Bild von Dayron Villaverde auf PixabayEine Studie von „The Music Producers Guild“ hat hervorgebracht, das 77 Prozent der Musik-Produzenten und Tonstudiotechniker ausgebeutet werden. In den vergangenen drei Jahren haben viele von ihnen kostenlos für eigenfinanzierte Künstler gearbeitet haben.

Die Organisation hat ebenfalls herausgefunden, dass 88 Prozent aller befragten Teilnehmer in ihrer Karriere gefragt wurden, ob sie kostenlos arbeiten. Gut 34 Prozent arbeiten unbezahlt für Independent Labels. Bei Major Labels sind es 17 Prozent.

Der Bericht wurde vergangene Woche als Teil des „Should You Ever Work For Free“-Panels auf der Pivotal Music Conference veröffentlicht. Die Befragten gaben verschiedene Gründe an, weshalb sie kostenlos arbeiten. 50 Prozent sagten, dass sie einem Freund einen Gefallen tun wollten, 20 Prozent hatten das Gefühl, einem bestehenden Kunden einen Gefallen tun zu müssen. Weitere 42 Prozent boten an Probearbeit zu leisten und dachten bezahlt zu werden, wenn dem Kunden die Arbeit gefällt.

„Ich wusste, dass unbezahlte Arbeit in unserer Branche ein Problem ist. Aber ich wusste nicht, dass es so endemisch ist“, sagte MPG Vorstandsmitglied Olga FitzRoy. „Natürlich tun Leute Freunden oft einen Gefallen, aber es ist unakzeptabel, dass Labels und kommerzielle Studios professionelle Produzenten derart ausbeuten. Wir stellen ja auch niemanden ein, unser Badezimmer zu renovieren und ihn dann so zu bezahlen, wie es einem gefällt.“

Liebe Produzenten und Tonstudiotechniker, lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Wer gute Arbeit leistet, sollte auch dementsprechend entlohnt werden.

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