
Die Stadt Salzburg stellt lokalen Techno-Kollektiven ab Juni 2026 kostenlose Clubnächte im Kulturzentrum MARK zur Verfügung.
Damit reagiert die Stadt auf den zunehmenden Mangel an bezahlbaren Veranstaltungsorten für die elektronische Szene. Die Kulturabteilung übernimmt dabei vollständig die Raum- und Technikkosten.
Insgesamt stehen zehn Wochenenden sowie ein zusätzliches Silvester-Special zur Verfügung. Darüber hinaus sollen einzelne freie Tage flexibel vergeben werden. Die Maßnahme ist Teil einer bereits länger laufenden Kulturförderung für die Clubszene.
Bereits 2025 hatte Salzburg acht Kollektive mit einer Sonderförderung in Höhe von insgesamt 65.900 Euro unterstützt. Mit den kostenlosen Slots will die Stadt laut Loop Rituals gezielt gegen das Raumproblem innerhalb der lokalen Clubkultur vorgehen.
Gerade geeignete und gleichzeitig leistbare Locations gelten in Salzburg seit Jahren als knapp. Bürgermeister Bernhard Auinger bezeichnet die Maßnahme als Fortsetzung der bisherigen Kulturpolitik. „Seit 2025 fördern wir als Stadt Salzburg die Clubkultur gezielt als eigenständigen Bereich.“
Weiter erklärte er: „Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass die lokalen Kollektive mit musikalischer Vielfalt, künstlerischen Konzepten und einem verantwortungsvollen Zugang zum Nachtleben einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt leisten.“
Auch Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner betont, dass die Stadt gezielt Räume für Clubkultur öffnen wolle. Gleichzeitig räumt sie ein, dass es bei Akzeptanz und Veranstaltungsmöglichkeiten „sicher noch weiteren Handlungsbedarf“ gebe.
Die elektronische Musikszene gilt in Salzburg seit Jahren als strukturell benachteiligt. Während klassische Konzerthäuser und die Salzburger Festspiele dauerhaft über feste Spielstätten und öffentliche Förderungen verfügen, musste sich die Clubszene meist mit temporären Lösungen arrangieren.
Besonders die Salzburg Club Commission kritisierte diesen Zustand in der Vergangenheit wiederholt öffentlich. Die Organisation vertritt die Interessen der lokalen Nacht- und Kulturwirtschaft.
Wer sich für einen der kostenlosen Termine im MARK bewerben möchte, muss laut Vorgaben mindestens 14 Tage vor dem gewünschten Datum eine Bewerbung per E-Mail HIER einreichen.
Gefordert werden eine Konzeptbeschreibung, ein Kurzprofil des Kollektivs sowie ein Nachweis des Salzburgbezugs. Projekte, die bereits anderweitig gefördert werden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Quelle: Loop Rituals
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