Neu im Kino: Contraband

Es ist Remake-Time in Hollywood. Zum wiederholten Male wurde ein europäischer Film für das US-amerikanische Publikum aufbereitet. Das war bei „Nightwatch“ so, bei „Vanilla Sky“, bei „Codename Nina“ und gerade zuletzt erst bei „Verblendung“ von David Fincher. Eine neue Richtung konnte keiner der genannten Filme im Vergleich zum Original einschlagen. Auch das Remake von „Reykjavik-Rotterdam“, das hier und jetzt „Contraband“ heißt, ist unterhaltsam, aber keinesfalls besser als das Original. Baltasar Kormakur, der im norwegischen Film noch die Hauptrolle bekleidete, hat hier auf dem Regiestuhl Platz genommen und Mark Wahlberg die Hauptrolle überlassen. Für alle, die die Story nicht kennen, hier eine Kurzfassung: Mark Wahlberg verkörpert den Ex-Schmuggler Chris Farraday, der seine Verbrecherkarriere an den Nagel gehängt hat, um als Familienvater seinen Lebensunterhalt legal zu verdienen. Wie so oft, geht etwas schief mit dem neuen Lebensentwurf, und Farraday muss einen letzten Coup drehen, um dem Bruder seiner Frau (Kate Beckinsale) aus der Patsche zu helfen. Was dann folgt, ist ein typischer Heist-Entwurf im Stil der “Oceans …”-Filme mit Giovanni Ribisi als Bösewicht, vorhersehbarem Ausgang und viel Tempo. Schon okay. Start: 15.03.12 Genre: Thriller Regie: Baltasar Kormakur Darsteller: Mark Wahlberg, Kate Beckinsale, Ben Foster Verleih:...

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DVDs im März

Alles neu macht der Mai, heißt es in einer Bauernregel, aber das ist Bullshit. Alles neu macht der März, und das ist kein Scherz. Meine lustige Kolumne voller cineastischer Abseitigkeiten findet ihr nun jeden Monat im FAZE-Magazin, und natürlich werde ich auch jeden Monat ein paar feine Verlosungen für euch bereit halten. Und los geht’s. John Carpenter ist einer meiner Alltime-Lieblingsregisseure, auch wenn mich seine letzten Werke nicht mehr so gefesselt haben wie „Assault On Preinct 13“, „The Fog“ oder natürlich „The Thing“. Zu Letzterem gibt es jetzt ein Prequel, das von den Machern des „Dawn Of The Dead“-Remakes...

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Douglas Coupland – JPod (Tropen Verlag)

Der kanadische Autor Douglas Coupland mag das Doppelspiel. Nach “Generation X” (1991) folgte 2009 “Generation A”, auf die Microsoft-Groteske “Microskalven” (1995) die Apple-Variante “JPod”(2006 im Original, 2011 nun auf Deutsch). Wieder gibt es LEGO-Männchen auf dem Cover und einen Agenturalltag von sechs “popkulturversehrten” Programmierern, die kurz vorm Wahnsinn stehend an einem Skate-Schildkröten-Fantasy-Game basteln, gegängelt von einem wahnsinnigen Chef, der seinem Team ständig reinredet und wahre Wutausbrüche provoziert, der Art: “Wir sind bei Entwicklungsabschnitt fünf, und da wollen Sie eine charismatische Schildkröte in einem Funsportspiel loslassen? Wie können Sie ein Third Person Skateboardgame derart verhunzen? Wer soll das spielen, die...

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Douglas Coupland: Generation A – Anti-Utopie …

Unsere Zivilisation hat in naher Zukunft zwei große Probleme. Zum einen sind alle Bienen tot, Pflanzen werden also nicht mehr bestäubt, die Agrarkultur verödet, Saft kann nur noch chemisch hergestellt werden, die Natur kippt – was ungefähr den Voraussagen führender Naturwissenschaftler entspricht, also durchaus nicht komplett an den Haaren herbeigezogen ist. Zum anderen wird ,reine Spekulation, die halbe Welt abhängig und lässt sich vom Lieblingsmedikament “Solon” sedieren, einem Psychopharmakum, das die Zeit schneller vergehen lässt. “Generation X”-Autor Douglas Coupland wirft eine semiwahnsinnige Anti-Utopie auf den Markt, die zwischen “World of Warcraft”, Neurohorror, Gossip, Webcamsodomie und Celebrityhass changiert. Dabei beginnt...

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