Angefangen mit dem Produzieren hat Roger Semsroth Ende der 90er Jahre. Damals noch unter dem Pseudonym „Skanform“ ließ er sich von den Minimal-Synthesizern der 80er inspirieren. Als waschechter Ostberliner spiegelten diese Klänge für ihn einfach den Sound der DDR wider. Doch wie bei so vielen anderen entwickelte sich auch bei Semsroth eine starke Liebe zum Techno, sodass er 2004 sein zweites Alias Sleeparchive kreierte, unter dem er heute auch am bekanntesten ist. Seine Beziehung zum legendären Tresor Club in Berlin begann 2011 und nun veröffentlicht er sein jüngstes Album auf dem Tresor Records. Rau, treibend, mechanisch und ein wenig grob scheint die Klangsprache des Longplayers „Trust“ zu sein, in dem Sleeparchive Neues wagte. Experimentieren mit Klang und bloß nicht konventionelle Arrangement-Stile sich aneignen, das ist sein Ziel – und das gelingt ihm auch. Ein technoides Release im frischjungen Detroiter-Sound erwartet uns von Sleeparchive und wird ganz sicherlich mehr als positiv von der Undergroundszene aufgenommen werden.

„Trust“ erscheint am 27. März digital und als Doppelvinyl.

Tracklist:
A1 / 1. Needle
A2 / 2. Glass
B1 / 3. Concrete
B2 / 4. Dust
C1 / 5. Leave
C2 / 6. Loop 1
C3 / 7. Loop 2
C4 / 8. Fence
D1 / 9. Peccant
D2 / 10. Trust v.1

 

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