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Über Stephan Laubner, der seit 2003 vor allem unter dem Pseudonym STL House-Musik veröffentlicht, weiß man nur wenig. Interviews gibt es kaum welche und statt als DJ oder Live-Act ins Rampenlicht zu treten, lässt der zurückgezogen im Harz lebende Produzent lieber seine Veröffentlichungen auf Labels wie Something, Perlon oder Smallville sprechen. Bei letzteren erscheint dieser Tage eine mit „Sensing Fly – By Chances“ betitelte EP, deren drei Stücke wie schon vorherige Produktionen zwar für den Dancefloor gemacht sind, denen gleichzeitig aber auch etwas Experimentelles anhaftet. Das liegt vor allem an den schrägen Melodien und schrillen Klängen, die Laubner über das mächtige Beatgerüst seiner Tracks legt. Warme, flächige Sounds, wie man es sonst von vielen von Smallville-Produktionen kennt, sucht man hier vergebens. Dafür blubbert, zischt und pluckert es umso mehr. Am besten gelungen ist „PsyFy Robot“, das über 11 Minuten lange Stück auf der B-Seite. Zunächst im Sound den beiden Nummern auf der Vorderseite sehr ähnlich entwickelt sich in der zweiten Hälfte zu düsteren Deep-House-Chords ein Groove, der mitreißt und der Platte einen tollen Abschluss verleiht. 9/10 Fleipster