Bootshaus-Insights Juni 2020 – mit Dave Replay

Bootshaus-Insights Juni 2020 Future & House time with Dave Replay   WEISS & Christian Nielsen – Say It To Me (Original Mix) (Toolroom) Im Jahr 2017 releast und bisher deutlich zu tief unter meinem Radar geflogen: Erst kürzlich fand ich den Track beim Stöbern auf Soundcloud – und seitdem läuft und läuft er in jeder Playlist, jeden Abend im Bootshaus und bei jedem bisher gespielten Live-Set. Für mich ein absoluter Glücksgriff. Er funktioniert sowohl im Club, als auch zu Hause wunderbar. WEISS & Christian Nielsen zeigen mit ihrer Idee, dass Clubmusik nicht immer laut und brachial sein muss. Ganz...

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Dominik Eulberg – Mannigfaltig Remixes Pt. 1 (!K7 Records)

Im Herbst letzten Jahres veröffentlichte Dominik Eulberg sein Album „Mannigfaltig“ nun ist endlich die Zeit für die Remixe gekommen. Aufgeteilt in zwei digitale EPs – die Vinylversionen folgen etwas später. EP 1 startet mit dem italienischen Duo Mind Against, das sich „Goldene Acht“ vorgenommen hat. Düster-technoid marschiert der Track los, weit entfernt vom Ursprung, bevor dann nach und nach das Original Richtung Break auftaucht, wo es mit den Remixparts zu einer eindrucksvollen Einheit verschweißt. Nathan Fake hat „Dreizehenspecht“ bearbeitet, führt den Track aus seinem Ambient-Gewandt in ein mäanderndes und übersprudelndes Geklöppel und Gezirpse mit einer Hauch von Dub-Aura im...

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Coyu – Technostalgia EP (Suara)

Unverkennbar: diese feurigen Beats, das temperamentvolle Sounddesign und die catchy Tunes. Das können nur Produktionen des katalanischen DJ und Produzenten Coyus, alias Ivan Ramos sein. Er versteht wie kein anderer, brachiale und gleichzeitig groovende Beats zu kreieren. Coyu weiß ganz genau, wie er mit seinen eigenen Soundenergien zu jonglieren hat, damit eben diese einnehmenden Produktionen entstehen. Sein jüngstes EP-Release „Technostalgia“ besitzt, wie es der Titel schon verspricht, eine technoide Nostalgie. Diese wird mit einer Gewölbe-artigen Sound- Atmosphäre und stoßenden Bässen, die aber nie verhärtet wirken, kombiniert. Opener-Track „Technostalgia“ zieht einen sofort ins Beatgewitter mit hinein, lässt staunen. Entkommen funktioniert...

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Mathias Schober – The Fall (Lossless)

Katalognummer 22 kommt vom Lossless-Co-Owner Mathias Schober – das erste Label-Release des Jahres. Los geht es mit dem Titeltrack, der sich deep, hypnotisch und rhythmisch mit Snares und Synths und heranschleicht und dann von den fast heiser jauchzenden Vocals des Atelier-Sängers Jas gekrönt wird. Wunderbar aufgebaut und abgestimmt. „Will Make A Difference“ rollt mit großer Synthwelle los, baut eine große 80er-Mystery-Spannung auf und sägt sich dann nach dem Break in die Eingeweide. Als Bonus gibt es noch eine instrumentale Version von „The Fall“. 10 Dieter Horny Torture the Artist · EXCLUSIVE Mathias Schober – The Fall feat. Atelier...

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Pleasurekraft – Love In The Age Of Machines (Kraftek)

The new album of Pleasurekraft already arrived on April the 10th 2020. Pleasurekraft is clearly showing the World how important it is, to have mindful backup throughout our Techno artists during a worldwide media and health crisis. The vocals of “Thomas Gandey“ are featured and the track’s named „Panopticon (The Patron Saint of Global Surveillance)“: Pointing directly at the imminent danger of global surveillance and the abuse of power through technical powermongers in person Mark Zuckerberg, the track starts with the significant vocals  „You show me I’m nothing“ repeatedly embedded in the artist’s well-known signature base drum and unique...

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Michael Mayer – Higher (Kompakt Records)

Die am 24. April erschienene EP von Michael Mayer beinhaltet vier Tracks. Bei dem Titeltrack „Higher“ handelt es sich um eine energetische Housenummer, in der lyriklose Throwback-Vocals eingearbeitet sind, die dem Track das gewisse Etwas geben. Der zweite Track „Doot Doot“ kommt ein wenig maschineller und deeper daher. Hier wird immer wieder eine wortlose Vokalmelodie eingestreut, die in diesen Höraugenblicken an den Hauch eines Susanne Vega Klassikers erinnern. Für mich persönlich der stärkste Track der EP. „Take A Stand For Love“ hält an der harmonischen Praxis eines Proto-Trance-Stücks fest, beinhaltet aber noch einen knurrend-schönen Bassrhythmus und würde gut in...

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Alland Byallo – Dilatant feat. Matt Paull (Full Bleed)

Alland Byallo mit der Nummer 002 auf seinem neuen Label Full Bleed – eine Kooperation mit dem Jazz-Keyboarder Matt Pauli. „Dilatant” ist ein wunderbar stimmiger Broken-House-Track, der sehr deep durchschwingt und seine nujazzige Attitüde selbstbewusst hervorhebt, auch dank der furiosen Rhodes-Ausritte von Paull. Sehr schmackhaft. 10/10 Dieter Horny Dilatant ft Matt Paull by Alland...

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The Reason Y & Tømas Sinn – Untold (Warehouse Series)

Die neue EP „Untold“ von Tømas Sinn und The Reason Y verspricht Großes. Sie beinhaltet drei treibende Techno-Tracks, die den Floor hypnotisieren werden, durchweg ein reduzierter und kräftiger Sound, ohne an Tiefe zu verlieren – moderner Minimal-Techno. Tømas aus Prag und Fred (The Reason Y) haben sich auf einem Festival in Tschechien kennengelernt. Schnell stand fest, dass die zwei etwas zusammen machen wollen. So entstand diese erste EP. Dass es sich um ein wirkliches Brett handelt, haben nicht nur wir erkannt, sondern auch Sian von Octopus. Er hat die EP auf der Warehouse-Serie, der technoideren Variante seines Labels, veröffentlicht....

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Matrixxman – Planet X (Planet X)

Der US-Producer liefert die Katalognummer 003 auf Planet X, dem Label des Isländers Exos – vier Technotracks par excellence. Los geht es mit „Hong Kong (Day)“, das mit trippig-darken Beats leicht überdrehte Sirenen-Salven absondert, gefolgten der „Night“-Version, die noch düsterer und trockener abtaucht und ihre schamanenhaften Sirenen kompromisslos abfeuert. „Power Drain“ entstand in Koproduktion mit Exos und zieht leicht mystisch ins Geschehen, bevor angedubbte und pulsierende Synth-Töne sich verbreiten und implodieren. „Tango Down“ tänzelt bassig und synthetisch ins Auge des Techno-Hurrikans. 9/10 Acid...

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Apparat – LP5_RMXS (Mute)

Apparats fulminantes Album „LP5“, das im März letzten Jahres herauskam und sogar für den Grammy notiert ist, bekommt eine Remix-Überarbeitung. Los geht es mit „Caronte“, das hier von Radio Slave sehr präzise und hypnotisch zersägt wird, während Substance mit seiner Version von „Heroist” die Beats noch deeper und kratzender bricht. Solomun kümmert sich um „Outlier“ und führt den Song auf die smarte Beat-Bahn. Stimming hingegen schleift „Brandenburg“ techy-ergreifend-psychedelisch auf den Viervierteltakt-Rundkurs. 9/10 Acid...

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Less – Play_Me (Destroy All Monsters)

Gerade erst hat Less sein Ambient-artiges Album „Stranger” auf Freude am Tanzen veröffentlicht, da packt er nun die Peitsche aus und präsentiert protzig prügelnde Beats für Power-Partys. „Hymnen an die Nacht” heißt der erste Streich, die Beats drücken, wummern, reißen mit, die stoischen Vocals von Spogmei verbreiten eine entrückende und mysteriöse Aura. Darauf folgt der Ttieltrack „Play_Me”, der sich elektroid und mit gebrochenem Beat seinen Weg sucht, findet und bahnt. Die Synthis schwirren und fiepsen und Leah schleudert lässig und lasziv ihre Vocals auf den Dancefloor. 9/10 Tech...

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V. A. – Uncanny Valley 050 BLUE (Uncanny Valley)

Pünktlich zum Beginn des Winters versorgt uns die Dresdener Qualitätsschmiede Uncanny Valley mit einer weiteren Ausgabe ihrer Jubiläums-EP. Mit „BLUE“ schicken sie passend zur Jahreszeit eine kalte Farbe in den Ring. Zu hören gibt es einen bunten Stilmix von Credit 00, Gnista, AGB, Break SL und Qnete. Hervorzuheben sei hier besonders das Stück von Break SL, der lange nichts hat von sich hören lassen. Aber auch der Dresdener Newcomer Gnista überzeugt voll mit „Playtime Worktime“, einer Electro-meets-UK-Garage-Mischung. AGB hingegen sind ein obskures Projekt aus Dresden, das stakkatohaften Cold-Wave spielt und mir mit „Brecht hat er“ ein zwinkern entlockt. Wie...

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