Tinnitus ist weitaus verbreiteter als man denkt: rund drei Millionen Deutsche (Stand: 2016) leiden unter dem dauerhaften Pfeif-Geräusch im Ohr, das auch häufig als Brummen oder Zischen definiert wird. In Großbritannien soll sogar jeder Achte betroffen sein, darunter auch bekannte Künstler wie Eats Everything, Carl Craig oder Matt McBriar von Bicep.

Tinnitus wird häufig in Relation zu psychischen Problemen und Schlafstörungen gesetzt. Gleichzeitig ist die Krankheit bisher wenig erforscht – es gibt derzeit keine wissenschaftlichen Heilmethoden. Zwar haben Forscher der Universität Arizona im vergangenen Jahr eine Pille entwickelt, die Tinnitus bekämpfen soll, allerdings steckt diese noch in ihren Anfängen.

Ist man als Betroffener also gänzlich aufgeschmissen? Nicht ganz, denn es gibt Hilfsmittel, die einen im Kampf gegen den Tinnitus unterstützen wie beispielsweise die App T-Minus. Diese stellt dem Nutzer eine Klangtherapie-Bibliothek bereit, die für eine langfristige Nutzung optimiert wurde. Audio- und Masking-Einstellungen können in der App individuell vorgenommen werden, zudem sind die Frequenzen so gestaltet, dass sie das gesamte Klang-Spektrum der unerwünschten Geräusche bekämpfen. Ergänzt wird das Ganze durch tägliche Informationen und Ratschläge zum Umgang mit Tinnitus. Auch ein FAQ-Bereich steht zur Verfügung, um die häufigsten Fragen aus der Sicht von Audiologen und Ohrenärzten zu beantworten.

T-Minus ist kostenlos im App-Store von Apple erhältlich. Ein offizieller Release in Deutschland steht noch aus.

 

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