Aera – Prana (Innervisions)

Prana steht im Hinduismus für Leben oder Lebensenergie, und wer schon mal eine Yogastunde besucht hat ist dem Wort mit Sicherheit auch schon begegnet. Der Titel beschreibt die EP insofern gut, da sämtliche Stücke tatsächlich voller Kraft und Energie stecken. Diese schöpfen sie vor allem aus dem ausgefeilten Spiel mit Melodien und Arpeggios, das die vier (digital) bzw. sechs Nummern (Vinyl) auszeichnet. Zwar bleiben die Tracks alle im (Deep-)House verortet, bekommen aber durch die ausgesprochene Musikalität etwas Indie-Pophaftes. Das passt zusammen mit der stets melancholischen Grundstimmung hervorragend zur Ästhetik des Berliner Innervisions-Labels, wo Aera, mit bürgerlichen Namen Ralf Schmidt, bereits...

Read More

Ante Perry – Quarantine (Be An Ape)

Mit „Quarantine“ bringt Ante Perry einen neuen Track heraus und verarbeitet darin die aktuelle Coronasituation. Der Deep-House-Track lebt vom Spannungsverhältnis zwischen Melancholie und Hoffnung – beides ist in ihm spürbar. Dies wird unter anderem durch die Aneinanderreihung von sich abwechselnden Dur- und Mollharmonien erreicht. Die gesummten Vocals, aber auch der Violinsound, der von Katermukke-Artist Paji stammt, bringen eine wunderbare Dynamik in den Track. „Quarantine“ gibt es auch in einer Sunshine Live-Version. Hier wurden Alltagsgeräusche von Hörern des Radiosenders, wie z.B. ein Wasserkocher oder ein Nasenputzen, aufgenommen und von Ante Perry gesampelt und rhythmisch in das Stück eingebunden. 9/10 B....

Read More

Demuir – An Artist Thinketh EP (Heist)

Vier gute, neue Tracks von Demuir auf Heist Nummer 42. Mit einem herrlichen Clubshaker startet „Werq“ auf einem groovenden Basslauf – Vocalssamples, deepe Pianoloops und warme Hintergründe begleiten den pumpenden Flow. Deep House mit wasserfallartigen Synthiekaskaden, gefilterte Spoken Words und ein elektroid ausgestalteter Bass sind die Hauptzutaten von „The 3nity Returneth“ – geeignet zum Aufwärmen oder Highway Drive. Modern Disco Club mit Flächen und catchy 2 auf der 4 incl. spacigen Chords – im Original kommt „“Philippine Sunrise“ nicht so zwingend, „Lady Blacktronikas‘ Sunset Mix“ wummert mit Bass und Kicks schon deutlich in Richtung Prime Time und liefert guten Club House....

Read More

Frank Kvitta & Richard Cleber – BeYourself (Crash!)

Frank Kvitta kann auch es auch minimaler und das beweist er mit seiner neuen Veröffentlichung mit Richard Cleber zusammen und der „Be Yourself“ EP auf dem Label Crash!. Das groovige Original gefällt mir gut und der Remix von Alberto Ruiz ist etwas experimentell und deeper. Wer ein dunkles Brett spielen möchte, sollte sich den Torsten-Kanzler-Remix anhören. Tolle Künstler Auswahl auf der EP und Daumen hoch! 9/10...

Read More

Maksim Dark & Carbon – Just Keep A Place EP (Alula Tunes)

Es schiebt drückt, es drückt, es treibt. Aus dem Hause Alula Tunes kommt ein Banger für dunkle Kellerraves, grellende Strobolichter und schwitzende Crowds. „Just Keep Place“ von Maksim Dark & Carbon erzeugt durch kompromisslose Basstexturen ordentlich Tiefe, die allein schon für Begeisterung auf dem Floor sorgen würde. Obendrüber gibt’s Roboter-like Vocals, kreative Synthiespielereien und wirbelnde Effekte. Labelboss Lampé ist zuständig für den Remix des Titeltracks: Er geht das Ganze etwas sphärischer an, erzeugt einen etwas leichteren Groove und fügt wunderbare Reverse-Sounds hinzu. Man könnte sagen: Das Original ist etwas für die späteren Stunden, Lampés Remix kann schon etwas früher...

Read More

Bootshaus-Insights Juli 2020 – mit EMIN

  Nitti Gritti & Kaku – Pass Out (feat. Gaeko) Nitti Gritti ist so was wie ein Tausendsassa unter den Bassmusik-Künstlern. Was immer der junge Amerikaner musikalisch versucht, scheint zu gelingen. Sein aktuellster Track „Pass Out“, der in Zusammenarbeit mit dem japanischen Produzenten Kaku sowie dem südkoreanischen Rapper Gaeko entstanden ist, ist abermals ein Beispiel dafür. Hier passt alles zusammen. Der trompetenartige Synth, der schon im Intro angeteasert wird, stößt im Drop mit Drums zusammen, deren Knackigkeit geradezu außerirdisch erscheint. Darauf wird eine 808 geschoben, die so schön saturated ist, dass sie nur so dahinbrutzelt. Die Rap-Parts von Gaeko...

Read More

Yves Deruyter – Darkness EP (FOA)

  Unser belgisches Urgestein Yves Deruyter ist inzwischen auch in 2020 angekommen und beweist dies eindrucksvoll mit dem Titeltrack „Darkness“. Peaktime, Mainfloor, klares Ding. „Push It“ ist ebenfalls druckvoll, enthält aber Acidelemente. „Acid For The Mind“ ist wie man bereits erahnen kann, ebenfalls ein Acidtrack mit schön modulierter, treibender 303. Schönes Ding, welcome back, Yves. 10/10 Manuel...

Read More

Luca Agnelli – Rolling (Filth On Acid)

Gleich die zweite EP in Folge haut der gute Luca aus Italien hier raus. „Rolling“ hält genau, was der Name verspricht mit sehr deutlichem und eindeutigem Fokus auf den Mainfloor. „Long Wave“ ist ein würdiger Support-Track, ebenfalls mit Fokus auf den Mainfloor. Ich finde, diese Nummer ist eine Spur besser als der Titeltrack. Der Stil unterscheidet sich einen Hauch von seinen Etruria Beat-Nummern und entfaltet wirklich seinen ganz eigenen Charme. Großartig! Mehr davon! 10/10 Manuel...

Read More

SUZé – Pearly Gates EP (Iconyc Noir)

Die Hamburger Künstlerin SUZé bringt auf dem Label Iconyc Noir eine EP mit zwei Tracks heraus, die sich im Bereich Melodic House & Techno einordnen lassen. Der Track „Pearly Gates“ wirkt durch die sphärischen Pads und den Melodielauf etwas verträumter, melancholischer, ist aber trotzdem absolut energetisch. „Voice Of The Ego“ weist eine wunderbare Dynamik auf. Mit den rhythmisch interessant gesetzten, männlichen Vocals, die immer wieder im Stück eingestreut werden und trotz- dem nicht zu viel Platz einnehmen, ist dieser Track mein persönlicher Favorit – impulsiv und groovig. Beide Tracks haben 123 bpm und sind für die Peaktime gemacht, um die...

Read More

V. A. – 20 Years Of Terminal M – Future Part 1 (Terminal M)

Die gute Moni hat nun auch mit ihrem Deutschen Exportschlager bereits 20 Jahre Technomusik verbreitet. Für Techno ist das definitiv eine Hausnummer und deshalb schaffte sie es sogar ins Forbes-Magazine. Congrats. Teenage Mutants & Luca Marchese sind mit „Flashlights“ vertreten, voll überzeugend, alle Neune quasi. Metodi Hristov bietet mit „Butterfly Effect“ einen schön groovigen und ver- träumten Beitrag. Drunken Kong sind mit „Pulse“ eben- falls energiereich unterwegs und überzeugen mit eingän- gigem Groove. Der gute Alex Stein überzeugt mit „Speed Of Lights“. Hier stimmt alles. 10/10 Manuel...

Read More

Kaiserdisco – Red Planet EP (KD Raw)

Das hanseatische Duo mit seinem zweiten Release in diesem Jahr auf dem hauseigenen Label KD Raw. Drei Tracks, die uns daran erinnern, wie schön es auf dem Dancefloor sein kann. „InSight“ baut sich langsam auf, dübelt dir ordentlich Energie ein, treibt den groben Sägeschnitt voran und läutet zum Tanz, bevor das Break durchschüttelt und leichte Nostalgie-Schwingungen auf den Weg schickt. „Spirit“ marschiert hingegen stoisch und knirschend in die Tinnitus-geplagten Ohren – Tanzbefehl! Und schließlich „Perseverance“, das kleine Appetithäppchen am Schluss, mit schwirrenden Synths und hypnotischen Loop-Fragmenten. Tanzt, sonst seid ihr verloren! 9/10 Tech...

Read More

PopHop – First Drive EP (Acker Records)

Die erste PopHop EP erscheint auf Acker Records und beinhaltet drei Tracks, die sowohl für die Heimanlage, als auch für einen gefüllten Dancefloor ihren optimalen Zweck erfüllen. Hier schickt uns der Mecklenburger gleich dreimal auf die Reise, wie es die Tracknamen „Romania“, „Poland“ und „Slovakia“ bereits ankündigen. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus ethnischen Sounds und die fast draufgängerische Attitüde im Bass- und Rhythmusbereich. Mit von der Partie sind die Trompete von JPattersson im Track „Romania“ und die Gitarrenakkorde von Aeksel in „Poland“, die wunderbar in die Tracks eingearbeitet wurden. Auch der letzte Track „Slovakia“ geht, trotz etwas weniger BPM, nach vorne....

Read More