Andhim – Toy Toy EP (Superfriends)

Ist verreisen nur physisch möglich? Nein, auch mental: Nur Musik kann einen auf eine imaginäre Reise mitnehmen. Genau das ist die Stärke des verrückten Kölner Producer-Duos Andhim. Mit freshen Beats spannende Soundreisen kreieren. In Erinnerung an ihre Tourneereise durch Südkorea und Japan weben die beiden im housig-technoiden Indie-Dance Sound Erinnerungen in ihr jüngstes EP-Release ein. Exotische Synthesizer und funky Beats erzeugen die so typischen happy Sound-Vibes Andhims. Zwischen den ganzen ungewohnt asiatisch klingenden Perkussion-Elementen zerplatzen kleine Acid-Klangbubbles, rattern Claps und Hi-Hats durch die Nummern, um dann von elegischen Keyboard-Melodiephrasen und träumerischen Synthnebel aufgefangen zu werden. Die frischen Soundstrukturen werden...

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Dominik Eulberg – Mannigfaltig Remixes (Pt. 2) (!K7 Records)

  Es ist der zweite Teil einer feinen Remix-Kollektion des Mannigfaltig- Albums des DJ-Biologen Dominik Eulberg. Letztes Jahr im Spätsommer erzielte dieses einen riesigen Erfolg. Reworks von renommierten Namen der Szene erschienen und nun folgt die Nummer zwei mit Neuversionen Eulbergs Tracks. Artists wie die brasilianische Star-DJ ANNA wandeln die „Sechslinien Bodeneule“ in einen atmosphärisch-kraftvollen Groover um, wohingegen die „Eintagsfliege“ vom italienischen Sounddesigner Donato Dozzy zu einem wunderbar hypnotisierend-glitzernden Ambient-Track umfunktioniert wird. In seiner, für ihn so typischen, tiefgründig-epischen Soundsprache modelliert Recondite „Vierfleck“ zu einer melancholischen Synthesizer-Neuversion um. Produzenten-Duo Hunter/Games beweisen wieder einmal ihr Fingerspitzengefühl für fesselnde Basslines in...

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Bootshaus-Insights August 2020 – mit Kevin Arnold

House- & Techno-Time mit Kevin Arnold Feist – My Moon My Man (Boys Noize Remix) Den Anfang macht einer meiner absoluten Lieblingstracks. Der Remix stammt zwar aus dem Jahr 2007, hat aber immer noch einen festen Platz in vielen meiner DJ-Sets. Ich war damals und bin heute noch großer Boys-Noize-Fan. Seine Alben „Oi Oi Oi“ und „Power“ haben meinen Geschmack für die elektronische Musik maßgeblich mitgeprägt und der „My Moon My Man“-Remix hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Außerdem verbinde ich einen besonderen Moment mit diesem Track. Bei einem All-night-long-Set im Kölner Gewölbe war „My Moon My Man“...

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Detroit Swindle – Coffee In The Morning (Heist)

Das niederländische Duo mit dem Follow-up der letztjährigen EP „The Life Behind Things“ auf ihrem eigenen Label Heist. Der Titeltrack ist wunderbar discoid, funky, warm, aber auch flott – garniert mit Saxophon, Vintage-Feeling und den Vocals von Jitam. Der Remix von Prins Thomas siedelt über in die Cosmic Disco, versprüht über zehn Minuten Leichtigkeit und eine lässige Attitüde. Dazu kommt noch der Track „Move Out The Way“, der uns zu NY Garage katapultiert, mit shuffelnden 909-Percussions und Odlschool-Vibe. So muss Kaffee schmecken und wirken. 9/10 Terence Trance...

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Blancmange – Blind Vision & Living On The Ceiling/Honey Dijon & Roman Flügel Remixes (London)

Die 80er-Jahre Kult-Band Blancmange bekommt einen Remix-Doppelpack für zwei ihrer größten Hits, verteilt auf zwei EPs. Das New-Wave-Duo war bekannt für seinen Synthie-Sound, der garniert wurde mit indisch-orientalischen Klängen und der prägnanten Stimme von Sänger Neil Arthur. EP 1 kommt von Honey Dijon, die sich „Blind Vision“ vorknöpft und daraus einen sehr eleganten klassischen uplifting House-Song macht, der auch einen leichten NYC- und Disco-Touch transportiert. Das Ganze gibt es dann auf der B-Seite als Instrumental-Version. Roman Flügel auf EP 2 bearbeitet „Living On The Ceiling“, startet sehr entschlackt, nutzt einen sehr akzentuierten, minimalistischen Flow, der immer noch genug 80er...

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WhoMadeWho – Synchronicity I (Kompakt)

Der Sound der drei Kopenhagener-Boys bewegt sich irgendwo zwischen smoothen Electronika, Melodic Techno und ab und zu klingt ein wenig Downtempo oder Indie-Dance an. Hauptsache nie die klangliche Stagnation erreichen, so die Devise WhoMadeWhos, bestehend aus Tomas Barfod, Tomas Høffding und Jeppe Kjellberg. Das Trio ist seit mindestens zwei Jahren nicht mehr aus der elektronischen Musikszene wegzudenken, denn es wird vor allem für seinen Hang zu innovativ-organischen Soundstrukturen und seine besonderen Live-Auftritten geschätzt. Eine ganz eigene WhoMadeWho-Soundsprache, die sich vor allem durch den typisch sonoren, leicht-meditativen Gesang Jeppe Kjellbergs charakterisiert. Ihr jüngstes Release besteht aus vier gemeinsamen Kollaborationen mit...

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Mr Oizo feat. Roméo Elvis – Pharmacist (Ed Banger)

Mr Mizo ist wieder da und versorgt uns mit seiner neuen EP – einer giftgrünen 10Ich – wie gewohnt mit seinem schrägen Signature-Sound. Mit an Bord hat er Sänger Roméo Elvis, der leger seine Vocals über die elktroid-gebrochenen Beats legt, die ihrerseits immer wieder innehalten, aufbegehren, herumalbern und zwischendurch mal marschieren. Die B-Seite schließt nahtlos an, der Trip geht weiter, macht sogar kurz Station bei „Flat Beat“. Etwas überdosiert, aber dennoch schmackhaft. Dance like a pharmacist. 7/10 Tech...

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T. Raumschmiere / Voigt & Voigt – Speicher 111 (Kompakt)

Ja, da ist die Quarantäne-EP von Kompakt Records. „Bass ballert vom Balkon“ lässt uns T.Raumschmiere wissen, schiebt den Bass und seine Roboter-artigen Vokal-Fragmente über das Balkongeländer und raucht entspannt ne Kippe dabei. Die Nachbarschaft bebt, hört jeden Ton und feiert. Und dann kommt auch noch der „Basstard“ von nebenan dazu, die Gebrüder Voigt. Die wippen und wuppen und drücken sich gemächlich aber unaufhaltbar an die Bassfront. „Er meint, du wärst ein hinterfotziger Basstard“, schallt es dann aus den Boxen und die Nachbarschaft tobt. Kölscher Kompakt-Techno wie wir ihn kennen und lieben. 9/10 Bastian...

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Frankey- Sing (Poker Flat)

Frankey, eigentlich Frank Beckers, ist einer der beiden Künstler des Berliner Duos Frankey & Sandrino. Nachdem die beiden schon mehrere Veröffentlichungen auf großen Labels wie Diynamic, Innervisions etc hatte, bringt er nun seine zweite EP auf dem Label Poker Flat raus. Die A-Seite der EP beinhaltet den Track „Sing“, der neben einem darken Beat, stark esoterisch klingt. Der gleichmäßige Rhythmus wird von vereinzelten Piano-Einspielern unterbrochen und die spielerische Bassline bringt in Kombination mit der deutlichen Snare eine besondere Stimmung in den Track. Zerstreute Sounds lassen den Song sphärisch klingen. Ein einzigartiger Vokal unterstützt den treibenden Rhythmus. Die B-Seite hält...

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Ash Roy & 8-Bit Culprit – Triptower Remixed EP (Soupherb Records)

Supherb-Labelchef Ash Roy und 8-Bit Culprit brachten vergangenes Jahr erfolgreich ihre gemeinsame „Triptower-EP“ heraus. Nun wollen sie das beatvolle Feuer neu entfachen und releasen mit ausgewählten Reworks die „Triptowered Remix EP“. Wie auch bei den Originalen stehen eindeutig die Beatstrukturen im Vordergrund. Nur sehr nüchtern werden die melodischen Samples und verspielten Synth-Elemente gehalten. Pulsierender die Synths, treibendere Beats und vor allem mehr Soundtiefen durchziehen alle Neuproduktionen. Der Titeltrack „Triptower“ erhält gleich zweimal eine Neuversion. Die erste Rework kommt von dem Russen Maksim Dark und bringt eine eher raue Industrial-Soundfarbe mit hinein. Die zweite Version des japanischen Produzenten SUDOs verwandelt...

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Volkoder – Danger (Repopulate Mars)

Spätestens seit seinem Release „How“ auf Dirtybird hat sich Volkoder in unsere Herzen und Tanzbeinchen gespielt. Mit seinem neuen Release auf RPM bringt er uns ein wenig poppigeren Techhouse, der vor allem von der wuchtigen Bassline und den wunderschönen Vocals getragen wird. In „By My Side“ kommen noch tolle Piano Samples ins Spiel, die dem Ganzen endgültig einen poppigen Anstrich geben, nur um nach dem Break wieder düster und techhousig voran zu preschen. Das ist dann eher so Wohlfühlhouse für die Mädels auf der Terrasse, aber wie gewohnt wunderbar produziert und harmonisch. 8/10...

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Frank Wiedemann – Granville (Chorus)

Raue Synths knallen mit wei-chen Beats aus der Tiefe und eröffnen das neue Release „Granville“ auf dem Kölner Chorus Label Marcus Worgulls. Dieses Mal kommt die EP von der zweiten Hälfte des Duos „Âme“ – Frank Wiedemann. Auch in „Granville“ zeigt er wieder seine Vorliebe für experimentelle Klänge, greift zu mutierenden Soundstrukturen, sanften Acid-Geblubber und lässt Tonfolgen mal ab-, dann aber auch wieder aufsteigen. Frische Dissonanzen, die in spiralförmigen Crescendi austrudeln verbindet Wiedemann gekonnt mit pulsierenden Beats. Die Nummer zwei „Themroc“ ist ähnlich temperamentvoll, aber weist eine groovigere, emotionale Klangflexibilität auf. Die gepitchten Vocals lässt Wiedemann mit dubbigen Grooves verschmelzen...

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