Matthieu und Damien Bregère sind Spitzer. Und sie sind Brüder. Ein Umstand, der den ganzen Prozess des Musikmachens in der Regel vereinfachen, aber auch zum fürchterlichen Streit führen kann. Im Falle der Bregères läuft es ziemlich gut. Im September veröffentlichen sie ihr Debütalbum „The Call“ auf InFiné Music.


Warum ist es cool, mit seinem Bruder zusammenzuarbeiten?
Matthieu (30 J.): Weil wir uns sehr gut kennen und es daher auch kein Egoproblem gibt. Wenn ich es für nötig erachte, ein paar Teile eines Tracks zu kritisieren, dann kann ich mich so ausdrücken, dass ich mich nicht zensieren muss. Ich schätze sehr diesen Geist unserer Offenheit, es ist ein demokratischer Weg des Komponierens.
Damien (28 J.): Wir sind mit der gleichen Musik groß geworden, die uns unser Vater immer vorgespielt hat. Daher sind unsere Geschmäcker diesbezüglich sehr ähnlich. Es ist einfacher, zu komponieren, und wir können unsere Ideen dem anderen gegenüber sehr gut formulieren, weil wir eine gemeinsame Sprache haben. Es ist nicht wie in Bands, wo jeder Musiker seinen eigenen Einfluss hat und es dadurch sehr lang dauern kann, diese Ideen zu erklären oder durchzusetzen.

Warum ist es schwierig, mit seinem Bruder zusammenzuarbeiten?
M: Die Schwierigkeiten haben nicht mit uns Brüdern selbst zu tun, sondern kommen von der Musik. Wir argumentieren nicht wirklich, und wenn einer von uns sich hin der Defensive fühlt, dann wird er laut, weil es eben keine Scham gibt zwischen uns und wir uns sagen, was wir wirklich denken.
D: Offen gesagt, seit der Kindheit ist unsere brüderliche Beziehung sehr speziell. Wir sind sehr verschieden, und daher rühren mögliche Schwierigkeiten. Ich bin eher der ruhige Typ, während Matt etwas nervöser ist. Wenn die Dinge dann etwas aus dem Ruder laufen, ist aber auch nach ein paar Minuten wieder vergessen, kein Problem.

„The Call“ ist im September erschienen.
www.infine-music.com

SPITZER „SERGEN“ directed by Louise Hémon from InFine Music on Vimeo.