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Spice-Zombies gesichtet Bild: Daily Record

Die schottische Stadt Glasgow entwickelt sich mehr und mehr zur Stadt der Zombies. Grund dafür ist die steigende Verwendung der Droge Spice. Besonders unter den Obdachlosen sind die synthetischen Cannabinoide beliebt. Das künstlich hergestellte Kraut ist zehn Mal stärker als natürliches Cannabis. Außerdem macht Spice schnell und stark abhängig. Obdachlose sind derzeit die Zielscheibe verruchter Drogendealer; nicht nur in Glasgow, sondern im gesamten Vereinigten Königreich. Ohne Skrupel wird den Obdachlosen Spice verkauft.

Spice taucht seit etwa zehn Jahren immer wieder als dubioser Trend in diversen Städten auf und lässt die Stadtteile, wo sich Spice-Konsumenten aufhalten aussehen, als hätte sich eine Zombie-Epidemie ausgebreitet.

Im letzten Jahr wurden in Schottland die sogenannten Legal Highs verboten. Darunter gehörte neben Spice auch Lachgas und Mephedron. Die Anzahl der Todesfälle, die mit Legal Highs in Verbindung standen, stieg auf über 100 an. Auch die Gewalttaten, zum Beispiel in Gefängnissen, stiegen enorm, so dass Legal Highs nicht mehr als legal durchgehen. Anti-Drogen-Organisationen sind sehr besorgt über die Verbreitung in der schottischen Hauptstadt. Wendy Spencer, Leiterin dieser Organisation sagt: „Wir haben gute Gründe zur Sorge über die zunehmende Verwendung von synthetischen Cannabinoiden in Glasgow. Sie können ernsthafte körperliche und psychische Schäden bei Menschen, die die synthetischen Cannabinoiden konsumieren, verursachen. Zusätzlich zu Gesundheitsproblemen verursacht Spice eine erhöhte Herzfrequenz, Krämpfe, Atemnot und Erbrechen.“
Weiter sagte sie: „Psychologische Effekte sind extreme Agitation, Paranoia und ein Niveau der Disassoziation von der Realität, die selten mit anderen Substanzen erlebt wird.“

Doch nicht nur in Glasgow sind Vorfälle mit Spice zu vermerken. An einem der letzten Wochenenden veröffentlichte die Polizei von Manchester 58 Spice-Vorfälle. In der vergangenen Woche starben zwei Personen an einem Tag wegen Spice-Konsum. 2016 tötete eine Person einen Freund, nachdem sie Spice konsumiert hatte. Die Behörden sind alarmiert. Wichtig sei es, die Menschen davor zu schützen. Jugend-Obdachlosendienste stellten fest, dass sich die Angelegenheit und der Gebrauch von Legal Highs verschlimmert hatte. Es sei zu hoffen, dass bald eine Besserung zu beobachten ist, nachdem Legal Highs verboten wurden.

Quellen: Daily Record, Evening Times

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