tipp des Monats

Hallo Freunde der elektronischen Musik! Seit über zehn Jahren gibt Björn Torwellen Workshops im Bereich der elektronischen Musikproduktion. Mit der Gründung der SINEE in Köln ermöglicht er vielen Interessierten und Anfängern, aber auch Fortgeschrittenen und Vollprofis noch tiefer in die elektronische Musikkultur einzutauchen. Auf der Homepage und dem Shop der SINEE findet ihr viele verschiedene Tutorials und Masterclasses, aber auch Templates, Sample-Packs und das eigene Plug-In Kikzilla. Das ultimative Techno-Plug-In für eure Bassline! Und wisst ihr was? Ab diesem Monat bekommt ihr in jeder Ausgabe des FAZEmags exklusive SINEE-Tipps und -Tricks rund um das Thema Musikproduktion. Also lasst uns gemeinsam in ein neues Jahr mit verbesserten Produktionen starten und direkt mit dem wohl wichtigsten Thema beginnen, wenn es um Clubmusik geht – der Kick-Drum.

Sechs Sounddesign-Tricks für professionelle Kick-Drums:

1. Low Cut
Die Kick muss im Club drücken. Aber das bedeutet nicht das sie voll mit Sub Bass ist – ganz im Gegenteil. Die super tiefen Frequenzen nehmen deinem Track sämtliche Energie und statt einer drückenden Kick Drum bekommst du nur „Matsch“. Setze deinen Lowcut bei Ca. 20-30 Hz. In Ableton nutzt du dafür am besten den EQ 8 mit dem Lowcut (x4). Noch besser geeignet sind aber sogenannte Linear Phase Equalizer. Zum Beispiel der FabFilter Pro-Q 3.

2. Tiefe, Mitten & Bass-Boost
Wenn du mit einem EQ deinen Bass anheben möchtest, versuch doch zuerst einmal die Frequenzen zwischen 200 und 500 Hz rauszunehmen. Dafür nutzt du am besten einen Bell EQ und setzt einen Dipp. Oft reicht es schon, wenn du die unteren mitten um – 3dB absenkst. Automatisch wird deine Kick druckvoller klingen. Anschließend kannst du den Druckpunkt deiner Kick leicht anheben.

3. Pultec-Trick
Der Pultec, oder auch Programmer-EQ genannt, ist ein echter Hardwareklassiker. Mittlerweile gibt es zahlreiche Plug-in-Emulationen auf dem Markt. Wenn du mit dem Pultec-EQ das Tiefeband anhebst und gleichzeitig absenkst, bekommst du einen ganz subtilen Druck. Fun Fact: Dieses Vorgehen war bei der Entwicklung des Pultecs so nie gewollt.

4. Gainstaging
Klingt erstmal komplizierter als es ist. Schau einfach, dass deine Kickdrum in keiner Processing Stufe zu laut wird. Wenn du schon mit 0 dB in den EQ gehst, kannst du keine Frequenz mehr mit einem EQ anheben, ohne sofort zu übersteuern. Einige Plug-Ins reagieren außerdem sehr empfindlich auf zu „heiße“ Pegel. In Ableton kannst du ganz einfach deinen Pegel vor jeder Stufe mit dem Utility anpassen.

5. Saturation, Overdrive, Distortion
Auch wenn deine Kick Drum soft klingen soll, Obertöne sind wichtig! Vor allem, wenn dein Track auch auf kleineren Lautsprechern wie Mobile Devices gut hörbar sein soll. Außerdem bekommt deine Kick Drum neben mehr Druck auch die nötige Wärme. Ganz gleich, ob voll verzerrt oder nur leicht gefärbt – Saturation hinter der Kick hilft wahre Wunder!

6. Mono-Kompatibilität
Bass, also eben auch deine Kick-Drum, sollte immer Mono sein. Setze ein Tool hinter deiner Bass- und Kick-Gruppe mit dem du deine Stereobreite frequenzabhängig einstellen kannst. In Ableton kannst du das mit dem Utility realisieren. Setze den Utility ans Ende deiner Kette und klicke auf „Bass Mono“.

 

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