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Die Geschwister Zander und Instrumentenmann Lars Dietrich kreieren hier einen schmissigen, lebensbejahenden Housetrack, der in vier Versionen angeboten wird. Das Original startet mit minimal klöppelnden Drums und Metalstabs, gefolgt von der einnehmenden Vocal-performance und einem profunden Beatgeflecht. Catchy mit Hitpotential! Die Albumversion überrascht mit unerwarteten Downbeats und knarzigen, aber auch beruhigenden (Flöten) Untertönen. Gehaltvoll und qualitativ ausgereift. Was machen die Ruffcats in Ihrer Liveversion aus diesen Vorgaben? Bläserinfizierte Broken Beats, die ob ihrer Dynamik sehr tanzaffin sind und typischen Liveperformancecharakter abbilden. Gelungen. Labelchef Gunne lässt es sich abschließend nicht nehmen, eine weitere Veredelung vorzunehmen und den vierten Mix beizusteuern. Er nimmt sich zurück und überzeugt mit einer SloMo House Variante in leichter düster eingefärbter Stimmung. Dennoch gut groovend, auch wenn mich immer das Gefühl überkommt, dass da gleich noch ein paar stilistische Asse aus dem Ärmel gezaubert werden, um die Stimmung zum Höhepunkt zu treiben, doch das ist hier nicht das Anliegen, vielmehr ein konstanter, solider Flow und Groove. Insgesamt gelingt dies übergreifend auf der gesamten 12“ und verdient daher sehr gute 7/10, Cars10.Becker.