Extrawelt – Little We Know EP (Traum Schallplatten)

Nach langer Pause kehren Extrawelt auf ihr langjähriges Stammlabel Traum Schallplatten zurück und präsentieren hier ihre neue EP „Little We Know“. Los geht es mit „Mr Wednesday“, einem changierenden und abwechslungsreichen Technotrack mit Stimmungswechsel, kreischenden Synths, roboterartigen Vocalfragmenten und voller Energie. Der Titeltrack „Little We Know“ ist ein gewaltiges Tech-Funk-Monster mit melancholischer Aura, rollt aber nochmal spitzzüngig die Bassdrum aus und überrascht mit Melodie. „SEM“ hingegen minimal runtergeschraubt und mit Dub-Elementen und einem schneidigen Tempo. Die HiHat führt uns elegant in den weiten Techno-Kosmos. Extrawelt – so schön kann Techno sein, wenn man nicht nur auf Dancefloor schaut. 10/10...

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Bootshaus-Insights Oktober 2020 – mit Björn Grimm

  Björn Grimm presents … Ich und so Es gibt viele musikalische Werke, die man sicherlich in eine sinnvolle Reihenfolge bringen könnte, um sie dann wiederum mit vielen wohlklingenden Worten zu umschreiben. Natürlich muss man klar differenzieren zwischen Warmup, Peaktime und Closing. Dazu kommt auch noch die Musik, die ich eher zu Hause höre (denn: Nein, ich höre natürlich nicht 140 BPM-Techno zu Hause beim Kochen).   Daher stelle ich im Folgenden ein paar Tracks heraus, die ich spielen würde, wenn wir kein Corona hätten und ich normal in einem Club spielen würde. Also keine uralten Kamellen, sondern neues...

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Avasono – Terrace (Inspired By Trees Records)

Der Schweizer Produzent Avasono liefert die Katalognummer 11 – seine Premiere auf dem Label. „Terrace“ ist ein gefühlvoller Track, der auf charmante Art und Weise die Dancefloors erobert, ohne dabei aber den Druck zu vernachlässigen. Eine verspielte Melodie tänzelt durch die deepen und organischen Beats, voller Wärme und Freude. Dazu gibt lese einen Remix von Amsterdamer Producer R/Tistique, der hier die epische und Ambient-artige Flächen einbaut, die sich atmosphärisch und jauchzend über die harmonischen Beats und Synth ergießen. Wundervoll – zwei sehr überzeugende Tracks. 10/10 Tech Guardiola...

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The Future Is Ours EP – World Peace Day Anthem (Studio3000)

  Der gute Jens hat mit mir ja mal so schnell hoppladihopp letztes Jahr den Release knapp drei Wochen vor der Love World Peace Parade I im letzten Jahr hinbekommen, das aber nur, weil wir uns schon seit Ewigkeiten aus Kassel ca. 1994 kennen – vom Auflegen. Das verbindet über die Jahre hinweg einfach. Dieses Jahr habe ich mich mal dezent zurückgehalten und anderen Künstlern den Vortritt gelassen. Wir haben hier Interpretationen von Alejandro Alvarez, Guiseppe Castani, Jens Lissat & Christoph Pauly, Leroy Thornhill sowie Tezz und keinem geringeren als dem legendären Tom Wax in alter Größe, der in...

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Bootshaus-Insights September 2020 – mit Elle Rich

Flux Pavillion – I Can’t Stop Es gibt so viele großartige Lieder, dass ich mich auf diejenigen beschränke, die mein Herz berührt und für unvergessliche Momente gesorgt haben. Mit „I Can’t Stop“ entdeckte ich meine Liebe zu Dubstep und es ist mein Garant für Gänsehaut und positive Vibes. Der euphorische Sound zieht einen immer in seinen Bann und ein Edit oder Remix findet fast immer seinen Weg in mein Set. Ein Lied für jedermann!   Freaky – Smoke Dieser Song hat einen speziellen Platz in meinem Herzen. Als im letzten Jahr ein Traum in Erfüllung ging, eine großartige Tour...

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Roger & Brian Eno – Luminous (Deutsche Grammophon)

Im März veröffentlichten die Eno-Brüder ihr erstes gemeinsames Studioalbum „Mixing Colours“. 18 Ambient-Tracks über das Wesen von Klang und Zeit. Die Reise geht nun weiter, Roger und Brian legen sechs neue Tracks plus den Bonustrack „Pewter“ nach, der bisher nur in Japan erhältlich war. Wieder sind die Titelnamen nach Farben benannt und auch hier tauchen die beiden in schimmernde Ambient- Landschaften ein. Die Tracks in ihrer Fragilität und Einfachheit sind schlicht schön, meditativ und ergreifend. Wundervolle Pianoklänge tragen uns sanft in einen angenehmen und abgerückten Dämmerzustand und lassen uns die Zeit vergessen. 10/10 Chillian...

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Andhim – Toy Toy EP (Superfriends)

Ist verreisen nur physisch möglich? Nein, auch mental: Nur Musik kann einen auf eine imaginäre Reise mitnehmen. Genau das ist die Stärke des verrückten Kölner Producer-Duos Andhim. Mit freshen Beats spannende Soundreisen kreieren. In Erinnerung an ihre Tourneereise durch Südkorea und Japan weben die beiden im housig-technoiden Indie-Dance Sound Erinnerungen in ihr jüngstes EP-Release ein. Exotische Synthesizer und funky Beats erzeugen die so typischen happy Sound-Vibes Andhims. Zwischen den ganzen ungewohnt asiatisch klingenden Perkussion-Elementen zerplatzen kleine Acid-Klangbubbles, rattern Claps und Hi-Hats durch die Nummern, um dann von elegischen Keyboard-Melodiephrasen und träumerischen Synthnebel aufgefangen zu werden. Die frischen Soundstrukturen werden...

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Dominik Eulberg – Mannigfaltig Remixes (Pt. 2) (!K7 Records)

  Es ist der zweite Teil einer feinen Remix-Kollektion des Mannigfaltig- Albums des DJ-Biologen Dominik Eulberg. Letztes Jahr im Spätsommer erzielte dieses einen riesigen Erfolg. Reworks von renommierten Namen der Szene erschienen und nun folgt die Nummer zwei mit Neuversionen Eulbergs Tracks. Artists wie die brasilianische Star-DJ ANNA wandeln die „Sechslinien Bodeneule“ in einen atmosphärisch-kraftvollen Groover um, wohingegen die „Eintagsfliege“ vom italienischen Sounddesigner Donato Dozzy zu einem wunderbar hypnotisierend-glitzernden Ambient-Track umfunktioniert wird. In seiner, für ihn so typischen, tiefgründig-epischen Soundsprache modelliert Recondite „Vierfleck“ zu einer melancholischen Synthesizer-Neuversion um. Produzenten-Duo Hunter/Games beweisen wieder einmal ihr Fingerspitzengefühl für fesselnde Basslines in...

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Bootshaus-Insights August 2020 – mit Kevin Arnold

House- & Techno-Time mit Kevin Arnold Feist – My Moon My Man (Boys Noize Remix) Den Anfang macht einer meiner absoluten Lieblingstracks. Der Remix stammt zwar aus dem Jahr 2007, hat aber immer noch einen festen Platz in vielen meiner DJ-Sets. Ich war damals und bin heute noch großer Boys-Noize-Fan. Seine Alben „Oi Oi Oi“ und „Power“ haben meinen Geschmack für die elektronische Musik maßgeblich mitgeprägt und der „My Moon My Man“-Remix hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Außerdem verbinde ich einen besonderen Moment mit diesem Track. Bei einem All-night-long-Set im Kölner Gewölbe war „My Moon My Man“...

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Detroit Swindle – Coffee In The Morning (Heist)

Das niederländische Duo mit dem Follow-up der letztjährigen EP „The Life Behind Things“ auf ihrem eigenen Label Heist. Der Titeltrack ist wunderbar discoid, funky, warm, aber auch flott – garniert mit Saxophon, Vintage-Feeling und den Vocals von Jitam. Der Remix von Prins Thomas siedelt über in die Cosmic Disco, versprüht über zehn Minuten Leichtigkeit und eine lässige Attitüde. Dazu kommt noch der Track „Move Out The Way“, der uns zu NY Garage katapultiert, mit shuffelnden 909-Percussions und Odlschool-Vibe. So muss Kaffee schmecken und wirken. 9/10 Terence Trance...

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Blancmange – Blind Vision & Living On The Ceiling/Honey Dijon & Roman Flügel Remixes (London)

Die 80er-Jahre Kult-Band Blancmange bekommt einen Remix-Doppelpack für zwei ihrer größten Hits, verteilt auf zwei EPs. Das New-Wave-Duo war bekannt für seinen Synthie-Sound, der garniert wurde mit indisch-orientalischen Klängen und der prägnanten Stimme von Sänger Neil Arthur. EP 1 kommt von Honey Dijon, die sich „Blind Vision“ vorknöpft und daraus einen sehr eleganten klassischen uplifting House-Song macht, der auch einen leichten NYC- und Disco-Touch transportiert. Das Ganze gibt es dann auf der B-Seite als Instrumental-Version. Roman Flügel auf EP 2 bearbeitet „Living On The Ceiling“, startet sehr entschlackt, nutzt einen sehr akzentuierten, minimalistischen Flow, der immer noch genug 80er...

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WhoMadeWho – Synchronicity I (Kompakt)

Der Sound der drei Kopenhagener-Boys bewegt sich irgendwo zwischen smoothen Electronika, Melodic Techno und ab und zu klingt ein wenig Downtempo oder Indie-Dance an. Hauptsache nie die klangliche Stagnation erreichen, so die Devise WhoMadeWhos, bestehend aus Tomas Barfod, Tomas Høffding und Jeppe Kjellberg. Das Trio ist seit mindestens zwei Jahren nicht mehr aus der elektronischen Musikszene wegzudenken, denn es wird vor allem für seinen Hang zu innovativ-organischen Soundstrukturen und seine besonderen Live-Auftritten geschätzt. Eine ganz eigene WhoMadeWho-Soundsprache, die sich vor allem durch den typisch sonoren, leicht-meditativen Gesang Jeppe Kjellbergs charakterisiert. Ihr jüngstes Release besteht aus vier gemeinsamen Kollaborationen mit...

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