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Sony Music Entertainment hat sich mit Dubset, einem Start-up, das sich mit der Klärung von Rechten auseinandersetzt, zusammengetan und ist so das erste Label, das Rechteinhabern ermöglicht, Geld für inoffizielle Remixe einzufordern.

Das bedeutet, dass Sonys Katalog von Dubset erschlossen wird, um Künstlern die Möglichkeit zu bieten, Geld durch inoffizielle Remixe, Edits und sogar einzelnen Samples ihrer Musik durch Plays auf Streaming-Plattformen zu verdienen.

Dubset hat die Fähigkeit Material durch Analyse von Audiodateien für ihre Mixbank zu identifizieren. So können alle inoffiziellen Uploads, Remixe, Edits und Samples auf Plattformen wie YouTube gefunden werden. Die Firma kann dann dementsprechend Lizenzgebühren verteilen. Erst in diesem Jahr bekam Dubset vier Millionen Dollar Förderung von Sony.

Dubset-CEO Stephen White sagte in einem Interview mit TechCrunch, wie wichtig die Firma für die Musikindustrie sei: „700 Millionen Leute hören sich jeden Monat Remix-Content an..wenn die Rechteinhaber eine Plattform wie unsere nicht annehmen, wird der Content trotzdem erhältlich sein. Und sie bekommen dann nichts davon ab.“

Laut TechCrunch macht Dubset momentan Deals mit den zwei Major Labels Universal und Warner. So könnten auch Plattformen wie Spotify und Apple Music teil des Ganzen werden. So könnten alle inoffiziellen Remixe und Edits auf die Plattformen hochgeladen werden und würden nicht aufgrund von Rechtsverletzungen entfernt werden. Dies wird sich vielleicht negativ auf Soundcloud auswirken, was die einzige Möglichkeit für Künstler war, unoffizielles Material ins Netz zu stellen. Spotify, Apple Music und andere große Plattformen wären demnach der ideale Platz für jeden Content, auch illegale Remixe, da sie eine riesige Userzahl haben.

Es sieht also so aus, als würde Dubset die Streaming-Industrie revolutionieren. Und da es bedeutet, dass aufgrund von Rechtsverletzungen kein Track entfernt werden würde, ist es vielversprechend für alle Urheber.

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