Auch in der elektronischen Musikszene gibt es viele Vorurteile. Eines der größten ist wohl der Konsum harter und illegaler Drogen. Zugegeben, es wird vermutlich mehr konsumiert als in anderen Szenen, dennoch gibt es nicht nur Druffi-Raver. Eine Studie hat nun den Drogenkonsum in der elektronischen Musikszene genauer unter die Lupe genommen.

Genauer gesagt ging es um das Konsumverhalten und dessen Auswirkungen. Ziel sollte es sein ein besseres Verständnis zu entwickeln und bessere präventive Arbeit zu leisten. Veröffentlicht wurde die Arbeit im International Journal of Drug Policy. Befragt wurden insgesamt 1.029 Erwachsene, die im Jahr 2018 ein elektronisches Musikevent in New York besucht hatten. Dem Begriff Drogen wurden nicht nur illegale Susbtanzen zugeordnet, sondern auch Alkohol.

Zu den Fragen der Studie gehört nicht nur, ob der Teilnehmer bei einem solchen Event Drogen konsumiert hatte, sondern auch, welche schädlichen oder sehr unangenehmen Nebenwirkungen er dabei bemerkte. Auch zum Mischkonsum wurde nachgefragt.

Die Ergebnisse lauten wie folgt: Etwa 33,5 Prozent der Befragten spürten schädliche Nebenwirkungen. 2/3 davon bezogen sich auf Alkohol. Die meisten Nebenwirkungen ließen sich verschreibungspflichtigen Opioiden (41,2%) oder Alkohol (33,9%) zuordnen.

Was den Mischkonsum angeht wurde auch einiges klar. Die meisten Personen, die von Nebenwirkungen sprachen, hatten mehrere Substanzen gemischt.  Dabei ging es besonders um LSD (56,5%), Ketamin (56,3%), Kokain (55,7%) und MDMA (47,7%). Die Forscher sind der Ansicht, dass dieses Themengebiet unbedingt weiter erforscht werden sollte, auch im Hinblick auf elektronische Musikevents.

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