soundcloud
Nach Abschluss des Jahres 2014 musste die Audiostreaming-Plattform SoundCloud einen Verlust von 39 Million Euro vermelden. Das Berliner Startup gedenkt nach jahrelanger, werbe- und kostenfreier Nutzung, Premium-Abos und Werbung zur Finanzierung einzuführen.
Für viele Nutzer war und ist Soundcloud ein Segen: Für Hörer, die sich nicht jede Woche ein neues Release bei Beatport leisten können. Für junge, aufstrebende Künstler, die SoundCloud als kostenlose Plattform zum Vertrieb ihrer Musik nutzen können. Anscheinend jedoch nicht für die Macher selbst, führt man sich die hohen Verluste vor Augen.
Wie das Fachmagazin „t3n“ berichtet, führten Investitionen in Marketing und Technologie, aber auch gestiegene Personalkosten zu dem Verlust von 39,1 Millionen Euro. Um das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, ist die Einführung von vorgeschalteten Werbespots geplant. YouTube dürfte hier als Vorbild dienen. Außerdem soll ein kostenpflichtiges Abo eingeführt werden, welches eben jene Werbespots verschwinden lässt. Spotify fährt ganz erfolgreich mit diesem Monetarisierungsmodell. Dieses Abo wird bereits von SoundCloud in den USA getestet. Auf großen Anklang seitens der Nutzer dürfte es allerdings nicht stoßen. Zwar konnte der Umsatz um 6,1 Millionen auf 17,4 Millionen Euro gesteigert werden. Dass aber ein Umdenken in der Finanzierungsstrategie notwendig ist, zeigt ein im Januar aufgenommener Kredit in Höhe von 32 Millionen Euro. Oliver Voß vom Wirtschaftsmagazin „Wirtschaftswoche Gründer“ ist sich sicher: „2016 wird zum Schicksalsjahr für SoundCloud.“


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