Elektronische Lieder (Low Spirit)

Low Spirit beschert uns die erste Ausgabe ihrer elektronischen Bravo Hits. Alles, was Rang und Namen in der Riege der Tanzmusikartisten hat, findet sich auf dieser Compilation. Namen wie Tok Tok, Westbam und Nena, 2raumwohnung, Märtini Brös, Jürgen Paape, Deichkind, Moguai, Turntablerocker und-und-und-und-und sprechen für sich. Wer also auf der Suche nach einer Sammlung der erfolgreichsten und dazu halbwegs crediblen Clubtracks ist, der sollte hier zuschlagen....

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Lounge Electrique IV – The Pro Vinyl Magic Sessions (ZYX)

Dusan Heric, der Besitzer des Frankfurter Plattenladens Pro Vinyl, hat ein wenig in seiner Plattenkiste gestöbert und seine Lieblingstracks zusammengetragen. Eigentlich ne tolle Sache, hat fast so viel Charme wie das alte Kassetten zusammenstellen, um irgendwelchen Mädchen zu imponieren – ob das jetzt der (heimliche) wahre Grund für die Existenz dieser Compilation ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist: auf dieser Zusammenstellung gibt’s wirklich prima Musik zu hören. Auch wenn hier und da die verschiedensten Stilrichtungen aufeinandertreffen (oder fast -prallen). Sensoramas „Echtzeit“ macht Bekanntschaft mit „Redlight District“ von Anthony Rother; Senor Coconut gibt sich die Hand mit Akufen. Manchmal scheint es, als wollte Heric zeigen, wie viele verschiedenen Styles er bieten kann. Trotzdem: viel gute Musik auf einem Haufen und wer nicht so engstirnig ist wie der d2000-Musikrezensent, der freut sich sicherlich über diese Zusammenstellung....

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Quarashi – Jinx

Sölvi, Hössi, Steini und Omar sind Quarashi. Und wer so lustige Namen hat, laute Instrumente spielen kann und dazu auch noch aus Reykjavik kommt hat es prinzipiell verdient, von der Weltöffentlichkeit beachtet zu werden und infolge dessen unheimlich erfolgreich, reich und sexy zu werden. Den Vorzeichen nach sollte das eigentlich auch klappen. Denn ohne Frage rocken die vier Isländer mit ihrem bereits dritten Album „Jinx“ alles in Grund und Boden. In bester Beastie Boys-, Rage Against The Machine- oder Prodigy-Tradition, schmettern die Vier ihre Melange aus Rock, Hip Hop, BigBeat und einer großen Portion Rock ´n Roll bei der kein Lautstärkeregler leisegedreht bleibt und bei jeder Nachbar garantiert einen Nervenzusammenbruch bekommt. Genau die richtige CD für die 4/4-909-Bassdrum-freie Zeit. Und wer keine Angst vor bratzigen Gitarren hat und sich auch nicht zu schade ist, auf schmuddeligen Rockkonzerten ekstatisch hüpfend seine Hände in die Luft zu werfen, der sollte sich „Jinx“ schnellstens in den Warenkorb legen....

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DJ Ender Presents: NuSpirit Helsinki Vol.1 (Guidance Recordings/EFA)

Finnland ist ohne Frage ein Land, dem die Welt viele großartige Dinge verdankt. Man denke da nur an die Sauna, das skispringende Multitalent Matti Nykänen oder auch eine der beliebtesten Spirituosen überhaupt: den Wodka. Manche Wodkasorten taugen lobenswerterweise nicht nur zum Trinken, wie uns beispielsweise Finlandia Vodka beweist, denn die findigen Finnen haben kürzlich die Veranstaltungsreihe „Finlandia Vodka Fresh Styles“ ins Leben gerufen, bei der in speziell gestalteten Clubnächten verschiedene finnische Elektro- und Dance-Acts die Bandbreite der finnischen Clubkultur präsentieren sollen. Den Anfang zu dieser Reihe macht das 14köpfige Elektro-Jazz-Kollektiv Nuspirit Helsinki, das in letzter Zeit vermehrt durch hochkarätige Produktionen in bester Kruder & Dorfmeister- oder 4Hero-Tradition auf sich aufmerksam gemacht hat. Auf insgesamt vier Konzerten werden ab Dezember DJ Ender und seine Mannen ihre eingängige Mischung aus NuJazz, Ambient, Dub und NuSoul dem deutschen Publikum präsentieren. Als Vorgeschmack auf die Tour liefert Ender heute schon ein wunderbar gemixtes Album, das das musikalische Spektrum von Nuspirit Helsinki zeigt. Verrauchte Live-Jazz-Arrangements, melodische Nu-Soul-Grooves oder düstere, sanft gebrochene Beats, dazu Housebeats oder brasilianische Sounds. Tolle CD. Da gibt´s gar keine Diskussionen....

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They Actually Like The Records They Release (Shifty Disco)

Aha, die Leute von Shifty Disco mögen also ihre Platten. Was man aber auch sehr gut nachvollziehen kann, denn was den Hörer auf dieser Werkschau erwartet, sind zwölf gut gelaunte Gitarrenpopsongs von sieben Künstlern aus dem Shifty-Disco-Repertoire. Unbeschwerte Songtitel wie „Summertime Girlfriend“ oder „Gettin´ High With Jesus“ zeugen von einer entspannten Herangehensweise an die Materie – jede Menge ohrenschmeichelnde Musik für Frohnaturen; immer mit einem sympathischen Augenzwinkern und einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen. Musik von Leuten, mit denen man gern mal ein Bier trinken gehen würde....

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Chiller Waves (AP Records)

Und noch eine ChillOut-Compilation. Diesmal allerdings weniger was für cocktailschlürfende Werber, die allabendlich in der angesagtesten Lounge der Stadt ihre Kreise ziehen. Viel passender ist die „Chiller Waves“-Compilation da für die Halbschlaf-Phase nach der exzessiven Goa-Party. Jiga und Jinno von Analog Pussy haben so bekannte Namen wie Chi-A.D., EarGear oder Sonic Fusion mit ins Boot geholt und präsentieren ihre Definition von Ambient. Und dankenswerterweise gibt es hier weniger HipHop- und dopegeschwängerte Wischi-Waschi-Tracks sondern glasklare und sehr angenehme Ambient-Trance-Perlen. Technisch einwandfrei und intelligenter produziert, als man Trance-Aktivisten im Allgemeinen unterstellen mag....

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Fly – Ambient City Lounge (Coolmusic/Edel)

Fly, der ja schon diverse ChillOut-Compilations mit seinen Produktionen bereichert hat, stellt nun mit “Ambient City Lounge” sein erstes Album vor. Allerdings ist man beim Hören doch sehr hin- und hergerissen. Denn einerseits finden sich jede Menge angenehm wabernde, teils düstere Flächen, relaxte Drums, hier und da ein Fender Rhodes oder Wah-Wah-Gitarren, angereichert mit intelligent eingesetzten Samples. Um die 90 bpm. Schön. Wirklich schön. Andererseits wirken die schnelleren Tracks irgendwie dahingeschludert und erinnern stark an die Preset-Pattern aus Yamaha-Synthesizern (was vermutlich auch gar nicht so weit hergeholt, denn Fly hat in der Vergangenheit des öfteren Demosongs für Musiksoftware programmiert). Nett gedacht ist sicherlich der Remix von Klaus Kinskis „Nosferatu“, dieser schliddert allerdings durch seine sehr Enigma-mäßige Produktion haarscharf am Prädikat „grausam“ vorbei. Hätten irgendwann noch die Panflöten eingesetzt, hätte ich allen Ernstes auf den Tisch gekotzt. Der CD-Rom-Teil, programmiert von (achtung!) Clitora Eastwood, soll sicherlich auch ein tolles Gimmick sein, fällt aber im Gegensatz zur übrigen CD noch mehr ab, so dass wir über diesen Bereich einfach mal den Mantel des Schweigens hüllen. Im Endeffekt muss man sagen: das Potential ist sicherlich da und Fly zeigt ja, dass er gute Ambient-Musik produzieren kann. Nur etwas mehr Treffsicherheit wäre wünschenswert gewesen....

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Terracotta Presents: Bombay Spirits (ZYX)

Mit der „Bombay Spirits“-Compilation begibt sich ZYX auf indisches Terrain. „Terracotta“, ein englisch-indisches Projekt, das u.a. den Soundtrack zum UK Feature Film „Bahaji On The Beach“ beisteuerte, würfelt bekannte Ambient-/Chill-Muster mit schnarrenden Sitars und indischen Gesängen zusammen und heraus kommt eine Sammlung bunter, orientalischer Chill-Out-Musik. Mein Fall ist „Bombay Spirits“ nicht unbedingt, trotzdem ist das ganze Projekt in sich stimmig und wer denn auf so was steht, darf sich diese CD auch gerne zulegen. Selbstverständlich....

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Absinth2 – La muse de la bohême (ZYX)

Tjaja, Absinth ist also wieder erlaubt; lange verbotener Likör, Inspiration der Künstler; grüne Fee; usw. etc. pp. bla bla. Wissen wir ja mittlerweile alles. Und trotzdem meint ZYX, noch eine Compilation auf den Markt schmeißen zu müssen, die sich thematisch mit dieser sagenumwobenen Spirituose befasst. Nun gut. Der gemeine Musikredakteur und sicherlich auch der -konsument befürchtet nun an dieser Stelle wieder mal ein fürchterliches Gewaber an klebrigen Klängen, dünnen Downbeats und Delay-verseuchte Frauenstimmen, die leise „Fly away“ oder ähnliche Unnötigkeiten flüstern. Aber weit gefehlt. Absinth2 bietet einen locker-flockigen und vor allen Dingen spaßigen Mix aus House, Dub, Ambient und leichten Breakbeats, der nie sonderlich aufdringlich, aber auch zu keiner Zeit belanglos wird. Endlich mal eine angenehme Compilation, die nicht nur für die platten Stunden auf dem Sofa taugt sondern die man durchaus auch mal auf guten Hauspartys oder Sit-Ins in den Player legen darf. Und jaaaaa, auch gerne ein Gläschen Absinth dazu trinken....

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