strictly


Meine Güte, was ist nur aus Strictly geworden? In den 90ern gefeiertes und eines der bedeutendsten amerikanischen Houselabel, wurde es nach dem wirtschaftlichen Abtauchen zu Ende des genannten Jahrzehnts, Mitte/Ende der 00er über Motor neu gelauncht. Was die ehemalige A&R Gladdys Pizzaro zur Hochphase mit Acts wie Da Mongoloids, Armand van Helden, DJ Sneak oder Hardsoul alles signte und daraus eine prunkvolle Housebase gestaltete, ist mittlerweile zu einem fürchterlichen Einheitsbrei an kommerziell gestalteten Themen geworden. Immerhin kann sich die zur Einstimmung auf die Winter Music Conference in Miami veröffentlichte Doppelcompilation im 2. Teil des ersten Parts mit Per QX, Bench Westbeach und einem veritabeln Mix von Mr. V ein wenig über Wasser halten. Ansonsten pumpen Jerry Ropero, Seamus Haji & Cevin Fisher mit key,- und poplastigem Danceflooreinheitssound alles in Richtung Großraumdisse. Dicker Bums nach Schema 08/15. Das ist ganz weit weg vom einstigen musikalischen Wirken von Strictly Rhythm und schielt einzig und allein auf Kommerz. Äußerst bedauerliche Entwicklung. 2 Points Carsten Becker