smallville_tenways
Fällt der Name Smallville, so denkt man an den Plattenladen in der schönsten Stadt Deutschlands und das sympathische Label als später entstandenes zweites Standbein. Dieser Tage nun feiert das Gründerduo Steinhoff und Ahlefeld ihr 10-Jähriges und das mit einer wunderbaren Compilation, die die Weg-Serie weiter fortsetzt und schon allein durch die minimale, aber sehr emotionale Covergestaltung in Form sich zweier umarmender Tier(maus?), glänzt (Dank an Artworker Stefan Marx!). Die zehnte CD vereinigt die Smallville-Nummern 44 und 45 als “Fortyfour und Fortyfive Ways“. In diesem hanseatischen Mikrokosmos findet sich das Mövenkreischen von Christopher Rau auf locker laufendem und sehr ambient klingenden Housefundament (“RG In EL Casa“), Wellenrauschen von STL in dubbigen Housestyles, die tief unter die Oberfläche gehen und Zwitschertöne zwischen den besinnlichen Synthietonfolgen auf knackigen Housebeats von Kornel Kovacs, genauso wie der catchy Stomp von Moomin , das eher clubbig elektronisch geprägte Thema von L’Amour Fou (neues Projekt von Move D) sowie Detroit’sche Bässe mit Jacques Bon oder metalloide Stabs von Juniper. Am besten gefallen immer noch die deepen Housestücke, zu denen man auf dem Flur herrlich grooven und sich gehen lassen kann (Smallpeople „Cricket Orchestra“, Lawrence „Dawn 808“). Für experimentier- freudige Gemüter zeigt Tilman Tausendfreund wie Borken Beats und Hammondklänge zueinander finden. Ich empfehle das schwingende und groovende “Umbe Data“ mit schöner Synthiemelodei von RVDS & Rau. Smallville füllt die Herzen mit Musik, Wärme und Liebe. Freuen wir uns auf den nächsten Geburtstag. 10/10 Cars10.Becker