Akustische Nichtigkeiten aus dem Hause Bellaphon. Vor einiger Zeit haben zwei Produzenten namens Jay Jay und Hendrik die glorreiche Idee, Dancemusik mit deutschen Texten zu machen. Die beiden sind der Meinung das wäre unheimlich innovativ und wer sonst außer vielleicht Andreas Dorau oder Whirlpool würden dies in vernünftiger Form praktizieren. Also setzt man sich ins Studio, schludert ein paar nichts sagende Dancenummern dahin, schreibt fürchterlich banale Texte („ich fahr nen stinknormalen Wagen/und hab zu Hause nix zu sagen“) und spickt das ganze mit ein paar Kontroversitäten (natürlich muss mal wieder das Wort „ficken“ herhalten). Abschließend noch schnell einen scheinbar lustigen Projektnamen finden und dann ab damit zum Major. Dieser sagt: jaja, ganz nett, aber wenn wir das veröffentlichen sollen, dann müsst Ihr Euch aber bitte noch fürs Cover im Bärenkostüm mit Sturzhelm und Antennen ablichten lassen. Na klar, das finden Jay Jay und Hendrik lustig, Fotos werden gemacht, Verträge unterzeichnet, Hände geschüttelt und sich gefreut, dass man der Welt das scheinbar wichtigste Album seit Ewigkeiten präsentieren kann. Aber leider haben sich da die beiden geschnitten. Denn die „Langspielplatte“ von Superflausch hat ungefähr soviel Substanz wie eine Warze am Hintern und hat auch ebensoviel Aufmerksamkeit verdient. 21 nichts sagende Tracks, denen man die bemühte Lustigkeit anhört und die spätestens nach den ersten paar Textzeilen ins Banale abrutschen. Daher die dringende Empfehlung: Das Album unbeachtet im Regal stehen lassen und lieber mal schauen, was Justus Köhncke und Kollegen gerade zu bieten haben. Jay Jay und Hendrik können ja aus ihren CDs Uhren basteln. Ist wahrscheinlich ne bessere Idee. Koa Punkt für so a Schmarrn. [0/6]