
Eine nicht genehmigte Rave-Party mit rund 400 Teilnehmern ist am Wochenende im englischen Cambridgeshire von der Polizei beendet worden.
Der Einsatz sorgte anschließend für Kritik von Anwohnern, die den Behörden vorwarfen, als „Spaßbremse“ zu agieren. Die Polizei stieß in den frühen Morgenstunden des Sonntags, dem 8. März, auf die Veranstaltung.
Streifenbeamte entdeckten den Rave auf einem Industriegelände an der Burrel Road in St. Ives, einer kleinen Stadt in der Nähe von Huntingdon. Bei einer Kontrolle gegen 1:30 Uhr fanden die Einsatzkräfte etwa 400 Menschen in einer Lagerhalle vor.
Daraufhin rückten Dutzende Beamte zusammen mit einem Polizeihund an, um die Situation zu kontrollieren. Die Polizei sprach einen Platzverweis aus und verhinderte, dass weitere Personen das Gebäude betreten konnten.
Gleichzeitig griffen die Einsatzkräfte direkt in die Infrastruktur der Veranstaltung ein. Der Strom zu der Halle wurde abgeschaltet. Außerdem beschlagnahmte die Polizei die Musikanlage, ein mehrstöckiges Soundsystem, das innerhalb der Lagerhalle aufgebaut worden war.
Um eine erneute Nutzung der Location zu verhindern, wurde das Gebäude anschließend verbarrikadiert. Die Party wurde damit vollständig beendet. Vor Ort nahm die Polizei drei Personen fest.
Dazu gehörte ein 22-jähriger Mann aus Doddington, der die Veranstaltung organisiert haben soll. Außerdem wurden ein 18-Jähriger aus Stroud und ein 26-Jähriger aus Swindon festgenommen. Beide stehen unter Verdacht, eine schwere Störung der öffentlichen Ordnung verursacht zu haben und Drogen besessen zu haben.
Während die Behörden gegen die Veranstalter vorgingen, reagierten einige Anwohner deutlich entspannter auf die nächtliche Party. In sozialen Netzwerken äußerten mehrere Bewohner Kritik am Polizeieinsatz.
Unter einem Beitrag der Polizei kommentierte ein Nutzer: „Immer diese Spaßbremsen! Die Spaßbremsen sollten lieber echte Kriminelle verhaften!“ Ein anderer Anwohner schrieb: „Spielverderber. Hätte ich das bloß vorher gewusst!“
Ein weiterer Kommentar lautete: „Man darf nur Spaß haben, wenn man dafür Steuern zahlt! Dabei ist doch niemandem etwas passiert, die Leute wollen einfach nur mal abschalten und tanzen.“
Die Polizei sieht illegale Raves jedoch deutlich kritischer. Der zuständige Bezirksinspektor erklärte, dass solche Veranstaltungen häufig unterschätzt würden und erklärte, Raves würden zwar oft „als unlizenzierte Musikveranstaltungen wahrgenommen werden, die harmloser Spaß und opferlose Straftaten darstellen“, betonte jedoch: „Leider ist dies nicht der Fall.“
Norden erklärte weiter: „Sie dienen nicht nur als Umschlagplatz für illegale Drogen, sondern verursachen auch erhebliche Störungen und Schäden für die Gemeinschaft.“ Aus Sicht der Behörden bleibt die Linie deshalb klar.
„Illegale Raves werden nicht toleriert, und gegebenenfalls wird jegliche vorhandene Tonanlage beschlagnahmt“, so der Bezirksinspektor.
Erst vor wenigen Tagen sorgte eine nicht genehmigte Rave-Party in einer Scheune im englischen Northamptonshire für Ärger bei den Anwohnern. Einige berichteten, der Rave habe umliegende Häuser erzittern lassen (FAZEMag berichtete).
Quelle: Mixmag
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