Die Zahl der Corona-Infektionen in Berlin nimmt weiterhin stark zu. Auf 186 registrierte Neuansteckungen bezifferte sich der Wert am Freitag und ist damit so hoch wie seit April nicht mehr. Die Politik macht derweil vor allem junge Menschen dafür verantwortlich.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich in Berlin eine Gesamtzahl von 13.100 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 21. September, 10:13 Uhr). Von den Neuinfektionen betroffen sind dabei insbesondere junge Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren. Die Angaben stammen vom Corona-Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit.

Zurückzuführen seien die steigenden Zahlen innerhalb dieser Altersgruppe häufig auf “junge, feiernde Menschen”, so Gesundheitsstadtrat der Linken, Knut Mildner-Spindler am Freitag. Speziell im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, aber auch in anderen Stadtteilen, käme es immer wieder privaten Partys und Veranstaltungen, durch die sich das Virus weiter verbreiten könne.

Die Polizei kündigte diesbezüglich stärkere Kontrollen an und warb zudem für eine “gemeinsame Schwerpunktsetzung”.

Viele der meist illegalen Veranstaltungen haben sich nach Angaben der Polizei in den Osten Berlins verlagert. In abgelegenen Wäldern und Parks versammeln sich immer wieder Menschengruppen, um ohne Hygiene-Maßnahmen und mit lauter Musik miteinander zu feiern.

 

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Quelle: Berlin.de, rbb24