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Skandal in Tunesien – jetzt redet Dax J


Wir berichteten: Der umtriebige Berliner Techno DJ/Producer Dax J löste mit einem islamischen Sample, das während seiner Performance im Rahmen des Orbits-Festivals in seinem Set erklang, einen Skandal aus. Die religiösen Autoritäten im Lande waren verletzt und machten ihren Einfluss geltend: Der Club wurde nach der Veranstaltung geschlossen und der Betreiber festgenommen. Zwar ist der Betreiber wieder auf freiem Fuß, aber gegen Dax J wurde ein Haftbefehl erlassen. Dieser gilt für die nächsten Jahre, vorausgesetzt der Künstler kehrt nach Tunesien zurück, was nicht nur auf den ersten Blick etwas unwahrscheinlich erscheint.

Jetzt redet Dax J:

„Ich möchte hiermit meine tiefste Betroffenheit ausdrücken für jeden, den meine Musik auf dem Orbit-Festival in Tunesien verletzt hat. Was mich traurig macht, ist dass es Menschen gibt, die wirklich glauben, ich würde einen Track, der 20 Sekunden des „Call to Prayer/ Adhan“-Vocals enthält, aus irgendeinem anderen Grund als seiner musikalischen Schönheit benutzen. Als Konsequenz wurde ich nun in meiner Abwesenheit von einem tunesischen Gericht zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt.

Hiermit möchte ich nochmal meinen Respekt für alle Religionen auf diesem Planeten ausdrücken. Ich glaube, ich kann nun verstehen, wie ich mit meiner Aktion auch falsch verstanden werden konnte. Wir müssen uns alle Zeit nehmen, um die Weltsicht der anderen zu verstehen und zu respektieren, um uns als Gemeinschaft auf dieser Welt weiterzuentwickeln. Durch diese Erfahrung habe ich eine große und tiefe Einsicht in die Welt, in der wir leben, erfahren können. Nun werde ich weiter mit meiner Musik Kunst gestalten und dies mit euch teilen.“ – Dax J

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