Eine visionäre Trans-Künstlerin bittet posthum zum letzten Tanz. Anfang 2021 starb die schottische Grammy-nominierte Musikerin SOPHIE bei einem tragischen Unfall – kurz vor der Fertigstellung ihres nächsten Albums. Das zu jenem Zeitpunkt noch unbetitelte Projekt – aufwartend mit Kollaborationen aus sämtlichen Ecken der Pop- und Electronic-Musik – wurde nun von SOPHIEs Bruder vollendet und ermöglicht es Fans auf der ganzen Welt, ein letztes Mal in den Genuss ihrer Genregrenzen sprengenden Musik zu kommen. Das selbstbetitelte Album ist bunt – bunt wie die LGBTQ+-Community, in der SOPHIE weltweit eine Vorreiterrolle einnahm und Menschen Mut machte, mit den binären Geschlechterrollen zu brechen, bunt wie die zahllosen Kollaborationen mit Sängerinnen, Songwriterinnen und Produzentinnen – darunter Nina Kraviz, Hannah Diamond, Juliana Hoxtable und Evita Manji – und bunt wie SOPHIEs experimentelle Pop-Musik, die sie schon immer zu Crossovern mit Techno, Hip-Hop verschmelzen ließ. So traurig es auch klingen mag, aber einen besseren Abschied hätten sich ihre Anhängerinnen und Anhänger wohl nicht wünschen können. 9/10 Van Aulitz
