Mr Oizo feat. Roméo Elvis – Pharmacist (Ed Banger)

Mr Mizo ist wieder da und versorgt uns mit seiner neuen EP – einer giftgrünen 10Ich – wie gewohnt mit seinem schrägen Signature-Sound. Mit an Bord hat er Sänger Roméo Elvis, der leger seine Vocals über die elktroid-gebrochenen Beats legt, die ihrerseits immer wieder innehalten, aufbegehren, herumalbern und zwischendurch mal marschieren. Die B-Seite schließt nahtlos an, der Trip geht weiter, macht sogar kurz Station bei „Flat Beat“. Etwas überdosiert, aber dennoch schmackhaft. Dance like a pharmacist. 7/10 Tech...

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T. Raumschmiere / Voigt & Voigt – Speicher 111 (Kompakt)

Ja, da ist die Quarantäne-EP von Kompakt Records. „Bass ballert vom Balkon“ lässt uns T.Raumschmiere wissen, schiebt den Bass und seine Roboter-artigen Vokal-Fragmente über das Balkongeländer und raucht entspannt ne Kippe dabei. Die Nachbarschaft bebt, hört jeden Ton und feiert. Und dann kommt auch noch der „Basstard“ von nebenan dazu, die Gebrüder Voigt. Die wippen und wuppen und drücken sich gemächlich aber unaufhaltbar an die Bassfront. „Er meint, du wärst ein hinterfotziger Basstard“, schallt es dann aus den Boxen und die Nachbarschaft tobt. Kölscher Kompakt-Techno wie wir ihn kennen und lieben. 9/10 Bastian...

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Frankey- Sing (Poker Flat)

Frankey, eigentlich Frank Beckers, ist einer der beiden Künstler des Berliner Duos Frankey & Sandrino. Nachdem die beiden schon mehrere Veröffentlichungen auf großen Labels wie Diynamic, Innervisions etc hatte, bringt er nun seine zweite EP auf dem Label Poker Flat raus. Die A-Seite der EP beinhaltet den Track „Sing“, der neben einem darken Beat, stark esoterisch klingt. Der gleichmäßige Rhythmus wird von vereinzelten Piano-Einspielern unterbrochen und die spielerische Bassline bringt in Kombination mit der deutlichen Snare eine besondere Stimmung in den Track. Zerstreute Sounds lassen den Song sphärisch klingen. Ein einzigartiger Vokal unterstützt den treibenden Rhythmus. Die B-Seite hält...

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Ash Roy & 8-Bit Culprit – Triptower Remixed EP (Soupherb Records)

Supherb-Labelchef Ash Roy und 8-Bit Culprit brachten vergangenes Jahr erfolgreich ihre gemeinsame „Triptower-EP“ heraus. Nun wollen sie das beatvolle Feuer neu entfachen und releasen mit ausgewählten Reworks die „Triptowered Remix EP“. Wie auch bei den Originalen stehen eindeutig die Beatstrukturen im Vordergrund. Nur sehr nüchtern werden die melodischen Samples und verspielten Synth-Elemente gehalten. Pulsierender die Synths, treibendere Beats und vor allem mehr Soundtiefen durchziehen alle Neuproduktionen. Der Titeltrack „Triptower“ erhält gleich zweimal eine Neuversion. Die erste Rework kommt von dem Russen Maksim Dark und bringt eine eher raue Industrial-Soundfarbe mit hinein. Die zweite Version des japanischen Produzenten SUDOs verwandelt...

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Volkoder – Danger (Repopulate Mars)

Spätestens seit seinem Release „How“ auf Dirtybird hat sich Volkoder in unsere Herzen und Tanzbeinchen gespielt. Mit seinem neuen Release auf RPM bringt er uns ein wenig poppigeren Techhouse, der vor allem von der wuchtigen Bassline und den wunderschönen Vocals getragen wird. In „By My Side“ kommen noch tolle Piano Samples ins Spiel, die dem Ganzen endgültig einen poppigen Anstrich geben, nur um nach dem Break wieder düster und techhousig voran zu preschen. Das ist dann eher so Wohlfühlhouse für die Mädels auf der Terrasse, aber wie gewohnt wunderbar produziert und harmonisch. 8/10...

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Frank Wiedemann – Granville (Chorus)

Raue Synths knallen mit wei-chen Beats aus der Tiefe und eröffnen das neue Release „Granville“ auf dem Kölner Chorus Label Marcus Worgulls. Dieses Mal kommt die EP von der zweiten Hälfte des Duos „Âme“ – Frank Wiedemann. Auch in „Granville“ zeigt er wieder seine Vorliebe für experimentelle Klänge, greift zu mutierenden Soundstrukturen, sanften Acid-Geblubber und lässt Tonfolgen mal ab-, dann aber auch wieder aufsteigen. Frische Dissonanzen, die in spiralförmigen Crescendi austrudeln verbindet Wiedemann gekonnt mit pulsierenden Beats. Die Nummer zwei „Themroc“ ist ähnlich temperamentvoll, aber weist eine groovigere, emotionale Klangflexibilität auf. Die gepitchten Vocals lässt Wiedemann mit dubbigen Grooves verschmelzen...

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Aera – Prana (Innervisions)

Prana steht im Hinduismus für Leben oder Lebensenergie, und wer schon mal eine Yogastunde besucht hat ist dem Wort mit Sicherheit auch schon begegnet. Der Titel beschreibt die EP insofern gut, da sämtliche Stücke tatsächlich voller Kraft und Energie stecken. Diese schöpfen sie vor allem aus dem ausgefeilten Spiel mit Melodien und Arpeggios, das die vier (digital) bzw. sechs Nummern (Vinyl) auszeichnet. Zwar bleiben die Tracks alle im (Deep-)House verortet, bekommen aber durch die ausgesprochene Musikalität etwas Indie-Pophaftes. Das passt zusammen mit der stets melancholischen Grundstimmung hervorragend zur Ästhetik des Berliner Innervisions-Labels, wo Aera, mit bürgerlichen Namen Ralf Schmidt, bereits...

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Ante Perry – Quarantine (Be An Ape)

Mit „Quarantine“ bringt Ante Perry einen neuen Track heraus und verarbeitet darin die aktuelle Coronasituation. Der Deep-House-Track lebt vom Spannungsverhältnis zwischen Melancholie und Hoffnung – beides ist in ihm spürbar. Dies wird unter anderem durch die Aneinanderreihung von sich abwechselnden Dur- und Mollharmonien erreicht. Die gesummten Vocals, aber auch der Violinsound, der von Katermukke-Artist Paji stammt, bringen eine wunderbare Dynamik in den Track. „Quarantine“ gibt es auch in einer Sunshine Live-Version. Hier wurden Alltagsgeräusche von Hörern des Radiosenders, wie z.B. ein Wasserkocher oder ein Nasenputzen, aufgenommen und von Ante Perry gesampelt und rhythmisch in das Stück eingebunden. 9/10 B....

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Demuir – An Artist Thinketh EP (Heist)

Vier gute, neue Tracks von Demuir auf Heist Nummer 42. Mit einem herrlichen Clubshaker startet „Werq“ auf einem groovenden Basslauf – Vocalssamples, deepe Pianoloops und warme Hintergründe begleiten den pumpenden Flow. Deep House mit wasserfallartigen Synthiekaskaden, gefilterte Spoken Words und ein elektroid ausgestalteter Bass sind die Hauptzutaten von „The 3nity Returneth“ – geeignet zum Aufwärmen oder Highway Drive. Modern Disco Club mit Flächen und catchy 2 auf der 4 incl. spacigen Chords – im Original kommt „“Philippine Sunrise“ nicht so zwingend, „Lady Blacktronikas‘ Sunset Mix“ wummert mit Bass und Kicks schon deutlich in Richtung Prime Time und liefert guten Club House....

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Frank Kvitta & Richard Cleber – BeYourself (Crash!)

Frank Kvitta kann auch es auch minimaler und das beweist er mit seiner neuen Veröffentlichung mit Richard Cleber zusammen und der „Be Yourself“ EP auf dem Label Crash!. Das groovige Original gefällt mir gut und der Remix von Alberto Ruiz ist etwas experimentell und deeper. Wer ein dunkles Brett spielen möchte, sollte sich den Torsten-Kanzler-Remix anhören. Tolle Künstler Auswahl auf der EP und Daumen hoch! 9/10...

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Maksim Dark & Carbon – Just Keep A Place EP (Alula Tunes)

Es schiebt drückt, es drückt, es treibt. Aus dem Hause Alula Tunes kommt ein Banger für dunkle Kellerraves, grellende Strobolichter und schwitzende Crowds. „Just Keep Place“ von Maksim Dark & Carbon erzeugt durch kompromisslose Basstexturen ordentlich Tiefe, die allein schon für Begeisterung auf dem Floor sorgen würde. Obendrüber gibt’s Roboter-like Vocals, kreative Synthiespielereien und wirbelnde Effekte. Labelboss Lampé ist zuständig für den Remix des Titeltracks: Er geht das Ganze etwas sphärischer an, erzeugt einen etwas leichteren Groove und fügt wunderbare Reverse-Sounds hinzu. Man könnte sagen: Das Original ist etwas für die späteren Stunden, Lampés Remix kann schon etwas früher...

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Bootshaus-Insights Juli 2020 – mit EMIN

  Nitti Gritti & Kaku – Pass Out (feat. Gaeko) Nitti Gritti ist so was wie ein Tausendsassa unter den Bassmusik-Künstlern. Was immer der junge Amerikaner musikalisch versucht, scheint zu gelingen. Sein aktuellster Track „Pass Out“, der in Zusammenarbeit mit dem japanischen Produzenten Kaku sowie dem südkoreanischen Rapper Gaeko entstanden ist, ist abermals ein Beispiel dafür. Hier passt alles zusammen. Der trompetenartige Synth, der schon im Intro angeteasert wird, stößt im Drop mit Drums zusammen, deren Knackigkeit geradezu außerirdisch erscheint. Darauf wird eine 808 geschoben, die so schön saturated ist, dass sie nur so dahinbrutzelt. Die Rap-Parts von Gaeko...

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